Der 2-Achs-Kopf Medium 2AH ist mit der Spindelbaureihe MT line (hier MT500), dem Schnellwechselsystem Quick Connect Cartridge (QCC) und Quick Axis Change (QAC), einer Wechselkopfschnittstelle für maximale Flexibilität in der Werkzeugmaschine erhältlich
Foto: Kessler

Spindeltechnik

Vom Klassenprimus und anderen Systemlösungen

Kessler präsentiert zur AMB den 2-Achs-Kopf Medium mit der Mill Turn-Kopf-Spindelbaureihe MT line. Daneben setzt der Systemlieferant auf Peripherielösungen.

Der Systemhersteller baut sein modulares Programm an Motorspindeln, 2-Achs-Köpfen und Dreh-Schwenktischen zur AMB konsequent weiter aus. Das Portfolio von Kessler umfasst direkt angetriebene 2-Achs-Köpfe mitsamt integrierter Hightech-Spindel sowie Hochgeschwindigkeits-Rundachsen und Dreh-Schwenktische. Alle modularen Komponenten sind laut Hersteller mit der neuesten Generation an Kessler Motoren ausgestattet.

Der 2-Achs-Kopf als Klassenprimus?

Der neue 2-Achs-Kopf Medium 2AH wird nun erstmals auf der AMB gezeigt. Mit dem stärksten Motor in der Maximalausprägung ist der Medium 2AH zugleich der stärkste Kopf seiner Klasse, so Kessler. Durch den Einsatz einer neuen Generation an drehmomentstarken Motorspindeln lasse sich die Produktivität substantiell steigern. Die Lagereinheit der Motorspindeln kann zudem durch das QCC-System (Quick Connect Cartridge) im Servicefall schnell ausgetauscht werden. Die Sekundärkühlung in der C-Achse soll für höchste Genauigkeit sorgen. Sie reduziert den Wärmeeintrag in den Spindelstock auf ein Minimum. Auch äußerlich präsentiert sich der Medium 2AH mit einem neuen Facelift und einem kompakten, durchweg robusten Design.

Schnittstelle erlaubt maximale Flexibilität

Modular erweiterbar ist der Medium 2AH mit dem Quick Axis Change (QAC), einer Wechselkopfschnittstelle, die laut Kessler maximale Flexibilität in der Werkzeugmaschine erlaubt. Ob

Schruppen oder Schlichten, QAC soll mehrere Anwendungen in einer Maschine ermöglichen und kostenintensives Umspannen ersparen. Für die Bearbeitung von kleinen bis großen Werkstücken und von unterschiedlichsten Materialien bietet das Unternehmen die kurzbauende MT line-Spindel, welche eine hohe Leistungsdichte in kleinstem Bauraum erzielt. Die MT line wurde speziell für den schwenkenden Einsatz in direkt angetriebenen 2-Achs-Köpfen entwickelt. Die MT line stammt aus dem modularen System von Kessler, das für jedes Einsatzgebiet die passenden Spindeln bereithält.

Individuell konfigurierbar

Die einzelnen Spindel-Baureihen sind hinsichtlich Einbaulage, Motor, Drehzahl, Lagerung, Schmierung und Sensorik individuell konfigurierbar. Aufgrund der kleinen Störkontur ermöglicht die MT line die Bearbeitung von größeren Werkstücken im gleichen Arbeitsraum. Sie kann auch für die Bearbeitung mit langen Bohrstangen eingesetzt werden. Zu der bereits breit gefächerten Produktpalette präsentiert Kessler mit dem Produkt diaLOG und der elektrischen Löseeinheit neben weiteren Neuentwicklungen intelligente Peripherielösungen zur AMB. Die elektrische Löseeinheit sorgt laut Kessler für eine höhere Genauigkeit durch die Reduktion des Wärmeeintrags in die Werkzeugmaschine, da kein Hydraulikaggregat erforderlich ist. Sie ist einfach und schnell zu installieren. Es tritt keine Öl-Leckage auf. Zudem ist sie auf mindestens 2 Millionen Werkzeugwechsel ausgelegt und verfügt über eine extrem kurze Werkzeugwechselzeit von 0,2 Sekunden. Derzeit arbeitet das Unternehmen intensiv an der sinnhaften Erweiterung der Komponenten um digitale Produktmerkmale.

Gespeicherte Daten erleichtern Inbetriebnahme

Kessler bietet mit dem diaLOG System Kunden eine Lösung zur intelligenten Datenverarbeitung und Zustandsüberwachung. Es zielt unter anderem darauf ab, die Inbetriebnahme durch gespeicherte Daten zu erleichtern, relevante Fehlermeldungen auszuwerten und Serviceleistungen zu optimieren. Das digital vernetzte System analysiert Prozessdaten und wertet diese aus. Zeitgleich wird die Verbindung zur Netzwerk-Infrastruktur oder Werkzeugmaschine hergestellt. Dem Kessler diaLOG-System liegt die Idee eines prozessnahen ‚Informations-Zentrums‘ auf der Spindel zugrunde, das Sensordaten erfasst, auswertet, verdichtet und Kontrollsystemen bereitstellt. Auch eine direkte Anbindung an das Internet ist möglich. Im Sinne eines offenen Bus-Knotens ist angestrebt, desgleichen Sensordaten von Drittherstellern zu erfassen, auszuwerten und weiterzugeben.

diaLog-Version 1

In der aktuellen Ausbaustufe verfügt die zurzeit im Feldtest befindliche diaLOG-Version 1 über integrierte Sensoren, welche die Stromstärke, Frequenz, Temperaturverhältnisse und die Schwinggeschwindigkeit sowie –beschleunigung erfassen. Die Daten werden auf Grenzwertüberschreitungen überwacht und unter anderem zu Belastungs-Histogrammen verdichtet.

cd

Foto: Harald Klieber

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