Foto: Schiess GmbH

Unternehmen

Wird Schiess in letzter Sekunde gerettet?

Gibt es doch noch Hoffnung für den von der Stilllegung bedrohten Werkzeugmaschinenbauer Schiess? Der Insolvenzverwalter verhandelt mit einem Investor.

„In buchstäblich letzter Minute hat sich bei uns ein neuer potenzieller Investor gemeldet, der den Geschäftsbetrieb und den Standort erhalten will“, sagte Flöther. „Wir verhandeln jetzt mit Hochdruck, um die Stilllegung des Unternehmens doch noch abzuwenden.“ Der Insolvenzverwalter hat bereits die Mitarbeiter, den Betriebsrat sowie die zuständige Gewerkschaft informiert. Die bereits angelaufende Abwicklung und Verwertung des Unternehmensvermögens wurde einstweilen gestoppt.

Die Schiess GmbH in Aschersleben konstruierte und fertigte ganzheitliche Lösungen für den internationalen Maschinenbau. Im April wurde die Stillegung eingeleitet.

Strategischer Investor hat Interesse

Bei dem Interessenten handelt es sich um einen strategischen Investor aus dem Ausland. „Der Interessent ist seriös und kennt die Branche sehr gut“, sagte Flöther. „Er hat deutlich gemacht, dass er den Standort erhalten will. Ob das gelingt und wenn ja, mit wievielen Mitarbeitern, werden die Verhandlungen zeigen.“ Der Betriebsrat und die Gewerkschaft sind eng in die Gespräche eingebunden.

Seit April läuft das Insolvenzverfahren

Die Schiess GmbH hatte im Januar Insolvenz anmelden müssen und sowohl mit ihrem chinesischen Gesellschafter als auch mit externen Investoren um eine Sanierungslösung verhandelt. Kurz vor Insolvenzeröffnung Anfang April hatte der Gesellschafter deutlich gemacht, dass er keine weiteren Mittel für eine Sanierung bereitstellen wird. Da bis zu diesem Zeitpunkt auch kein externer Investor gefunden werden konnte, war das Unternehmen gezwungen, die Stilllegung einzuleiten. Zu einer Fortführung des Geschäftsbetriebs aus eigener Kraft war die Schiess GmbH nicht in der Lage. Alle Mitarbeiter wurden gekündigt und sind bis auf ein Abwicklungsteam freigestellt.

cd

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