Die schnellste Maschine im Fokus: Trumpf hat mit der TruPrint 5000 die nach eigenen Angaben weltweit schnellste und produktivste 3D-Druck-Anlage im Mittelformat vorgestellt.
Foto: Harald Klieber

Unternehmen

Trumpf will additiven Markt anführen

Auf der additiven Leitmesse Formnext hat CTO Peter Leibinger klar Position bezogen: Trumpf strebt nach der führenden Stellung im additiven Markt - und unterstreicht das mit dem schnellsten 3D-Drucker der Welt.

Die Ditzinger Umform- und Laserspezialisten können auch additiv: Trumpf hat auf der Fachmesse Formnext in Frankfurt die nach eigenen Angaben weltweit schnellste und produktivste 3D-Druck-Anlage im Mittelformat vorgestellt. Die Tru Print 5000 arbeitet im sogenannten Multilaserprinzip mit drei Strahlquellen und ist mit einer von Trumpf speziell konstruierten Optik ausgestattet. In Kombination mit den von Trumpf entwickelten Belichtungsstrategien und optimal eingestellten Prozessparametern benötigt die Tru Print 5000 nur noch ein Drittel der Belichtungszeit pro Baujob. Die Anlage basiert auf der Fertigungstechnologie Laser Metal Fusion (LMF) und erzeugt komplexe, metallische Bauteile per Laser Schicht für Schicht im Pulverbett.

Mit jahrelanger Entwicklungsarbeit in der additiven Fertigung verhalf Trumpf der additiven Technologie nach eigenen Angaben zum Durchbruch: "Alle unsere neuen 3D-Drucker verkaufen sich gut, wir gewinnen in verschiedenen Branchen immer mehr Marktanteile. Deswegen ist für uns klar, dass wir weiter in dieses Zukunftsfeld investieren", sagt Peter Leibinger, Chief Technology Officer des Unternehmens. Dazu gehöre auch eine neue Entwicklungseinheit in Aachen. "Als Keimzelle für Zukunftstechnologien und mit der Nähe zur RWTH und dem Fraunhofer Institut für Lasertechnik ist Aachen ein idealer Standort, um unsere additiven Fertigungstechnologien weiterzuentwickeln", so Leibinger.

Ziel: In 5 bis 7 Jahren eine halbe Milliarde Euro Umsatz

Trumpf beschäftigt mittlerweile über 200 Mitarbeiter im Bereich Additive Manufacturing und bietet als einer der wenigen Hersteller neben LMF auch das zweite für den industriellen Metall-3D-Druck relevante Fertigungsverfahren an:Laser Metal Deposition (LMD). "Wenn sich der Markt für 3D-Drucker so weiterentwickelt, wie es sich derzeit abzeichnet, dann sehen wir hier die Chance für unser Unternehmen, in fünf bis sieben Jahren einen zusätzlichen Umsatz von einer halben Milliarde Euro zu erzielen. Wir wollen im Markt eine führende Rolle einnehmen und uns mittelfristig einen Marktanteil von rund 20 Prozent sichern", so Leibinger.

Trumpf stellt nicht nur die für den 3D-Druck benötigten Maschinen und Anlagen sowie die dazu passenden Laserstrahlquellen samt aller optischen Komponenten her, sondern hat auch die notwendige Technologie-, Prozess- und Digitalisierungskompetenz im Haus. "Wir vereinen als einziger Anbieter weltweit alle Kompetenzen unter einem Dach, unsere Kunden bekommen bei uns alles aus einer Hand", sagt Leibinger. Ein weiterer Wettbewerbsvorteil seines Unternehmens sei das weltweit ausgebaute Servicenetzwerk.

kb

www.trumpf.de

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