In Rundtaktmaschinen werden die Bauteile an mehreren Stationen gleichzeitig bearbeitet.
Foto: Rüdiger Kroh

Werkzeugmaschinen

Wirtschaftliches Fertigen im Takt

Bei Pfiffner dreht sich alles um Rundtaktmaschinen für die wirtschaftliche Fertigung großer Serien. Ein Highlight ist das Rundtaktcenter RT 100-12 CNC mit zwölf Stationen.

Takt für Takt zum fertigen Bauteil: Bei großen Stückzahlen im hohen sechsstelligen Bereich sind Rundtaktmaschinen meist erste Wahl und die wohl wirtschaftlichste Lösung. Unter dem Dach von FFG befinden sich mit Pfiffner, Witzig & Frank und Imas gleich drei Anbieter dieser Maschinenkategorie. „Sie gehören zur Business Unit Multispindel und decken ein breites Anwendungsspektrum ab“, erklärt Joachim Jäckl, Leiter Marketing der FFG Werke GmbH. Die Abgrenzung erfolgt bei der Bauteilgröße. Dort wo Pfiffner aufhört, fängt Witzig & Frank an, während Imas den Schwer-punkt auf noch größeren Bauteilen, vornehmlich aus Aluminium, hat.

30 Jahre Pfiffner am Standort Zimmmern

Mit einer großen Hausausstellung feierte kürzlich der deutsche Standort von Pfiffner in Zimmern sein 30-jähriges Bestehen. Der Schweizer Hersteller schuf im Jahr 1989 mit der Gründung der deutschen Gesellschaft die Basis für weiteres Wachstum. In Zimmern werden die Maschinen für den deutschen Markt kundenspezifisch angepasst und auf die Werkstücke eingefahren. Aus den anfangs 20 Mitarbeitern sind inzwischen 80 geworden, darunter zwölf Auszubildende. In dieser Zeit hat sich auch das Einsatzfeld von Rundtaktmaschinen geändert. „Waren Rundtaktmaschinen früher nur für einfache Bauteile mit Genauigkeitsanforderungen bis 1/100 mm im Millionen-Stückzahlbereich geeignet, so sind sie heute präziser und eignen sich auch für hochwertige Teile“, erklärt Frank Hobi, Technology Sales Manager Multispindle bei FFG Europe & Americas.

Ersatz für mehrere Dreh-Fräszentren

Rundtaktmaschinen werden für die Bearbeitung ab Stange, Coil oder mit automatischer Teilezuführung eingesetzt. Ihr Herzstück ist der indexierende Schaltteller mit fester Spannung der Werkstücke, die an bis zu 18 Einheiten simultan spanend bearbeitet werden. „Damit kann eine Rundtaktmaschine gleich mehrere Dreh-Fräszentren ersetzen“, urteilt Hobi. Weil alle Operationen zeitgleich erfolgen, was zu sehr kurzen Fertigungszeiten führt, ergibt sich die Möglichkeit, große Serien auf einer Maschine zu fertigen. „Wichtig ist bei der Auslegung der Prozesse allerdings, dass die Bear-beitungen auf jeder Station etwa gleich lang dauern. Dann ist eine Gesamt-Anlageneffektivität bis über 95 % realisierbar“, betont der Manager. Genutzt werden die Vorteile des Rundtaktens in zahlreichen Branchen, ob in der Automobil- und Zulieferindustrie, der Elektrotechnik, der Telekommunikation, bei Haushaltsgeräten, Armaturen oder der Pumpen- und Regeltechnik.

Rundtaktcenter mit zwölf Stationen

Das Highlight beim Open House war das flexible Rundtaktcenter RT 100-12 CNC mit zwölf Stationen für die 6-Seiten-Bearbeitung von komplexen kubischen oder auch rotationssymmetrischen Werkstücken. Das Herzstück der Maschine ist der Rundschalttisch mit zwölf unabhängig angetriebenen Werkstückspindeln und bis zu 18 Bearbeitungsmodulen in horizontaler wie vertikaler Lage. Deren Aufbau erfolgt immer auf dem gleichen 3-Achs-Grundmodul. Angeboten werden folgende Bearbeitungen: Drehen, Fräsen, Bohren und weitere Technologien wie Verzahnen, Räu-men, Stoßen, Taumeln, Honen, Schleifen und Montieren.

Auch weiterhin ein Nischenmarkt

Das Maschinenbett aus Mineralguss bietet nach Aussage von Hobi neben der hohen statischen und dynamischen Steifigkeit ein besonders gutes Dämpfungsvermögen und eine große thermische Stabilität. „Dieses CNC-Rundtaktcenter eignet sich somit vor allem für hochwertige Teile, rechnet sich aber erst ab rund 500.000 Teilen pro Jahr.“ Rundtaktmaschinen sind und bleiben eine Nischenanwendung. „In diesem festen Marktsegment kann man nur wachsen, wenn die Anwender von der konventionellen auf die automatisierte Fertigung umstellen oder wenn die Stückzahlen steigen“, urteilt Marketingleiter Jäckl. Pfiffner, seit 2015 Mitglied der FFG-Gruppe, ist dies in den vergan-genen Jahren gelungen und auch für die Business Unit Multispindel insgesamt sieht Jäckl noch Wachstumspotenzial.

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