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Mit der i³-Technologie lassen sich bei Liflex Doppelspindlern beide Spindeln unabhängig und ohne Reduzierung der Spindelsteifigkeiten in allen drei Achsen korrigieren.
Foto: Licon
Mit der i³-Technologie lassen sich bei Liflex Doppelspindlern beide Spindeln unabhängig und ohne Reduzierung der Spindelsteifigkeiten in allen drei Achsen korrigieren.

Werkzeugmaschinen

Zerspanungs- und Automationslösungen für morgen

Während der Pandemie hat sich die Welt der Technologie weiter gedreht. Licon zeigt auf der AMB seine Lösungen für die Kundenanforderungen von morgen, 

Während der Pandemie hat sich die Welt der Technologie weitergedreht. So auch beim Maschinenhersteller Licon aus Laupheim bei Ulm. Nach zwei Jahren der coronabedingten Messeabstinenz präsentiert das Unternehmen 2022 nun wieder seine Neuentwicklungen im Bereich Werkzeugmaschinen und Automation auf der AMB in Stuttgart. Im Zentrum der Forschungs- und Entwicklungsarbeit von Licon stehen dabei immer die Anforderungen der Kunden. Einen Vorgeschmack auf die Innovationen der Licon Ingenieure gibt es bereits hier.

Massenfertigung kubisch kleinerer Bauteile

Die Liflex IV 244 ist für die Massenfertigung kubisch kleinerer Bauteile ausgelegt, um platz- und zeitsparend eine möglichst hohe Ausbringungsmenge zu erzielen. Die Maschinenkonfiguration basiert auf dem bewährten Liflex-Baukastenprinzip, welches eine modulare Zusammenstellung einzelner Maschinenkomponenten erlaubt. Die vier Motorspindeln der Liflex IV 244 sind im Blocksatz verbaut. Das ausgereifte Design schafft im Zerspanprozess für alle vier Spindeln die identischen Voraussetzungen hinsichtlich der Steifigkeit. Das sorgt für eine Reduzierung der Taktzeit sowie eine gleichbleibend hohe Bearbeitungsqualität im Dauerbetrieb.

Einspindlig auch im XXL-Format

Der Trend zum Leichtbau bei der Herstellung von Karosserien für moderne Automobile hält unverändert an. Um den Montageaufwand zu reduzieren, werden hierbei zunehmend größere Einzelbauteile – vorwiegend aus Aluminiumdruckguss – eingesetzt. Die mechanische Bearbeitung dieser komplexen Strukturbauteile erfolgt auf großen, meist fünfachsigen Bearbeitungszentren.  Der bestehende Liflex Modulbaukasten ermöglicht eine passgenaue Konfiguration solch großer Giga-Bearbeitungszentren sowohl einspindlig als auch doppelspindlig. Um auch großkubische Bauteile komplett in einer Aufspannung bearbeiten zu können, müssen die Bauteile nahezu beliebig im Arbeitsraum positioniert werden können. Die Liflex Gigaline bietet Maschinen mit entsprechend großem Durchmesser für die Rotation der Spannvorrichtungen in den beiden Rotationsachsen A und B.

40 % weniger Stromverbrauch

Je größer die Verfahrwege im Arbeitsraum einer Maschine sind, desto eher kommen in der Regel Linearmotoren zum Einsatz. Diese bieten zwar einen erheblichen Vorteil hinsichtlich der Antriebsgeschwindigkeit, allerdings weisen sie auch einen signifikant höheren Stromverbrauch im Vergleich zu Kugelgewindeantrieben auf. Bei aktuell steigenden Energiepreisen spiegelt sich das deutlich in den Betriebskosten wider. Mit den letzten Erweiterungen im doppelspindligen Bereich bei Spindelabständen von 1.080 mm, 1.200 mm und 1.500 mm wurden Innovationen auf Basis von Kugelgewindeantrieben vorgenommen. Diese Neuerungen machen bei weniger als nur drei Prozent Ausbringungsverlust Stromeinsparungen von mehr als 40 % möglich. Eine weitere Möglichkeit, Energiekosten einzusparen, bietet Licon mit der Minimalmengenschmierung (MMS). Auf Kundenwunsch kann diese an Stelle eines herkömmlichen KSS-Systems verbaut werden. So kann auf die üblichen KSS-Pumpen mit in der Regel hohem Stromverbrauch verzichtet werden.

Vierspindler Liflex IV 244: Ausgereiftes Design für kurze Taktzeiten und  eine gleichbleibend hohe Bearbeitungsqualität im Dauerbetrieb. 
Licon Automation: Ganzheitliche Fertigungslösungen aus einer Hand. 
Winfried Benz, Geschäftsführer Licon: „Mit unseren Entwicklungen möchten wir unseren Kunden stetig neue Lösungen für die Herausforderungen des modernen Maschinenbaus liefern.“

Applikationsspezifische Greifertechnik

Der ökonomische Zwang zur Reduzierung der Personalkosten in der Serienfertigung und damit die Notwendigkeit zum vermehrten Einsatz von automatisierten Fertigungslösungen nimmt stetig zu. Ein elementarer Bestandteil vieler Automationslösungen ist der Einsatz eines sechsachsigen flexiblen Roboters. Auf Basis der von Licon entwickelten applikationsspezifischen Greifertechnik lassen sich hiermit Werkstücke vollautomatisiert transportieren. Für maximale Präzision werden Licon Greifer exakt an die jeweiligen Spannvorrichtungen, die ebenfalls eigens entwickelt und gefertigt werden, angepasst.

Kapazitätsvorteile mit Stapelzelle

Insbesondere bei kubisch kleineren Bauteilen können durch die Bevorratung einer höheren Anzahl an Rohteilen und durch die Pufferung von Fertigteilen direkt an der Anlage enorme Kapazitätsvorteile erzielt werden. Genau dies ermöglicht die Licon Stapelzelle. Mit ihr lässt sich ein mannloser Produktionsbetrieb von mehreren Stunden realisieren. So sorgt sie neben anderen Automationslösungen von Licon zu einer weiteren Erhöhung des Autonomieanteils an der gesamten Produktionszeit.

„Wir freuen uns darauf, unsere Neuentwicklungen einem großen internationalen Publikum auf der AMB Stuttgart präsentieren zu dürfen“, so Licon Geschäftsführer Winfried Benz. „Mit unseren Entwicklungen möchten wir unseren Kunden stetig neue Lösungen für die Herausforderungen des modernen Maschinenbaus liefern.“ Neben den obigen Neuheiten wird Licon seine bewährte i³-Technologie für unabhängige Spindeln bei Liflex Doppelspindlern sowie digitale Lösungen im Bereich vorbeugender Instandhaltung präsentieren.

ak