Die technische Sauberkeit funktionsrelevanter Bauteile ist ein wesentliches Qualitätskriterium in vielen Branchen.
Foto: Zeiss

Filtertechnik

Digitaler Arbeitsprozess erhöht technische Sauberkeit

Zeiss Reporting integriert prozessrelevante Daten des Extraktions- und Filtrationsprozesses von Hydac Geräten und erhöht so die technische Sauberkeit.

Die technische Sauberkeit funktionsrelevanter Bauteile ist ein wesentliches Qualitätskriterium in vielen Branchen. Durch die Kooperation von Zeiss und Hydac können Kunden in der Automobilbranche, der Medizintechnik oder Optik mögliche Verschmutzungsquellen bald noch schneller aufdecken. Denn zukünftig werden die Maschinendaten der Hydac Geräte für die Überwachung des Waschprozesses der Bauteile in das Zeiss Reporting der mikroskopischen Untersuchung der Analysefilter übernommen.

"Technische Sauberkeit ist Pflicht"

„Die technische Sauberkeit ist heute keine Kür mehr, sie ist Pflicht“, betont Werner Renz, der bei Zeiss für die technische Sauberkeit verantwortlich. Damit Kunden diese zukünftig noch effizienter sicherstellen können, arbeitet Zeiss seit Oktober 2019 eng mit dem Geschäftsbereich Anwendungsentwicklung Fluidcare der Hydac zusammen. Ziel ist es, die Hard- und Software der einzelnen Produkte so aufeinander abzustimmen, dass alle für den Kunden notwendigen Daten des Arbeitsprozesses zukünftig sicher an einem Ort bereitgestellt werden. Mit dem nächsten Release der Zeiss Technical Cleanliness Analysis Software werden in das Protokoll der mikroskopischen Analyse der Extraktionsfilter automatisch die für den Prozess relevanten Parameter aus den Hydac Geräten aufgenommen. Für Renz stehe außer Frage, dass dies die Produktivität und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Kunden deutlich erhöhe.

Verschmutzungsquellen auf der Spur

Bei einem Großteil der Komponenten kann der Nachweis der Partikel bauartbedingt jedoch nicht nur auf der Oberfläche erfolgen. Sie werden deshalb vom kompletten Bauteil extrahiert. Hydac bietet verschiedene Geräte, mit denen sich die Partikel von den Bauteilen abreinigen und auffangen lassen. Um die Partikelkontaminiation zu quantifizieren bzw. um die Elementeigenschaften zu bestimmen, werden die Filter aus den Reinigungsgeräten mit einem Licht- und einem Elektronenmikroskop untersucht. Zeiss hat verschiedene maßgeschneiderte Lösungen im Portfolio. Dank dieser können Anwender nicht nur bewerten, wie sauber die Teile sind. Sie sind auch in der Lage, mögliche Verschmutzungsquellen zu identifizieren und damit auch zu beseitigen.

Eine zukunftweisende Kooperation

„Hydac ist der vielleicht renommierteste Anbieter von Extraktions- und Bauteilanalyse-Lösungen, daher freut es uns sehr, dass wir jetzt gemeinsam und als erste in der Branche für unsere Kunden den gesamten Workflow im Bereich technische Sauberkeit ins Visier nehmen“, so Renz. Vorgestellt wurde die Zusammenarbeit zwischen Hydac und Zeiss erstmals auf der internationalen Leitmesse für industrielle Teile- und Oberflächenreinigung, der Parts-2-clean. Die Reaktionen waren laut Renz durchweg positiv. Durch die Zusammenarbeit stärken und ergänzen beide Partner gezielt ihr Produktportfolio im Umfeld der technischen Sauberkeit. „Ein Bereich, der weltweit weiter an Bedeutung gewinnen wird“, so Hubert Lorig, Key Account Manager Automotive der Hydac International GmbH.

ak