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Dieses produktive Werkzeugkonzept zeigt Kyocera auf der AMB in Halle 1-J60: Das Stator-Gehäuse aus Aluminium mit den passenden Werkzeugen vom PKD-Stufenreibahlen bis zum Ausbohrwerkzeug und Fräser.
Foto: Kyocera
Dieses produktive Werkzeugkonzept zeigt Kyocera auf der AMB in Halle 1-J60: Das Stator-Gehäuse aus Aluminium mit den passenden Werkzeugen vom PKD-Stufenreibahlen bis zum Ausbohrwerkzeug und Fräser.

Fräswerkzeuge

Produktivität und Nachhaltigkeit kombiniert

Produktivität und Nachhaltigkeit schließen sich nicht aus. Warum, erklärt der Werkzeughersteller Kyocera hier und auf der AMB.

Die Kyocera-Gruppe präsentiert auf der AMB eine Vielzahl von Zerspanungslösungen für die industrielle Bearbeitung und Fertigung. Darunter, betont der Werkzeughersteller, befinden sich neben Top-Innovationen für den Bau von Elektrofahrzeugen auch Lösungen für die Energieerzeugung, z.B. Windkrafttechnik. Zuverlässigkeit, Präzision und Vielseitigkeit stehen dabei im Fokus – ebenso das Thema Nachhaltigkeit: Nach eigenen Angaben achtet Kyocera als Werkzeughersteller besonders auf den effizienten und schonenden Einsatz von Ressourcen in der Wertschöpfungskette. Zudem forciert das Unternehmen das Finden effizienterer Lösungen, z.B. durch Eruieren sparsamer Schnittwerte, Materialwechsel oder digitaler Lösungen, um nachhaltiger zu agieren. Welche Vorteile die Zerspaner und Kunden von Kyocera konkret davon haben, präsentiert der Werkzeughersteller auf der AMB in Halle 1-J60.

Minimierung der CO2-Emissionen

Grundsätzlich strebt die Kyocera Industrial Tool Group langfristig eine Minimierung der CO2-Emissionen in der gesamten Wertschöpfungskette im Bereich Zerspanungswerkzeuge an. Einzelne Schritte reichen dabei von Produktentwicklung über Beschaffung, Vertrieb, Verkauf, Bearbeitung, Ressourcenrückgewinnung und -wiederverwendung bis hin zur Entsorgung. Durch die sich stetig verändernde Welt sowie die einhergehenden neuen Herausforderungen erweitert das Unternehmen sein Portfolio an Werkzeugen und Dienstleistungen und verfolgt einen noch wirtschaftlicheren und nachhaltigeren Ansatz. Zudem senkt die Steigerung der Produktivität die CO2-Emissionen. Beispielsweise dient dazu ein CO2-Emissionsrechner. Das Tool berechnet das Einsparpotenzial bei der Bearbeitung durch die Auswahl des Werkzeugs und der einzelnen Parameter.

Hocheffiziente Bearbeitung zum Einsparen von Energie

Nach Angaben von Kyocera ermöglicht vor allem eine hochqualitative Bearbeitung mit neuen Werkzeuglösungen neue Denkansätze. Dadurch können beispielsweise versteckte Bearbeitungsfehler aufgedeckt, ausgemerzt und so Ressourcen eingespart werden. In diesem Zusammenhang liefert die Hochvorschubfräser-Reihe MFH seit Jahren weltweit immense Einsparungen in der Fertigung. Kyocera präsentiert nun auf der AMB ein aktualisiertes Line-Up mit Schnitttiefen von bis zu 2,5 mm. Kurzum bedeutet das eine enorme Produktivitätssteigerung durch die Entwicklung von Werkzeugen mit hohem Mehrwert. Auf der AMB können zudem Werkzeugportfolio-Erweiterungen für Komponenten der nächsten Generation und für umweltfreundliche Industriekomponenten betrachtet werden.

Fünf Schlüsselaspekte und ein Verschleißanalyse-Assistent

„Von einer Welt der Betrachtung nach der Bearbeitung zu einer Welt, in der wir Dinge vor der Bearbeitung sehen können“ – so lautet ein Zitat aus dem Kyocera-Hauptquartier in Kyoto im Hinblick auf die digitale Transformation. Zu realisierende Ziele dieser Transformation sind neben der Senkung der Bearbeitungszeiten auch die Optimierung der Bearbeitungsbedingungen, die Ermittlung von Bearbeitungsproblemen sowie das Ergreifen von Gegenmaßen im Voraus. Um diese Ziele in die Tat umsetzen zu können, bietet die DX-Technologie durch Analysetechnologien ein dynamischeres und nachhaltigeres Werkzeugangebot. Beispielhaft dafür steht der AI-basierte Verschleißanalyse-Assistent. Per Foto-Upload der Wendeschneideplatte wird dabei die Art des Verschleißes ermittelt. Das Tool kommt in erster Instanz in japanischer Sprache und zeitnah auch in weiteren Sprachen auf den Markt.

Leichte Lösungen für Elektrofahrzeuge

Um mit den schweren Batterien der Elekrofahrzeuge eine große Reichweite und damit Attraktivität generieren zu können, ist eine umfassende Gewichtsoptimierung der Strukturbauteile unerlässlich. Kyocera Unimerco bearbeitet seit Jahrzehnten mit speziell dafür entwickelten Werkzeugen für Bearbeitung in Aluminium mit geringstem Siliziumgehalt. So wird nicht nur Wirtschaftlichkeit und Maßgenauigkeit, sondern auch der Forderung nach geringster Gratbildung, insbesondere bei dünnwandigen Strukturen, Rechnung getragen. Kyoceras Standardwerkzeuge kommen hierbei auch als Sonderwerkzeuglösungen mit PKD-Schneiden zum Einsatz, die den hohen und strengen Anforderungen der Automobilindustrie entsprechen.

Mehrere Werkzeuge für das Stator-Gehäuse

Kyocera Unimercos Konzept zur Werkzeugwartung bietet weit mehr als nur das Nachschleifen von Werkzeugen. Bereits in den 1970er Jahren etablierte Kyocera Unimerco seinen ersten Nachschleifservice. Seit mehr als 15 Jahren bietet das Unternehmen diesen mittlerweile unter stetiger Perfektionierung an das aktuelle Niveau an. Mit dem Prädikat ‚re-new‘ versehene Werkzeuge erbringen unter Garantie die gleiche oder sogar eine bessere Leistung als ein neues Werkzeug. Möglich sind damit Einsparungen von bis zu 75% der Bearbeitungskosten. Das retournierte Werkzeug wird dabei nicht nur die gleiche Qualität, sondern auch dieselben Leistungsmerkmale aufweisen. Ab Oktober 2022 wird es dann ebenfalls möglich sein, Hochleistungsbohrkronen jeder Größe des Magicdrill DRAs in der Ausführung GM zu überholen – schnell, einfach und natürlich unter dem Versprechen von re-new.

Ebenfalls in Halle 1-J60: Die Industrieautomatenlösungen von Kyocera, die während der AMB auch eigenhändig ausprobiert werden können.
Praktisch sind die frei kombinierbaren Fächer der Industrieautomaten. Das sorgt für ausreichend Platz auf kleinstem Raum, verspricht Kyocera.

Flexibles Toolmanagement

Eine effiziente Werkzeugverwaltung sorgt nicht nur dafür, dass der Werkzeugbestand rund um die Uhr auf dem aktuellsten Stand ist, sondern auch, dass Engpässe vermieden werden. Die flexiblen und gesicherten Industrieautomatenlösungen sorgen für die Vermeidung unnötiger Lagerbindung. Gleichzeitig wird dadurch jederzeit und überall ein Überblick über den Werkzeugverbrauch auf Mitarbeiterebene geschaffen. So können wiederum die Werkzeugkosten auf Abteilungen, Mitarbeiter, Projekte und Maschinen beschränkt werden. Auch der Personaleinsatz zur Bestandsüberwachung kann damit minimiert oder gänzlich abgeschafft werden. Die jeweilige Industrieautomatenlösung ist dabei so konzipiert, dass das System automatisch nachbestellt, sobald der Mindestbestand erreicht wird. Des Weiteren wird durch geringeren Schwund und weniger veraltete Werkzeuge die Wirtschaftlichkeit im Betrieb erhöht. Ebenso ist das Verwalten von Nachschärfungen und Messwerkzeugen genauso möglich wie das Erstellen von „virtuellen Bausätzen“.

Technologiekonzern mit 298 Tochtergesellschaften

Die Kyocera Corporation mit Hauptsitz in Kyoto ist nach eigenen Angaben einer der weltweit führenden Anbieter feinkeramischer Komponenten für die Technologieindustrie. Strategisch wichtige Geschäftsfelder der aus 298 Tochtergesellschaften (31. März 2022) bestehenden Kyocera-Gruppe bilden Informations- und Kommunikationstechnologie, Produkte zur Steigerung der Lebensqualität sowie umweltverträgliche Produkte. Der Technologiekonzern ist nach eigenen Angaben weltweit einer der erfahrensten Produzenten von smarten Energiesystemen, mit mehr als 45 Jahren Branchenfachwissen. 2021 belegte Kyocera Platz 603 in der Global-2000-Liste des Forbes Magazins, die die größten börsennotierten Unternehmen weltweit beinhaltet.

In Deutschland mit fünf Gesellschaften präsent

Mit etwa 83.000 Mitarbeitern erwirtschaftete Kyocera im Geschäftsjahr 2021/2022. einen Netto-Jahresumsatz von rund 13,42 Mrd. EUR. In Europa vertreibt das Unternehmen u. a. Drucker und digitale Kopiersysteme, Halbleiter-, Feinkeramik-, Automobil- und elektronische Komponenten sowie Druckköpfe und keramische Küchenprodukte. Kyocera ist in Deutschland mit fünf eigenständigen Gesellschaften vertreten: der Kyocera Europe GmbH in Neuss und Esslingen, der Kyocera Fineceramics Precision GmbH in Selb, der Kyocera Fineceramics Solutions GmbH in Mannheim, der Kyocera Automotive and Industrial Solutions GmbH in Dietzenbach sowie der Kyocera Document Solutions GmbH in Meerbusch. Übrigens engagiert sich das Unternehmen auch kulturell: Über die vom Firmengründer ins Leben gerufene und nach ihm benannte Inamori-Stiftung wird der imageträchtige Kyoto-Preis als eine der weltweit höchstdotierten Auszeichnungen für das Lebenswerk hochrangiger Wissenschaftler und Künstler verliehen. Der Preis ist mit umgerechnet ca. 710.000 EUR pro Kategorie dotiert. Mehr über die Werkzeuge von Kyocera erklärt der Hersteller hier.