Das modular aufgebaute MMS-System ControLube, das mit Injektortechnik und Mikroprozessorsteuerung arbeitet, lässt sich auch nachträglich durch weitere Module prozessspezifisch anpassen.
Foto: Knoll

KSS-Management

Wer will wirtschaftliches KSS-Management sehen?

Der muss zum Messestand von Knoll hingehen: Um KSS-Anlagen optimal zu betreiben, gibt es viele Stellschrauben. Einige neue Lösungen zeigt Knoll auf der AMB.

Im Zentrum des Knoll-Messestands erwartet die Besucher eine sogenannte Modulmaschine. Einem Bearbeitungszentrum nachempfunden, demonstriert sie die Vielfalt des Knoll-Angebots, das sowohl die Nassbearbeitung als auch Minimalmengenschmierung (MMS) einschließt.

Bestandteil dieser Modulmaschine ist das – jetzt neu – modular aufgebaute MMS-System ControLube, das mit Injektortechnik und Mikroprozessorsteuerung arbeitet. Das von Knoll entwickelte System stellt nach eigener Aussage bereits innerhalb von 0,1 s ein besonders feines Aerosol zur Verfügung, das für verbesserte Prozessbedingungen, kürzere Bearbeitungszeiten und geringere Kosten sorgt. Eine Kerneigenschaft dieses MMS-Systems ist die vom Luftdruck unabhängig regelbare Ölmenge, die auch in der einfachsten ControLube-Ausführung abgebildet wird. Je nach Anforderung lässt sich das System auch nachträglich durch weitere Module prozessspezifisch anpassen – bis hin zu einem regelbaren Luftdruck von bis zu 20 bar.

Plattenbeförderer für Teile und Späne

Ein weiterer Bestandteil der Modulmaschine ist der neue Knoll Plattenbandförderer, der durch ein Sichtfenster zu betrachten ist. Durch seinen Aufbau mit scharnierfrei verbundenen Platten eignet er sich sowohl für den Späneabtransport bei Nass- und Trockenbearbeitung als auch fürs Fördern von Teilen, beispielsweise von Stanz-Nibbel-Maschinen. Selbst für Heißanwendungen wie dem Laserschneiden bietet sich laut Knoll ein solches Plattenband an.

Im Anschluss an den Förderer demonstriert die Knoll Rückpumpstation RKR, wie sich KSS und Späne von der Maschine zuverlässig, sauber und platzsparend zu einem zentralen Abscheider/Filter transportieren lassen.

Restfeuchte unter 10 %

Auch modernste Filtertechnik ist auf dem Knoll-Stand zu sehen, beispielsweise ein Vertreter der Feinstfilterfamilie MicroPur, prädestiniert um Rückstände von Schleifbearbeitungen aus dem KSS zu entfernen. Der ausgestellte MicroPur 120/AK5, der zwei rückspülbare Filterelemente für rund 120 l Filterleistung enthält, ist für den Einsatz an Einzelmaschinen bestimmt. Besonders wirtschaftlich arbeitet er laut Hersteller mit dem integrierten Knoll Automatikkonzentrator AK5, der die Verschleppung von Öl reduziert und für eine Restfeuchte im Abschlammgut von bis zu unter 10 % sorgen soll.

Auch die neue mobile Hochdruckstation LubiCool, ausgestattet mit hochwertigen Komponenten, für den Einsatz an Kurz- und Langdrehautomaten konzipiert, hat Knoll mit im Gepäck.

Kühlschmierstoff im Vollstrom gereinigt

Der Kompaktfilter KF 110 reinigt den Kühlschmierstoff im Vollstrom, die Schmutzlast wird komplett ausgetragen. Die Schraubenspindelpumpe KTS stellt das Medium unter Hochdruck mit bis zu 150 bar zur Verfügung. Die Folge: verkürzte Bearbeitungszeit, kurzbrechende Späne und höhere Werkzeugstandzeiten. Beide Module haben sich bereits tausendfach in festen Knoll KSS-Anlagen bewährt. Jetzt spielen sie ihre Qualität auch im mobilen Beistellaggregat LubiCool aus, das zur Maschine hin verschlaucht und somit beweglich ist.

Völlig neu ist das Bedienkonzept SmartConnect, das im LubiCool erstmals verwendet wird. Ein kleiner Industrie-PC ist an die Anlagen-SPS angeschlossen. Über ein 7“-Touch-Display kann der Anwender auf die Anlage zugreifen, sich Zustände visualisieren lassen, Parameter prüfen und verändern sowie auf Handbetrieb umstellen.

Großes Pumpensortiment

Mit einem Pumpenturm präsentiert Knoll sein neu geordnetes Kreiselpumpen-Portfolio, das sich in die drei Bereiche Reinmedien-, Schmutzmedien- und Schredderpumpen gliedert.

  • Unter anderem enthält der Turm Schredderpumpen vom Typ TSC, die lange Aluminiumspäne auf ein pumpfähiges Maß von etwa 10 bis 20 mm zerkleinern. Neben der vor etwa fünf Jahren entwickelten TSC 65, die mit einem halboffenen Radialrad und einer Schneideinrichtung ausgestattet ist, stellt Knoll das neue, kleinere Modell TSC 50 vor, deren optimales Einsatzgebiet bei 300 bis 500 l/min liegt. Mit ihr lassen sich laut Hersteller viele KSS-Anlagen noch wirtschaftlicher betreiben.

  • Zweites Pumpen-Highlight ist die neu entwickelte BS 40, eine selbstansaugende Kreiselpumpe. Da sie selbsttätig entlüftet, setzt Knoll sie in der Regel in flachen Späneförderern ein, wo ein sehr niederes Füllstandsniveau herrscht. Die BS 40 ist speziell für das Pumpen von Kühlschmierstoffen (KSS) ausgelegt. Das heißt, die eingesetzten Materialien sind besonders widerstandsfähig, so dass ihnen im Medium befindliche kleinste Spanreste kaum Schaden zufügen können. Das gilt besonders für die vom Verschleiß bedrohte Gleitringdichtung, die zudem einfach und in kürzester Zeit ausgetauscht werden kann.

cd

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