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Unternehmen

Zeiss übernimmt GOM

Kunden sollen künftig vom gemeinsamen Portfolio im Bereich Industrial Quality & Research profitieren. Was sich Zeiss von dem Kauf verspricht.

Zeiss erweitert mit dem Erwerb von GOM, einem führenden Anbieter von Hard- und Software für die automatisierte 3D-Koordinatenmesstechnik, das Portfolio für industrielle Messtechnik und Qualitätssicherung seiner Sparte Industrial Quality & Research. Sowohl Zeiss als auch GOM verzeichneten in den vergangenen Jahren nach Angaben von Zeiss ein starkes Wachstum und haben sich erfolgreich am Markt behauptet. Ziel ist, diese führende technologische Position – insbesondere im Bereich optischer Digitalisierungssysteme – gemeinsam weiter auszubauen. Dabei soll die Kombination bestehender Produkte und Lösungen sowie künftige gemeinsame Neuentwicklungen die Grundlage für die Gestaltung und Erschließung neuer Märkte sein.

Führende Position ausbauen

„Unsere Wachstumsstrategie beinhaltet explizit, gezielt hochinnovative Lösungen, Technologien und Firmen zu erwerben, die ihr Potenzial in der Zeiss Gruppe voll entfalten können“, sagte Dr. Michael Kaschke, Vorstandsvorsitzender von Zeiss. „Mit dem Erwerb von GOM und dem damit erweiterten Lösungsangebot stärken wir die führende Position unserer Sparte Industrial Quality & Research und bieten damit noch bessere Lösungen für unsere Kunden. Dies steht im vollen Einklang mit unserer auf den Erfolg unserer Kunden ausgerichteten Unternehmensstrategie.“

Neue Marktzugänge

Die Verbindung des Produktportfolios von Zeiss mit der optischen 3D-Messtechnik von GOM hat das Potenzial, neue Chancen und Marktzugänge im Bereich Industrial Quality & Research zu öffnen. Die Lösungen von GOM sind führend in der Oberflächendigitalisierung und verstärken Zeiss in diesem Bereich. Dr. Jochen Peter, Mitglied des Zeiss Vorstands und Leiter der Sparte Industrial Quality & Research, erklärte dazu: „Mit dieser Akquisition unterstreichen wir unseren Anspruch auf eine führende Position im Bereich Oberflächenmessung und -digitalisierung. Von den Stärken von GOM und Zeiss im Bereich Soft- und Hardware werden Kunden und Anwender in beiden Bereichen profitieren.“

„Als Teil der Zeiss Gruppe ergeben sich für GOM neue Perspektiven für die Zukunft, die sich auch positiv auf den Standort Braunschweig und auf unsere Geschäftspartner auswirken werden. Mit dem gemeinsamen Prozess- und Lösungswissen von Zeiss und GOM können wir neue Kundensegmente und -applikationen erschließen“, sagte Dr. Detlef Winter, Geschäftsführer von GOM.

Die GOM GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Software, Maschinen und Anlagen für die industrielle und automatisierte 3D-Koordinatenmesstechnik und 3D-Testing. Das 1990 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Braunschweig hat weltweit rund 600 Mitarbeiter. Zu den Kunden gehören internationale Unternehmen aus der Automobil-, Luft- und Raumfahrt sowie der Konsumgüterindustrie als auch Forschungseinrichtungen und Universitäten. Im Geschäftsjahr 2017/18 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 150 Millionen Euro.

Gesellschaftsform bleibt erhalten

Nach Abschluss der Transaktion wird GOM Teil der Zeiss Sparte Industrial Quality & Research (Umsatz 2017/18: 1,549 Milliarden Euro). Die Gesellschaftsform der GOM-Gesellschaften im In- und Ausland soll erhalten bleiben. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den weltweiten Vertriebspartnern soll weitergeführt werden. Die Transaktion soll vorbehaltlich der Zustimmung der Behörden im ersten Halbjahr 2019 abgeschlossen werden. Über die finanziellen Details haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

gm

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