Speziell zum Fräsen von dünnen oder schmalen Werkstücken hat Schunk Magnos MFPS Parallelpol-Fräsplatten entwickelt. Sie ermöglichen eine deformationsarme Aufspannung und einen schnellen Werkstückwechsel.
Foto: Schunk

Spanntechnik

Parallelpol-Fräsplatten? Diffizile Werkstücke spannen!

Parallelpol-Fräsplatten sollen helfen schmale, dünne oder unförmige Werkstücke zu spannen. Wie? Das erklärt Schunk, der Spezialist für Spanntechnik.

Wenn schmale, dünne oder geometrisch unförmige ferromagnetische Werkstücke für Fräsanwendungen gespannt werden sollen, stoßen Quadratpolplatten mitunter an Grenzen, da zu wenige Pole überdeckt werden und das Magnetfeld nicht ausbalanciert ist.

Feste und bewegliche Polverängerungen

Eine Alternative bieten ab sofort Schunk Magnos MFPS Parallelpol-Fräsplatten mit festen und beweglichen Polverlängerungen. Das konzentrierte Magnetfeld über die gesamte Polbreite gewährleistet bei schmalen Werkstücken hohe seitliche Haltekräfte, eine deformations- und vibrationsarme Spannung und kurze Rüstzeiten. Aufgrund der erhöhten Position der Werkstücke auf einer Ebene über der Magnetspannplatte ist eine 5-Seitenbearbeitung in einer Aufspannung möglich. Das Werkstück wird hierfür einfach aufgelegt und die Elektropermanent-Magnetspannplatte über einen kurzen Stromimpuls aktiviert.

Polverlängerungen passen sich an das Werkstück an

Aufgrund der beweglichen Polverlängerungen müssen die Werkstücke weder umständlich feinjustiert noch anderweitig vorbereitet werden. Stattdessen passen sich die Polverlängerungen individuell an das Werkstück an. Punktuelle Beschädigungen oder Werkstückverspannungen bleiben aus. Anwender profitieren damit von einer maximalen Spanngenauigkeit und Werkstückebenheit. Die flächige Spannung minimiert Vibrationen, schont sowohl die Maschinenspindel als auch die Werkzeugschneiden und senkt auf diese Weise die Werkzeug- und Wartungskosten. Strom wird lediglich zum Aktivieren beziehungsweise Deaktivieren des Magneten benötigt. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, verbrauchen die Parallelpolplatten also keinerlei Energie.

Bereits vor einiger Zeit stellte Schunk seine Magnetspannplatten Magnos vor. Mit den Parallelpol-Fräsplatten kommt nun eine hilfreiche Erweiterung. Video: Schunk.

Patentierte Statusanzeige informiert über die Parallelpol-Fräsplatte

Eine nach Aussage von Schunk patentierte Statusanzeige informiert autark und ebenfalls energieunabhängig über den jeweiligen Aktivierungszustand der Parallelpol-Fräsplatte. So kann beispielsweise in Werkstückspeichern jederzeit der Spannzustand kontrolliert werden. Schunk Magnos MFPS Parallelpolplatten gibt es in zahlreichen standardisierten Baugrößen von 315 mm x 300 mm bis 1.000 mm x 500 mm mit 6 bis 22 Polen und einer Polteilung von 30 mm. Die Haltekraft beträgt 160 N/mm2. Darüber hinaus sind anwendungsspezifische Parallelpolplatten für Palettiersysteme erhältlich. Magnos MFPS Magnetspannplatten eignen sich zum Fräsen und Bohren. Ihre Monoblockbauweise gewährleistet eine hohe Stabilität und Eigensteifigkeit, wodurch Vibrationen zusätzlich minimiert und die Oberflächengüte der Werkstücke deutlich verbessert werden.

cd

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