1919 hatte Richard Walter den Grundstein für die Walter AG gelegt: Seine Forscherleidenschaft und seinen Sinn für die Innovation hat der Gründer in die DNA seines Unternehmens weitergegeben, sagt die Walter AG.
Foto: Walter AG

Unternehmen

Walter wird 100

2019 ist es soweit: Die Walter AG feiert 100 Jahre. Und pünktlich zum Neujahr kommt die auf der AMB vorgestellte Fräsergeneration Xtratec XT auf den Markt.

Gegründet wurde das Unternehmen tatsächlich 1919 von dem Ingenieur und Metallurgen Richard Walter. Bereits 1920 meldete er sein erstes Patent an. Heute macht der Tübinger Werkzeughersteller Walter AG mehr als 35% seines Umsatzes mit Produkten, die jünger sind als fünf Jahre: Damit gehört das Unternehmen zu den Zerspanungsexperten, die proaktiv auf Marktdynamiken eingehen, betont die Walter AG. 2019 feiert das Unternehmen 100 Jahre Engineering Kompetenz und Innovation.

Branchenweit übliche Optimierungstaktik umgedreht

Deutliches Indiz für die Innovationskraft der Walter AG ist die komplett neue Fräsergeneration Xtratec XT, die der Tübinger Hersteller zum Neujahr auf den Markt bringt. Die neue Produktfamilie ist Ergebnis einer außergewöhnlichen Idee: Walter hat bei den Wendeschneidplatten die nach eigenen Angaben bisher branchenweit übliche Optimierungstaktik im Grunde umgedreht. Dadurch ändern sich Sitz, Stabilität und Zerspanungsverhalten. Die Zähnezahl lässt sich um bis zu 17 Prozent erhöhen – was nach Angaben des Herstellers ein deutlicher Zugewinn an Produktivität für die Anwender ist. Die Xtratec Xtended Technology (XT) setzt die 100-jährige Innovationsgeschichte des Unternehmens fort, betont das Unternehmen.

Gegründet als Metallurgische Gesellschaft Richard Walter

Als Richard Walter seine „Metallurgische Gesellschaft Richard Walter und Co.“ kurz nach dem Ende des Ersten Weltkrieges in Düsseldorf gründete, hatte er keineswegs das Ziel, ein weltweit agierendes Unternehmen aufzubauen. Walter hatte im Krieg schlechte Erfahrungen mit den Werkzeugen gemacht, die ihm für die Instandhaltung und Reparatur von Schiffsmotoren und -schrauben zur Verfügung standen. Sein Ziel war es, so berichtet die Walter AG, durch neue Konstruktionen und Legierungen den Wirkungsgrad, die Verschleißfestigkeit und Wärmebeständigkeit von Zerspanungswerkzeugen für Metall deutlich zu verbessern. Auch wenn das Unternehmen mit Richard Walters Erfindungen und Entwicklungen wichtige Marktlücken füllte und schnell sehr erfolgreich wurde, er selbst sah sich immer mehr als Erfinder denn als Unternehmer.

Forschergeist und Innovationsdynamik seit 100 Jahren

Eine der wichtigsten Entwicklungen Richard Walters war die Wolframkarbid-Hartmetalllegierung, die er unter dem Namen Dynit zum Patent anmeldete. Im Gegensatz zu den heute üblichen Entwicklungs- und Innovationsprozessen arbeitete Richard Walter, wie man sich einen klassischen Erfinder vorstellt: allein oder nur mit wenigen Assistenten in einem eigenen Labor in Starnberg, weit entfernt vom aktuellen Firmensitz in Tübingen. Als er 1945 stirbt, hatte er mehr als 200 Patente zugesprochen bekommen. Seine Forscherleidenschaft und seinen Sinn für die Innovation hat Richard Walter in die DNA seines Unternehmens weitergegeben. In den 100 Jahren Unternehmensgeschichte haben Walter Mitarbeiter seine Erfindungen nicht nur weiterentwickelt, sondern weitere neue Legierungen, Werkzeuge, Beschichtungen und Herstellungsverfahren entwickelt.

Ergebnis schwäbischen Tüftlergeists: Xtratec XT

Innovationen sind heute meist Teamarbeit, bei der neuen Fräsergeneration Xtratec XT war aber auch noch einmal der sprichwörtliche Tüftlergeist am Werk: Die Grundidee für die neue Geometrie der Wendeschneidplatten und für das Werkzeug selbst stammt von einem Entwickler bei Walter. Ziel war es, die Bruchsicherheit der Fräswerkzeuge und der Wendeschneidplatten zu erhöhen. Mit diesem Ansatz, die bisherige Herangehensweise grundsätzlich zu überdenken, steht er in der Tradition von Richard Walter und der vielen anderen kreativen Köpfe, die Walter hundert Jahre lang innovativ gemacht haben.

kb

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