Radius über das Kontextmenü des Fillets verkleinern – fertig.
Foto: Tebis

CAD + CAM

Warum sich parametrisch-assoziative Konstruktion lohnt

Für automatisierte, standardisierte Prozesse ist die assoziativ-parametrische Konstruktion ein Durchbruch. Tebis 4.1 verspricht erhebliche Zeitersparnis.

Parametrisch-assoziative Konstruktion – was ist das eigentlich? „Parametrik“ bedeutet zunächst nur, dass Elementparameter wie Länge, Radius oder Richtung im Nachhinein über das Kontextmenü des entsprechenden grafischen Elements oder den Strukturbaum veränderbar sind.

Assoziativ: Alles hängt zusammen

Die „Assoziativität“ beschreibt die gegenseitige Abhängigkeit der Elemente: Wenn ein Element geändert wird, passen sich andere Elemente sofort und ohne zusätzlichen konstruktiven Aufwand automatisch an. Der chronologische Aufbau und die Konstruktionslogik bestimmen, auf welche Weise und in welcher Reihenfolge sich die Objekte beeinflussen. Alle Komponenten des Bauteils sind miteinander vernetzt – schneller lässt sich ein Modell nicht aufbauen und modifizieren.

Konstruieren mit Tebis – so einfach wie nie

Aber lohnt sich das für jeden? Gerade bei den Stichwörtern „Chronologie“ und „Konstruktionslogik“ könnte manch ein Mitarbeiter aus Konstruktion oder Fertigungsaufbereitung Bedenken anmelden: Muss man bei der parametrisch-assoziativen Konstruktion nicht genau wissen, wie das Modell aufgebaut ist? Ist es nicht besser, die Elemente direkt zu modellieren und gleich zu sehen, was passiert? Ein Aufmaß verändern, die Kante verrunden, Flächen verlängern und verschneiden, Flächenverbände erweitern – das geht doch alles recht fix.

Viele kleine Tätigkeiten werden ersetzt

In Summe bedeuten diese vermeintlich kleinen Tätigkeiten jedoch einen riesigen Arbeitsaufwand. Beispiel Positionieren von Uhrenhaltern auf einer Prüflehre: Johannes Grosch, Geschäftsführer bei Johannes Grosch CAD/CAM-Dienstleistungen, der aktuell den Prototypen testet, benötigt dafür heute nur noch eine statt zuvor vier Minuten – das bedeutet eine Zeitersparnis von sage und schreibe 75 Prozent, rechnet Tebis vor.

Plausibilitätsprüfung ist inklusive

Ein weiterer Vorteil: Die gesamte Konstruktion wird automatisch auf Plausibilität geprüft – so lässt sich sicherstellen, dass der Konstrukteur nichts Wichtiges vergisst oder Flächenübergänge und Verbindungen auch nach Änderungen zueinander passen. Ebenso sind mögliche Kollisionen früher erkennbar. Auf den Punkt gebracht: Die parametrisch-assoziative Konstruktion lohnt sich für alle, die Änderungen bekommen, sich wiederholende konstruktive Prozessschritte automatisieren möchten oder mit verschiedenen Varianten und Zwischenständen arbeiten – mindestens eines dieser Kriterien gilt für (fast) jedes Unternehmen. Und mit den richtigen Schablonen sind die Konstruktion und das nachträgliche Verändern des Modells zudem denkbar einfach. Sämtliche Schritte werden im Strukturbaum gespeichert und bleiben jederzeit nachvollziehbar.

Schnell zum Ziel mit individuellen Schablonen

Außer von Grosch CAD/CAM-Dienstleistungen wird der aktuelle Prototyp derzeit von 10 weiteren Tebis Kunden aus verschiedenen Branchen auf Herz und Nieren geprüft, darunter Modellbau Nachtigall GmbH und Schürfeld Umformtechnik GmbH. Die Software zu testen, ist jedoch nicht das alleinige Ziel dieser Projektpartnerschaft: Für jedes Unternehmen werden spezielle Templates entwickelt, mit denen sich wiederkehrende Arbeitsschritte leicht automatisieren lassen – der Einzelne muss sich also keinerlei Gedanken über die Konstruktionslogik oder die Entstehungsgeschichte des Bauteils machen.

Direktes Modellieren bleibt möglich

Übrigens wird es natürlich auch in Zukunft möglich sein, Modelle direkt zu modellieren. Zudem sind beide Arbeitsweisen problemlos miteinander kombinierbar. Auch die aktuellen Tebis-Projektpartrner sind überzeugt:

„Um Uhrenhalter auf einer Prüflehre zu positionieren, brauche ich heute statt vier Minuten nur noch eine Minute. Hochgerechnet heißt das: Was mich früher eineinhalb Tage Arbeit gekostet hat, dauert jetzt gerade einmal vier Stunden.“
Johannes Grosch, Geschäftsführer bei Johannes Grosch CAD/CAM-Dienstleistungen,

„Um die 3D-Modelle einer Form zu fräsen, arbeiten wir mit Schichtrohlingen. Früher mussten wir dazu Ebenen erzeugen, gegebenenfalls den Ebenenabstand anpassen, dann die Kurven glätten, offsetieren und verrunden, danach die Boden- und Seitenflächen erzeugen und schließlich die Bodenflächen für die Deckenflächen kopieren und eine Topologie erstellen. Mit der Schablone, die wir gemeinsam mit Tebis erzeugt haben, erfolgt all das nun komplett automatisch. Außerdem können wir die Konstruktion jederzeit problemlos korrigieren.“
Marcel Wanders, Abteilungsleiter CAD/CAM, Modellbau Nachtigall GmbH

„Unser erster Eindruck vom Tebis Prototypen ist durchweg positiv: Wenn wir Gravuren oder Bauteile ändern, kommen wir jetzt noch schneller zum Ziel. Radien beispielsweise verkleinern wir jetzt mit wenigen Klicks, ohne die Flächen noch einmal verlängern zu müssen. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich mit der Funktion „Sketch“ 2D-Konturen einfach erzeugen lassen. So können wir auch die daraus abgeleiteten 3D-Geometrien schnell abändern.“
Andreas Kaltefleiter, Leiter CAD/CAM und Zerspanung, Schürfeld Umformtechnik GmbH

cd

Fertigungsorganisation

"Tebis bringt uns einen Geschwindigkeitsvorteil"

Merima implementierte die mannarme Fertigung mit Hilfe von Tebis-Consulting. Wie dem Unternehmen eine erhebliche Effizienzsteigerung gelang.

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Vormerken: Technologietage bei Tebis

Tebis veranstaltet seine Technologietage 2018 vom 20.-21.6.: versprochen sind Softwareneuigkeiten von Parametrik bis 5-Achsen-Fräsen und MES-Starterpakete.

Präzisionswerkzeuge

So rüsten Sie XXL-Fräser viel schneller

Wie lange dauert es, einen 750-mm-Scheibenfräser neu mit rund 70 Wendeschneidplatten zu bestücken? Stunden. Wie es schneller geht, verrät der XXL-Rohre-Hersteller EEW.

Unternehmen

Wissenschaft trifft Industrie

Tebis kooperiert mit der WBA Aachener Werkzeugbau Akademie. Im Rahmen der Zusammenarbeit nutzt der Demonstrationswerkzeugbau der WBA die CAD/CAM-Produkte sowie das Manufacturing Execution System ‚Pro Leis‘ von Tebis.