Das Exoskelett Mate von Comau entlastet Arbeiter und verbessert die Arbeitsqualität durch kontinuierliche Bewegungsunterstützung auf effiziente und ergonomische Weise.
Foto: Comau

Automatisierungstechnik

Tragbares Exoskelett entlastet Arbeiter

Leicht und atmungsaktiv: Comau präsentiert sein erstes tragbares Exoskelett "Mate". Die innovative, passive Federstruktur unterstützt effektiv - auch ohne Motor.

  • Mate wurde entwickelt, um die Arbeitsqualität durch eine kontinuierliche und fortschrittliche Bewegungsunterstützung sowohl bei repetitiven als auch täglichen Aufgaben auf effiziente und höchst ergonomische Weise zu verbessern.

  • Das Mate Fit for Workers-Exoskelett nutzt eine fortschrittliche passive Federstruktur.

  • Es bietet eine trageleichte, atmungsaktive und höchst effektive Haltungsunterstützung, ohne dabei Batterien, Motoren oder andere störanfällige Vorrichtungen zu benötigen.

Wie eine zweite Haut

Dank der Partnerschaft zwischen Comau, ÖSSUR, einem führenden Unternehmen im Bereich der nicht-invasiven Orthopädie, und IUVO, einem auf Wearable-Technologien spezialisierten Spin-off-Unternehmen des BioRoboics Institute (Scuola Superiore Sant’Anna), verfügt es zudem über ein kompaktes und ergonomisches Design. Mate kann jede Bewegung der Schulter vollständig nachbilden und ist dem Körper dabei wie eine „zweite Haut“ angepasst.

Effektive Bewegungsunterstützung - ganz ohne Strom

Tobias Daniel, Vice President Robotics and Automation Products Global Sales & Marketing, meint dazu: „Wir sind extrem stolz darauf, diese innovative tragbare Technologie entwickelt zu haben. Mate wurde in enger Zusammenarbeit mit Fabrikarbeitern entwickelt und ist daher eine direkte Antwort auf deren spezielle Bedürfnisse. Mit unserem Exoskelett können sie dieselben Aufgaben erledigen, aber mit weit weniger Kraftaufwand. Für Comau ist dies zudem eine außergewöhnliche Gelegenheit, einen globalen Markt zu erreichen, der laut IFR von 2015 bis 2017 um mehr als 60 % gewachsen ist und bis 2020 um schätzungsweise 25 % pro Jahr weiter anwachsen wird. Wir glauben, dass rund ein Drittel der Exoskelett-Anwendungen im Industriesektor stattfinden werden.“

Der Mensch als Hauptakteur in der intelligenten Fabrik

Mate ist ein wichtiger Bestandteil der HUMANufacturing Technology-Strategie von Comau, einem Konzept, bei dem Menschen die Hauptakteure in der intelligenten Fabrik zusammen mit hochmodernen, digitalen Werkzeugen, Basistechnologien und „intelligenter“ Industrierobotik im Rahmen eines vernetzten Produktionssystems sind, und spiegelt damit die Vision und das Engagement des Unternehmens für innovative, offene und anwenderfreundliche Technologien wider.
Es ist auch das erste aus einer Reihe von tragbaren Robotik-Konzepten, das Comau in Partnerschaft mit IUVO und Össur entwickelt und vertreibt. Ein wesentlicher Aspekt der Kooperation ist der gemeinsame Wunsch, die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine in unterschiedlichen Sektoren voranzubringen und weiterzuentwickeln, einschließlich Biomedizin, Produktion und im Verbraucherbereich. Mate wurde im Comau HUMANufacturing Innovation Center in Pontedera (Pisa, Italien) konzipiert und entwickelt.

Die Produktmerkmale im Überblick

  • Entwickelt in enger Zusammenarbeit mit Fabrikarbeitern, die manuelle Tätigkeiten ausüben

  • Natürlich komfortable, atmungsaktive Haltungsstruktur

  • Kompakte Struktur, die den Bewegungen der oberen Extremitäten vollständig und ohne Widerstand oder Fehlausrichtung folgt

  • Passiver Federmechanismus – kein Risiko eines Batterie- oder Motordefekts, weil das System darauf verzichtet

Vorteile

  • Bis zu 50 % geringere Beanspruchung bei Teilen der Schultermuskulatur

  • Benutzer können einige Arbeiten ermüdungsfreier erledigen

  • Gleichmäßige, ergonomische Bewegungsunterstützung steigert die Qualität und Präzision repetitiver Tätigkeiten

  • Verbessert die Arbeitsqualität des Benutzers

ep

Industrie 4.0

Innovative Lösungen für den Elektrofahrzeugmarkt?

AVL und Comau arbeiten in den Bereichen Simulation, Design, Montage und Prüfung von Antriebsstrangsystemen und deren Komponenten zusammen.

Robotertechnik

Kollaborierende Roboter von UR werden zehn Jahre alt

Wie der kollaborierende Roboter ein weltweites Umdenken in der industriellen Automatisierung auslöste.

Zahlen

Warum „Sehende Maschinen“ ein Treiber von I4.0 sind

Die Bildverarbeitungsindustrie verzeichnet seit Jahren stetes Wachstum. Auch auf seiner neuen Plattform zeigt der VDMA die wichtige Rolle der Branche.

Steuerungen + Software

Wo Bediener µm-genaue Zerspanung lernen

Das Kern Training Center (KTC) ist offizieller Schulungspartner von Heidenhain. So lernen Anwender die µm-genaue Zerspanung mit Hilfe der CNC-Steuerung.