Modula, das sind vier langjährig etablierte Softwareanbieter für den produzierenden Mittel-stand in der DACH-Region: oxaion, Syncos, cimdata und LOGIS
Foto: Modula

Industrie 4.0

Wieso digitaler Wandel ein langfristiger Prozess ist

... erklären Volker Schickel und Nicolas Köster vom Unternehmensverbund Modula im Interview.

Der deutsche Mittelstand steht vor den Herausforderungen des digitalen Wandels. Der neu gegründete Unternehmensverbund Modula GmbH hat erkannt, dass die digitale Transformation nicht an einer Stelle im Unternehmen Halt macht und entsprechend komplette Szenarien entwickelt. Die digitale Transformation sei kein abschließbarer Prozess, sondern eine langfristige Entwicklung.

Im Interview sprechen Volker Schinkel, Geschäftsführer bei Modula und Oxaion sowie Nicolas Köster, Geschäftsführer und Leiter Strategisches Marketing bei Syncos über den Mehrwert durchgängiger Digitalisierung.

F: Unter der Dachmarke Modula vereinen sich ab sofort vier etablierte und langjährig erfolgreiche Softwareanbieter aus den Bereichen ERP, MES und CAQ. Die beteiligten Unternehmen sind die cimdata Software GmbH, die Logis GmbH, die oxaion Gmbh sowie die Syncos GmbH. Inwiefern ist dieser Verbund mehr als eine bloße Lösungspartnerschaft?

Volker Schinkel: Als Systemintegrator Plus fokussieren wir mit unseren Lösungen den produzierenden Mittelstand. Für unsere Kunden sind wir nicht nur Systemlieferant, sondern auch zukunftssicherer Businesspartner mit stabilem wirtschaftlichem Hintergrund. Modula heißt: ein Budget, eine Verantwortlichkeit, ein durchgängiger Support – sowie sämtliche Vorteile moderner IT-Prozesse und Infrastrukturen aus einer Hand.

Nikolas Köster: Alles aus einer Hand heißt auch, eine integrative Plattform für alle Anwendungen und somit keine Schnittstellenproblematiken auf Anwenderseite mehr. Gemeinsam stellen wir unsere Kunden auf ein technologisch zukunftssicheres Fundament, von dem aus der Weg in die digitale Fertigung gestartet werden kann.

F: Und mit welchen Mitteln wollen Sie mittelständische Produktionsunternehmen bei der Umsetzung ihrer digitalen Transformation unterstützen?

Volker Schinkel: Unternehmen erhalten bei uns das Beste von vier Anbietern als moderne Gruppenlösung auf einer gemeinsamen Oberfläche vereint. Dazu gehört eine voll validierungsfähige, hoch automatisierte ERP-Lösung auf modernster technologischer Basis, die auch internationalen Multi-Site-Anforderungen gerecht wird. Ebenso ein integriertes MES mit MDE, BDE sowie CAQ, die sämtliche Lösungskomponenten im Sinne der VDI 5600 beinhalten, um eine hohe Prozessqualität zu erreichen – bspw. durch Ressourcenplanung, Produktionsmanagement, Qualitätsmanagement und -sicherung. Zusätzlich zu dieser ganzheitlichen Unternehmenssteuerung liefern wir eine geeignete IT-Strategie, mit der unsere Kunden die Herausforderungen des digitalen Wandels im Sinne ihrer Unternehmensziele gewinnbringend meistern können.

F: Wo setzt Modula strategisch an, wenn es um die Verwirklichung digitaler Strategien geht?

Nikolas Köster: Wir denken nicht in den üblichen Softwarekategorien. Digitale Transformation heißt bei uns eine gemeinsame Datenbasis sowie eine vertikale und horizontale Integration in sämtliche Geschäfts-, Produktions- und Qualitätsprozesse. In der Automotive- oder Medizintechnikbranche z.B. hängt die Messlatte für Qualität weit oben, eine Null-Fehler-Produktion über die gesamte Wertschöpfungskette wird erwartet. Deshalb gehen wir immer vom Ganzen aus: Wir gestalten integrierte Prozesse für maximale Durchgängigkeit in einem Workflow bis „an die Maschine“.

Volker Schinkel: Technologisch unterscheiden wir dabei nicht zwischen Ressourcenplanung (ERP) sowie Fertigungs- und Qualitätsmanagement (MES) im Shopfloor, sondern liefern eine umfassende Plattform vom Bedarfsverursacher bis zur Rückmeldung in Produktion oder Versand.

F: Es geht Modula explizit darum, den Mittelstand zu erreichen. Wurden danach auch die vier beteiligten Softwareanbieter ausgewählt?

Volker Schinkel: Jeder der vier Anbieter hat auf Basis langjähriger vertrauensvoller Zusammenarbeit eine exzellente Beziehung zu seinen überwiegend mittelständischen Kunden, die von gegenseitigem Vertrauen geprägt ist. Diese Stärken verbinden wir mit mittelstandsgerechten Geschäftsgebaren, das große Konzerne hin und wieder vermissen lassen. Auch in Sachen Technologie haben wir unsere Hausaufgaben gemacht. Wir bieten ausschließlich Produkte mit einer erstklassigen funktionalen Basis: Beispielsweise landeten unsere ERP-Lösungen von oxaion und cimdata in den letzten Jahren ganz weit vorne im Trovarit-Ranking. Auch erhielt die Software oxaion in den letzten zwei Jahren den Award für das „ERP-System des Jahres“ – aktuell in der Kategorie „Medizintechnik“.

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