Foto: Walter AG

Präzisionswerkzeuge

Der prozessstabile Universalfräser

Mit den neuen Xilltec-Universalfräsern verspricht die Walter AG prozessstabile Leistung in jeder Situation. Der Werkzeughersteller erklärt die Details.

Universelle Einsetzbarkeit und Prozessstabilität sind bei Zerspanungswerkzeugen die Traumkombination, betonen die Experten der Walter AG und mit den neuen Xilltec-VHM-Universalfräsern der Produktfamilie MC230 Advance bringt der Zerspanungsspezialist jetzt eine Lösung auf den Markt, die für alle gängigen ISO-Materialien und Frässtrategien geeignet ist.

Universalfräser prozessstabil mit optimaler Leistung

Aber: Mit Universalwerkzeugen wollen derzeit viele Hersteller punkten. Universell einsetzbar heißt aber nach Erfahrung der Walter AG nicht selten: nirgends so wirklich optimal, aber für die gegebenen Anforderungen akzeptabel. Demnach hat die Walter bei der Entwicklung der neuen Xilltec-VHM-Fräser nach genau dem gegenteiligen Ansatz gearbeitet: Ziel war es, die bestmögliche Performance in den typischen Einsatzgebieten und Werkstoffen zu erreichen. Die Fräser aus der neuen Walter Produktfamilie Xilltec lassen sich nicht nur bei fast allen ISO-Werkstoffgruppen (P, M, K, N und S) einsetzen, sondern da auch für alle gängigen Fräsoperationen.

Foto: Walter AG Mit der Xilltec-Fräserfamilie können nach Angaben der Walter AG vor allem Zerspaner ihr Werkzeugmanagement deutlich verschlanken. Die neue Fräserfamilie von Walter startet mit 111 verschiedenen Werkzeugvarianten.
Foto: Walter AG Die neuen Frässtrategien hinterlassen eindeutige Spuren: Die Xilltec-Fräser arbeiten prozesssicher bei sämtlichen ISO-Werkstoffgruppen und bei allen gängigen Fräsoperationen, versichern die Experten von Walter.

High-Performance-Geometrie auch für neue Frässtrategien

Seitliches Fräsen, Schräg- und Helix-Eintauchen, Vollnuten (bis 1 x D), Rampen und Plungen sind auf hohem Leistungsniveau möglich. Ihre High-Performance-Geometrie erlaubt auch die Verwendung mit neuen Frässtrategien, wie dynamisches Fräsen. Besonders beim 5-Achs-Schruppen und -Schlichten überzeugen die Xilltec-Fräser durch ihre Leistungsstärke. Durch die große Auswahl an Optionen lassen sich mit der neuen VHM-Fräserfamilie bereits jetzt bis zu 80 % der typischen Fräsanwendungen abdecken. Via Walter GPS, einem Online-Werkzeugauswahlsystem inklusive Schnittdatenempfehlung und Wirtschaftlichkeitsberechnung, lassen sich Optionen einfach auswählen – zum Beispiel mit und ohne Eckenradien, mit Zentrumsschneide, Halsfreischliff, Schutzfase, Zylinder- und Weldon-Schaft.

Erfahrung auf den Fräser gebracht – ungleiche Spiralsteigung

Bei der Entwicklung der Xilltec-VHM-Fräser hat Walter besonders die Anforderungen hoch automatisierter, oft im 3-Schicht-Betrieb laufender Fertigungsprozesse im Blick gehabt: Prozessstabilität ist hier ein für die Gesamt-Performance mindestens ebenso wichtiger Faktor wie die eigentlichen Leistungswerte – und natürlich die Kosten pro Stück. Ausschlaggebend für die Xilltec-Fräser ist die besondere Kombination von Werkzeuggeometrie und Beschichtung. Die Walter-Ingenieure haben dafür ihr langjähriges technisches Know-how gebündelt: Wichtigstes Merkmal der Geometrie ist die ungleiche Spiralsteigung mit 35 und 38°. Die Kräfte, die beim Fräsen auf das Werkzeug einwirken, werden damit deutlich reduziert. Dadurch ergeben sich ein ruhiger, vibrationsarmer Lauf und ein weicher Schnitt. Die hohe Laufruhe reduziert das Risiko von Werkzeugaus- und -abbruch deutlich. Die von Walter selbst entwickelte Hochleistungssorte WK40TF ist besonders verschleißfest. Typische Verschleißformen, die Maßhaltigkeit und Prozessstabilität beeinträchtigen, bleiben so unter Kontrolle.

„Eine Familie, an der sich ab sofort alle anderen messen lassen müssen“

Philipp Binder, Produktmanager bei Walter, erklärt die Philosophie hinter der neuen Produktfamilie: „Natürlich erfindet man mit einem Universal-VHM-Fräser das Fräsen nicht neu. Unser Ehrgeiz war es, nicht noch einen Universalfräser auf den Markt zu bringen, sondern eine Familie, an der sich ab sofort alle anderen messen lassen müssen. Daher auch der Name Xilltec: Xill steht für ‚(Universal) Excellence in Milling‘. Vor allem Zerspaner, die viele Standardwerkstücke bearbeiten, werden mit den Walter-Xilltec-Fräsern ihr Werkzeugmanagement deutlich verschlanken – auch was die Kostenseite angeht.“

Einfach bestellt, einfacher montiert

Um den richtigen Xilltec-Fräser auszuwählen, benötigt man nicht viele Parameter: Im Walter GPS reichen dafür einige wenige Klicks. Sind die Parameter im System hinterlegt, läuft die Werkzeugverwaltung weitgehend automatisiert ab. Die für die Programmierung notwendigen Daten lassen sich direkt in das jeweilige Kundensystem übernehmen, inklusive Empfehlungen für optimale Schnittdaten. Philipp Binder erklärt: „Bei der Entwicklung der neuen Produktfamilie war die digitale Ebene von Anfang an genauso wichtig wie die eigentliche Werkzeugkonstruktion. Heute heißt Prozessstabilität eben auch, dass sich ein Werkzeug einfach in digital gesteuerte Prozesse integrieren lässt – und das nicht nur an der Maschine. Die Walter Xilltec-Fräser leisten genau das. Das macht sie besonders für das Werkzeugmanagement über verschiedene, auch internationale Produktionsstandorte hinweg attraktiv.“

Neues Werkzeug binnen 24 h

Geliefert werden die Xilltec-Fräser innerhalb von 24 Stunden. Für den Verantwortlichen an der Maschine gestaltet sich ein Werkzeugwechsel denkbar unkompliziert. Mit einem weltweiten Netz an regionalen Recon-Centern bietet Walter zudem einen globalen Nachschleifservice an. Damit kann der Anwender die Xilltec-Fräser nicht nur bis zuletzt ohne Qualitätseinbußen an seinem Werkstück einsetzen, er leistet auch einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit. Er erhält aufbereitetes Werkzeug, das er immer wieder mit der Performance eines Neu-Werkzeuges verwenden kann. Bis zu einer dreimaligen Aufbereitung je Fräser wird dies von Walter im Regelfall garantiert.