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Reinigung

Wenn die Teilereinigung hohe Ansprüche erfüllen soll...

... punktet Adunatec mit seiner wässrigen Reinigungsanlage. Die Deutsche Turbo GmbH hat nun investiert um die Ansprüche der Automobilindustrie zu erfüllen.

Die 2015 als Tochterunternehmen der Sercoo Group gegründete Deutsche Turbo GmbH hat sich auf die herstellerunabhängige Serienaufbereitung von Turboladern für die Fahrzeugindustrie und den Energiebereich spezialisiert. Der Fokus liegt dabei auf Baugruppen für Benzin- und Dieselmotoren in PKW, LKW, Nutzfahrzeugen, Heavy Duty und Off-Highway-Anwendungen. Die Kapazität beträgt rund 100.000 Reman-Turbolader jährlich. Das im norddeutschen Lingen ansässige Unternehmen verfügt dafür über eine hochmoderne Fertigungslinie, die insbesondere auf anspruchsvolle und neue Turbolader-Technologien, beispielsweise elektronisch gesteuerte Turbolader und die zweistufig geregelte Aufladung, ausgerichtet ist.

Industrielle Standards für reproduzierbare Qualität

Die Aufbereitung der Turbolader erfolgt nach industriellen Standards, die eine reproduzierbare Qualität nach OES-Standards sicherstellen. Dafür durchläuft jeder Turbolader einen mehrstufigen Prozess, der mit einer Qualitätsprüfung entsprechend den Vorgaben des jeweiligen Herstellers abschließt. Nach der Demontage werden die Einzelteile wie Turbinen-, Lager- und Verdichtergehäuse, Läufer, Spannsegemente und Verdichterräder gereinigt. Eine weitere Reinigung wird nach der Aufbereitung der Teile durchgeführt. „Um dabei die vorgegebenen Sauberkeitsspezifikationen der Automobilindustrie zu erfüllen, arbeiten wir unter anderem mit der wässrigen Teilereinigungsanlage Aduna K100“, erklärt Peter Wenzel, Leiter Projektmanagement bei der Deutschen Turbo. Das Spritz-/Flut-Reinigungssystem der Adunatec GmbH für wasserbasierte Medien ist als 3-Bad-Anlage ausgelegt und bietet eine Reinigungsstufe zum Anlösen und Abreinigen sowie zwei Spülstufen und Vakuumtrocknung. „Ausschlaggebend bei der Entscheidung für Adunatec waren der modulare Aufbau der Anlage, die schnelle und unkomplizierte Reaktion des Unternehmens auf unsere technischen Anforderungen sowie die gute Unterstützung bei allen Fragen rund um die Reinigung“, berichtet Peter Wenzel. Außerdem habe das Unternehmen vor der Investition eine

Leistungsdurchsatzberechnung durchgeführt. Sie ergab, dass die Kapazität der K100 auch bei voller Auslastung ausreichend ist.

Reinigung als gesetzte Ware

Gereinigt werden die Teile laut Adunatec als gesetzte Ware in Edelstahlkörben mit Abmessungen von 651 x 471 x 300 mm (LxBxH). Für die Reinigung verfügt die Anlage über Düsenstöcke, die im geringstmöglichen Abstand zur Korbaufnahme platziert sind und dadurch für einen hohen Wirkungsgrad der Spritzfunktion sorgen. Zusätzlich ist ein Druckumfluten möglich. Während sich die Teile vollständig im Reinigungsmedium befinden, wird über Düsen unter vollem Pumpendruck weiteres Medium in die gefüllte Reinigungskammer eingebracht. Dabei entstehen starke Turbulenzen und eine Sogwirkung, welche die Verunreinigungen entfernen. Einen wesentlichen Beitrag zur schnellen und prozesssicheren Reinigung leistet darüber hinaus die integrierte Ultraschalllösung der Weber Ultrasonics AG. Sie besteht aus dem kompakten Modulgenerator Sonic Digital MG mit 1.500 Watt Leistung und entsprechend abgestimmten Plattenschwingern.

Maximale Wirkung – kurze Reinigungszeit

Bei dem robusten Ultraschallgenerator erfolgen die Frequenzerzeugung und -regelung laut Ultrasonic digital durch moderne 32-Bit-Microcontroller. Die Leistung kann im Bereich von 10 bis 100 % in Ein-Prozent-Schritten stufenlos eingestellt werden. Die Frequenz von 40 kHz sorgt für eine intensive und zugleich schonende Behandlung der Teile. Die Anordnung der Plattenschwinger stellt sicher, dass der Ultraschall direkt auf die zu reinigenden Teile ausgerichtet ist. Dadurch werden eine maximale Wirkung und damit kurze Reinigungszeiten erreicht. „Der Ultraschall ermöglicht insbesondere bei der Reinigung von Teilen mit Ölbohrungen, Hinterschneidungen, feinen Kapillaren und Gewinden, dass wir die geforderte Sauberkeit zuverlässig und schnell erreichen und passt daher zu unseren Anforderungen. Je nach Programm werden für Reinigung und Trocknung zwölf bis 15 Minuten benötigt“, ergänzt Peter Wenzel.

Fünf spezifische Reinigungsprogramme

Derzeit arbeitet das Unternehmen mit fünf teilespezifischen Reinigungsprogrammen. Dafür wurden die Prozessparameter, beispielsweise Einsatz und Dauer von Spritz- und Flutreinigung, Leistung und Dauer des Ultraschalls in der Reinigungsstufe und den Spülstufen, auf die verschiedenen Teilegeometrien und Werkstoffe sowie Art und Menge der Verschmutzung abgestimmt und als Programm in der Anlagensteuerung hinterlegt. Die Zuführung der Körbe und die Programmauswahl erfolgen derzeit noch manuell. Die Anlage ist jedoch bereits für eine vollautomatische Korbzuführung mit RFID-Kennung für die zu reinigenden Teile vorbereitet. Der Reinigungsprozess läuft entsprechend dem ausgewählten Programm vollautomatisch ab. „Mit der K100 erreichen wir das Reinigungsergebnis, das wir brauchen, um die hohe Qualität der von uns aufbereiteten Turbolader sicherzustellen“, merkt Peter Wenzel abschließend an.

cd

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