Mit dem kompakten Handteil lässt sich das Lasergravursystem auch an schwer zugänglichen Stellen verwenden − sogar ohne Schutzbrille.
Foto: Mobil-Mark

Lasertechnik

Lasergravursystem samt Korrosionsschutz

Mobil-Mark beschriftet mit Lasergravursystemen jedes Metall und empfiehlt ein spezielles Schutzgasgemisch. Die Bearbeitung kann um 50 % verkürzt werden.

Lasergravursysteme des Ulmer Herstellers Mobil-Mark bieten die Chance, Lasergravur und Korrosionsschutz in einem Arbeitsschritt zusammenzufassen: Bei der Lasergravur arbeiten die Lasersysteme mit einem speziellen Gasgemisch, das die Sauerstoffeinwirkung während des Beschriftens verhindert. In Langzeit-Sprühnebeltests konnte die Korrosionsbeständigkeit erfolgreich bewiesen werden. Zudem, berichtet Mobil-Mark, verkürzt sich die Bearbeitungszeit pro Werkstück durch diese Art der Markierung durchschnittlich um bis zu 50 %.

Passivierung ist nicht mehr nötig

Zudem experimentierten die Laserspezialisten von Mobil-Mark mit verschiedenen Prozessgasen wie Argon, Neon, Stickstoff oder Wasserstoffgemischen. Die Erkenntnis: Jedes Gas nimmt nicht nur Einfluss auf die Farbe der Beschriftung, sondern wirkt sich ebenso positiv auf die Korrosionsbeständigkeit der bearbeiteten Fläche aus. Mithilfe eines speziellen Gasgemischs ist es Mobil-Mark so schließlich gelungen, Alterungsprozesse zu verhindern und diesen Umstand in Langzeit-Salzsprühnebeltest zu belegen. Eine nachträgliche Passivierung der Oberfläche ist dabei nicht mehr notwendig. Um das spezielle Gasgemisch im Bedarfsfall einleiten zu können, kann der Universallaser durch einfache Eingabe in der Beschriftungssoftware auf Gasgemische umgestellt werden. Ein weiterer Vorteil: Unter Einfluss des Gasgemisches wird der Graviervorgang bis um das Zweifache beschleunigt.

Mobiler Hochliestunglaser

Mit dem mobil-mark-Quasar hat der Laserspezialist zudem einen kompakten und mobilen Hochleistungslaser für die präzise Tiefengravur von großen Werkstücken entwickelt. Größe und Form der zu bearbeitenden Teile spielen beim Einsatz keine Rolle. Das kompakte Handteil des Markiersystems lässt sich auch an schwer zugänglichen Stellen verwenden. Doch neben der Gravur von Metallen ist der Quasar ebenso dazu geeignet, eine viele weitere Materialien zuverlässig und fälschungssicher zu beschriften.

Programme speicherbar, Robotereinsatz möglich

Individuelle Aufsätze sorgen dafür, dass sich der Laser optimal an das jeweilige Werkstück anpasst und somit höchste Arbeitssicherheit garantiert, verspricht Mobil-Mark. Erst wenn alle druck- und berührungsempfindlichen Sensoren ihr ‚Ok’ geben, wird der Markierungsprozess ausgelöst. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist der Mobil-Mark-Quasar nach Laserschutzklasse 1 zertifiziert und kann somit bedenkenlos – ohne zusätzlichen Schutz etwa durch eine Schutzbrille – im Betrieb eingesetzt werden.

Lasergravursystem in Produktionsprozesse implementieren

Dank seiner Flexibilität lässt sich das Quasar Lasergravursystem nicht nur mobil verwenden, sondern auch ohne weiteres in bestehende Produktionsprozesse implementieren – auch eine nachträgliche Integration ist dabei möglich. Der eingebaute Industrierechner speichert alle eingegebenen Beschriftungsprogramme und kommuniziert mit marktgängigen Bus-Systemen. Zudem kann der Quasar dank der offenen Schnittstellenarchitektur an verschiedene ERP-Systeme angebunden werden. Für einen hohen Automatisierungsgrad lässt sich der Quasar auch mit einem Roboter kombinieren.

cd

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