Die Live-Inspect-Auswertung einer Werkzeugmaschine: Damit sind zusätzlich Werkzeugdaten, Standzeiten, Timelife und Sensorik frei konfigurierbar.
Foto: MCU

Messtechnik

Durchschauen Sie Ihre Werkzeugmaschine!

MCU wird zur AMB 2018 mit Live-Inspect ein System vorstellen, das herstellerunabhängig in Echtzeit analysiert und flexibel konfigurierbar ist.

Condition-Monitoring-Systeme werden als eigenständige Überwachungssysteme definiert, mit denen Anlagen während des Betriebs überwacht werden. Predictive Maintenance nutzt ebenfalls Mess- und Produktionsdaten von Maschinen. Allerdings für Wartungsinformationen. Das heißt, man beabsichtigt die Maschinen proaktiv zu warten und damit Störungszeiten zu minimieren. Durch die frühzeitig eingeleiteten Wartungsmaßnahmen lässt sich das tatsächliche Eintreten der Störung verhindern.

Vorausschaunede Wartung

Diese Predictive Maintenance-Lösungen werden mittlerweile sowohl von Steuerungs- wie von Werkzeugmaschinenherstellern, deren Zulieferer sowie externen Unternehmen angeboten. Während die Anwender darin das Ziel verfolgen, die Wertschöpfung bzw. Produktionsleistung, Qualität und Verfügbarkeit zu erhöhen, sehen Maschinenhersteller damit meist die Möglichkeit einer Weiterentwicklung der Maschine. Die vorausschauende Wartung ist für sie aber auch gleichzeitig eine ideale Maßnahme, die Service- und Instandhaltungskosten vor allem innerhalb der Gewährleistung zu senken. Wegen dieser unterschiedlichen Ansätze erscheint es deshalb sinnvoll, darauf zu achten, dass diese Systeme flexibel einsetzbar sind und man so auf Daten in der Maschine, ob in der PLC oder auf Achsdaten, zugreifen kann.

Konsequente Ergänzung

Mit Live-Inspect hat MCU deshalb ein Überwachungssystem mit einem speziellen Editor entwickelt, mit dem zusätzlich Werkzeugdaten, Standzeiten, Timelife und Sensorik frei konfigurierbar sind. Das heißt, es lassen sich alle relevanten Daten wie Achsen-Drehmoment, Krafteinwirkung, Abfragen von NC-Programmen und PLC-Variable der Steuerung auslesen. Außerdem wurden von MCU Methoden entwickelt, mit denen Maschinenreaktionen (z.B. Stopp der Maschine bei Grenzüberschreitung) autonom ausgeführt werden. Live-Inspect als universelles Überwachungssystem arbeitet so herstellerunabhängig und in Echtzeit, denn es ist auf den Steuerungen von Siemens 840Dsl und Fanuc (BoschRexroth wird folgen) sowie allen gängigen Bearbeitungszentren einsetzbar. So wird es für Anwender möglich, einen Maschinenpark mit Anlagen von verschiedenen Produzenten, unabhängig von der Applikation mit einem einzigen Gerät zu warten.

Cloud als Zentrale ist problematisch

Nun scheint das Thema Cloud in diesem Zusammenhang für zahlreiche Werkzeugmaschinenhersteller derzeit eine zentrale Frage zu sein, weil man damit über Daten verfügt, die mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen verknüpft werden können. Das Problem für die Praxis dabei, das Sammeln von Daten ist zwar einfach, wesentlich schwerer gestaltet sich da die Situation, vernünftig Daten zu sammeln. Diese dann für die künftige Nutzung zu definieren, wird zu einer echten Herausforderung. Deshalb wird aktuell diskutiert, wie mit den Daten aus Sensoren und Feldgeräten umgegangen werden wird.

Interessante Werte erkennen

Dienstleister und Betreiber von Cloud-Rechenzentren plädieren für eine ungefilterte Übertragung aller Daten in die Cloud. Wirklich sinnvoll aber ist, nur Daten zu übertragen, die für eine Entscheidungsfindung benötigt werden. Deshalb hat MCU ergänzend zu Live-Inspect mit LiDA eine intelligente Software-Lösung bzw. ein Analysetool entwickelt, das eigenständig die interessanten Werte der Werkzeugmaschine selektiv in geeigneten Zeitintervallen erfasst. LiDA ist außerdem in der Lage, Daten von mehreren Maschinen zu analysieren und auch zu vergleichen. Dadurch kann eine einfache Analyse des gesamten Maschinenparks realisiert werden. Intelligent deshalb weil damit definiert werden kann, welche Werte gelesen werden müssen, denn es gibt Daten, die für Langzeitstatistiken wichtig sind. Wie oft kommt es beispielsweise zu einer bestimmten Störung? Kam diese Störung immer mit dem gleichen Werkzeug und lassen sich daraus Optimierungen ableiten? Mit Live-Inspect stellt MCU so künftig ein Überwachungssystem zur Verfügung, das mit anwenderorientierten Daten sowie dem universellen Einsatz dem Anwender ein unabhängiges System bietet, das die Wartung, Verfahrensanalyse und Prozessoptimierung von Maschinen einfacher, schneller und günstiger gestaltet.

Prozessüberwachung von Werkzuegmaschinen

MCU wurde 2005 gegründet und konzentriert sich seit Beginn auf die Entwicklung von Prozessüberwachung für Werkzeugmaschinen. Mit Toolinspect beispielsweise greift MCU Daten aus der Maschine und Steuerung ab, um Prozesse zu beobachten und daraus ableitend vorbeugende Maßnahmen zu treffen bzw. Prozesse zu optimieren. Mittlerweile arbeitet man sehr eng mit allen namhaften CNC-Steuerungsherstellern zusammen. MCU ist von Siemens zertifiziert und Sinumerik Solution Partner. Gemeinsam mit Fanuc wurde zudem eine Möglichkeit entwickelt, die Integration von Toolinspect zu verbessern. Inzwischen zählen über 30 namhafte Werkzeugmaschinenhersteller und über 3.000 Toolinspect-Anwender in 23 Ländern aus der Automobilindustrie, der Armaturenfertigung sowie Komponentenfertiger in der Luft- und Raumfahrt zum Kundenkreis von MCU.

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