Intelligente Instandhaltung im Zeitalter von Industrie 4.0: Durch smart plastics von Igus lassen sich die Ausfallsicherheit von Werkzeugmaschinen erhöhen, Wartungseinsätze präzise planen und dadurch Kosten sparen.
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Maschinenperipherie

Wie Igus Instandhaltung intelligenter machen will

Smarte Produkte aus Tribo-Polymeren erhöhen Standzeiten von Werkzeugmaschinen durch digitale Zustandsüberwachung. Wie? Das zeigt Igus auf der EMO.

„Industrie 4.0“, „Internet der Dinge“ und „Smart Factory“ – diese Begriffe sind längst keine vage Zukunftsmusik mehr. Schon heute können Unternehmen vom Einsatz intelligenter Systeme und Produkte profitieren. Auf der EMO 2019 zeigt Igus, wie Werkzeugmaschinenhersteller und -kunden durch smarte Maschinenkomponenten aus Hochleistungskunststoffen ihre Instandhaltung auf ein neues Level heben und dadurch Kosten senken.

Ein Paradigmenwechsel

Instandhaltung im Zeitalter von Industrie 4.0 bedeutet ein klarer Paradigmenwechsel. Anstatt feststehende Wartungsintervalle zu absolvieren und auf einen Ausfall oder eine Störung lediglich zu reagieren, ermöglicht die so genannte „vorausschauende Wartung“ eine kontinuierliche Zustandsüberwachung der Werkzeugmaschine. Gewartet und ausgetauscht wird nur dann, wenn es wirklich notwendig ist. Wartungseinsätze sind präzise planbar. Gleichzeitig werden durch die permanente Messung ungeplante Stillstände und damit Ausfallkosten reduziert. Um das zu ermöglichen, hat Igus mit den smart plastics unterschiedliche Sensoren und Überwachungsmodule für Energieketten, Leitungen, Gleit-, Linear- und Rundtischlager entwickelt.

Sensorik und Vernetzung

Zum Beispiel Sensoren für die Messung des Abriebs oder des Verschleißes der Bolzen-Bohrung-Verbindung von Energieketten wie auch Sensoren für die Bruch- und Zugschubkrafterkennung. Durch die Vernetzung mit dem neuen Igus Communication Modul plus (icom.plus), das Igus auf der EMO in Halle 8, Stand E01 zeigt, erfolgt die direkte Integration in die IT-Infrastruktur des Kunden, beispielsweise in Fertigungsmanagement-Systeme wie SCADA und MES oder online in unternehmensweit genutzte Cloud-Lösungen.

Flexible Datenintegration mit neuem icom.plus

Das icom.plus wird über Igus Online-Konfigurationen mit initialen Lebensdaueralgorithmen programmiert und kann auf Kundenwunsch nach der Online-Installation ohne Updatefunktion offline betrieben werden. So kann der Nutzer flexibel die Anbindung des Moduls und somit seiner Daten gestalten und eine Balance zwischen Laufzeitmaximierung und IT-Sicherheit herstellen. Bei bestehender Online-Verbindung der icom.plus findet ein kontinuierlicher Abgleich der Lebensdaueraussage mit der Igus Cloud statt, um maximale Maschinenlaufzeiten bei minimalem Ausfallrisiko zu ermöglichen. Die Daten in der Cloud greifen unter anderem auf die Daten der jährlich 10 Milliarden Testzyklen von Energieketten und Leitungen im hauseigenen 3.800 Quadratmeter großen Testlabor zurück.

Vorhersagen möglich

Auf Basis dieser Tests, die in die frei verfügbaren Online-Lebensdauerrechner einfließen, lässt sich bereits im Vorfeld recht genau vorhersagen, wie lange beispielsweise eine e-kette in der jeweiligen Werkzeugmaschinen-Anwendung zuverlässig arbeitet. Durch die isense Komponenten erhält der Kunde zusätzliche Sicherheit durch ein permanentes Lebensdauer-Update. Denn es bezieht die jeweils aktuellen Umgebungsbedingungen der laufenden Anwendung mit ein. Dank Machine Learning und KI sind präzise Angaben zur Haltbarkeit der individuell eingesetzten Lösungen in der real laufenden Anwendung möglich. Diese Informationen sind auf dem Bildschirm der Anlagensteuerung einsehbar, bei gewählter Online-Verbindung informiert zusätzlich eine SMS oder E-Mail, wenn unerwartete Betriebszustände auftreten oder eine Wartung ansteht. Nutzer werden frühzeitig über eine notwendige Ersatzbeschaffung informiert; unterschiedlichste Szenarien, wie das automatische Auslösen von Wartungsarbeiten oder Ersatzteilbestellungen sowie „e-chain as a service“, sind somit umsetzbar.

Igus mit einer ungewöhnlichen Präsentation auf der EMO-Vorpressekonferenz.

cd

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