Die zyklengesteuerte E70 HD von Weiler in modularer Bauweise lässt sich leicht an diverse Anforderungen der Fertigung anpassen: Fünf verschiedene Spitzenweiten, drei Spindelbohrungs- größen und ein umfangreicher Ausstattungskatalog stehen zur Verfügu
Foto: Weiler / Kunzmann

Drehmaschinen

Wo Sie über ein Dutzend Dreh- und Fräsmaschinen sehen?

Auf der AMB bei Weiler und Kunzmann. Das Motto für die umfangreiche Leistungsschau lautet in diesem Jahr „Innovation in Industrie & Ausbildung“.

Eine doppelte Neuheit präsentiert Weiler mit der komplett überarbeiteten Präzisions-Drehmaschine E70 HD. Sie wird mit dem neuen Condition-Monitoring-System des Maschinenbauers gezeigt, mit dem Drehmaschinen beliebigen Fabrikats auch an unterschiedlichen Standorten überwacht werden können.

Live unter Span: das neue BA 1100

Bei Kunzmann liegt der Fokus auf dem neuen BA 1100. Das vollautomatisierbare Vertikal-Bearbeitungszentrum für die Fertigung kleiner bis mittlerer Losgrößen zeichnet sich laut Hersteller durch große Verfahrwege – in der Y-Achse bis 750 mm –, seine Vielseitigkeit und hohe Präzision aus und wird auf der Messe live unter Span präsentiert. Den Schwerpunkt der umfangreichen Maschinenschau von Weiler bilden konventionelle Präzisions-Drehmaschinen. Sie sind durch die Modelle Praktikant, Primus, Commodor, DA und Condor VCplus mit Weiler Touchscreen-Steuerung vertreten. Aufgrund ihrer Flexibilität und der einfachen Bedienung kommen die Maschinen sowohl in der Ausbildung als auch in der industriellen Einzelteil- und Kleinserienfertigung sowie im Werkzeugbau zum Einsatz. Für alle Baureihen sind zahlreiche Ausstattungsoptionen verfügbar.

Konventionelle Bearbeitung ergänzt

Darüber hinaus zeigt Weiler die servokonventionelle Präzisions-Drehmaschine C30 und mehrere Modelle mit Zyklensteuerung, die die Vorteile der konventionellen Bearbeitung um die Möglichkeiten des CNC-Drehens ergänzen. Live ist am Stand ferner die Montagebohrmaschine VOM 50 mit ihren sieben Achsen zu sehen. Kunzmann gibt mit vier Maschinen einen Überblick über sein umfangreiches Angebot an Universal-Fräs- und Bohrmaschinen. Aus dem Produktsegment der manuell gesteuerten Modelle stellt das Unternehmen die WF 410 M vor. Die Reihe der sowohl manuell als auch CNC-bedienbaren Maschinen wird durch die WF 610 MC mit Touchscreen vertreten.Dazu kommt als 5-Achs-Modell die WF 650-5AX, ebenfalls mit Touchscreen, auf der live mehrseitig zerspant wird.

Deutsche Meisterschaft der Polymechaniker

Präzisions-Maschinen der zwei Partner sind auch an weiteren Ständen im Einsatz: Auf der Galerie von Halle 6 wird an zwei Praktikant VCD von Weiler und an drei WF 410 M von Kunzmann die deutsche Meisterschaft der Polymechaniker ausgetragen. Sie ist Teil des Berufswettbewerbs „WorldSkills Germany“, den die beiden Unternehmen zum wiederholten Mal unterstützen. Außerdem präsentiert der Anwender Ecoroll AG eine E30, beim Vertriebspartner Nagel sind eine Praktikant VCplus und eine E40 zu sehen und bei der VDW Nachwuchsstiftung finden sich das CNC-Drehzentrum DZ40 AGY und eine Praktikant VCplus mit Touchscreen-Bedienung. Aufgrund ihrer Modulbauweise lässt sich die neue zyklengesteuerte E70 HD von Weiler spielend leicht an unterschiedliche Anforderungen in der Fertigung anpassen.

Optimierte Antriebseinheit bis 30 kW

Fünf verschiedene Spitzenweiten zwischen 1.000 und 6.000 mm, drei Spindelbohrungsgrößen und ein umfangreicher Ausstattungskatalog stehen zu diesem Zweck zur Verfügung. Bei Drehzahlen von 1 bis 1.800 min-1 liefert die optimierte Antriebseinheit bis zu 30 kW. Das stabile Maschinenbett der E70 HD, großzügig dimensionierte Lager und ein von Weiler entwickeltes und produziertes Spindelgetriebe mit automatischer Schaltung sorgen selbst bei schweren Werkstücken für eine hohe Laufruhe. Der Umlaufdurchmesser über Bett liegt bei 720 mm. Mit der Weiler SL2 Steuerung mit übersichtlichem 15-Zoll-Bildschirm und nutzerfreundlicher Bedienoberfläche kann der Bediener manuell drehen oder Arbeitsabläufe aus der großen Auswahl an Abspan- und Gewindezyklen wählen. Diese lassen sich leicht und ohne Programmierkenntnisse an das Werkstück anpassen. So ermöglicht die E70 HD die wirtschaftliche Herstellung komplexer Teile und erleichtert gleichzeitig den Einstieg in die CNC-gesteuerte Fertigung.

Flexibilität bei der Bearbeitung kleiner Werkstücke

Aus der gleichen Baureihe ist die E50 HD am Stand vertreten: Mit ihrer Spitzenweite von wahlweise 1.000 oder 2.000 mm und einem Umlaufdurchmesser über Bett von 570 mm bietet sie die gleiche Flexibilität bei der Bearbeitung kleinerer Werkstücke. Live auf der AMB zu sehen ist zudem ein neues Condition-Monitoring-System von Weiler, das der Maschinenbauer an der E70 HD vorführt. Es ist unabhängig vom Typ und Fabrikat auf allen Drehmaschinen einsetzbar und kann beliebig viele Maschinen an unterschiedlichen Standorten überwachen. Dabei lassen sich sämtliche Werte auch von unterwegs via Smartphone oder Tablet über eine browserbasierte Anwendung abrufen.

Die Anwendung ermittelt in Echtzeit bis zu 27 verschiedene Prozess-, Maschinen- und Fertigungssignale, dokumentiert und analysiert die Daten und erstellt Meldungen, wenn die Werte einen vorgegebenen Rahmen verlassen. Diese können beispielsweise per Mail an einen vordefinierten Empfängerkreis versendet werden. So lassen sich durch Verschleiß oder Werkzeugkollisionen bedingte Ausfälle rasch erkennen und in vielen Fällen sogar durch vorausschauende Serviceeingriffe verhindern.

Hohe Stabilität

Ebenfalls neu ist das Vertikal-Bearbeitungszentrum BA 1100 von Kunzmann, das die modulare BA-Baureihe nach unten ergänzt. Wie alle Modelle der Serie zeichnet es sich durch hohe Stabilität und Präzision aus – unter anderem aufgrund seiner FEM-optimierten Gusskonstruktion, seines pneumatischen Gewichtsausgleichs in der Z-Achse und der großzügig bemessenen Kugelrollspindeln und breiten Führungsabstände. Größtes Alleinstellungsmerkmal ist das innovative Raumkonzept: Auf vergleichsweise kleiner Stellfläche bietet das BA 1100 viel Platz für die Werkstückbearbeitung. In der Y-Achse beträgt der Verfahrweg 750 mm – das ist laut Hersteller der größte Spielraum aller momentan am Markt erhältlichen Bearbeitungszentren der 1000er Klasse. Die namensgebende X-Achse weist einen Verfahrweg von 1.100 mm auf, die Z-Achse je nach Ausführung 650 oder 900 mm. Somit lassen sich selbst größere kubische Bauteile problemlos bearbeiten.

cd

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