Das Modell TFL 300 Hl von Riello Sistemi unterscheidet sich von den anderem Maschinen der Flexiblen Transfermaschinen-Familien durch die Rotation der Spannbacken, die in diesem Fall durch stufenlos rotierende Spannbacken der neuesten Generation durchgefü
Foto: Riello Sistemi

Bearbeitungszentren

Transfermaschinen: Auf der Erfolgsleiter nach oben

Die flexible Transfermaschine Riello TFL schreibt Erfolgsgeschichte. Jetzt hat Riello Sistemi mit der TFL 300 HL eine neue Herausforderung angenommen.

Wie bei allen Lösungen des italienischen Unternehmens Riello Sistemi stellt der Drehtisch den Kern der Transfermaschine dar. Abhängig von der Anzahl der vorhandenen Stationen der Transfermaschine (6, 8, 10, 12) variiert der Bearbeitungsdurchmesser des Drehtisches zwischen 2.000 mm und 2.500 mm. Dank eines besonderen Rotationssystems erfolgen die Rotationsbewegungen in kürzester Zeit, so dass diese Drehtische im Vergleich zu Drehtischen mit Torque-Motoren schneller sind. Bei solchen Durchmessern sind traditionelle Drehtische normalerweise mit komplexeren Strukturen ausgestattet, sodass Maschinenausfälle längere Maschinenstillstände bedeuten und außerdem ein separater Kreislauf für die Anlagenkühlung benötigt wird.

Hirth-Verzahnung macht Transfermaschine präzise

Die Drehtische der Produktlinie „TFL“ dagegen verfügen über eine dreiteilige Hirth-Verzahnung mit hydraulischer Steuerung, die keinerlei zusätzliche Bremsvorrichtung benötigt und die Positioniergenauigkeit des Drehtisches sowie seine Steifigkeit selbst bei besonders invasiven Bearbeitungen garantiert. Die einzelnen Einheiten und die auf den Stationen verbauten Bearbeitungszentren tragen zur Verkürzung der Zykluszeiten und zum Erfolg der Produktfamilie TFL bei. Starke Beschleunigungen, minimalste Leerlaufzeiten und Spindelleistungen bis zu 8.000 rpm erfüllen anspruchsvollste Produktionsbedürfnisse hinsichtlich Geschwindigkeit. Großzügige Kugelgewinde, Schienen und Absolute-Encoder gewährleisten ein hohes Genauigkeitsniveau. Für noch strengere Wiederhol- und Genauigkeitsanforderungen ist es möglich, optische Linearmaßstäbe zu integrieren.

Rotierende Spannbacken

Das Modell TFL 300 HL unterscheidet sich von den anderen Maschinen der Flexiblen Transfermaschinen-Familien durch die Rotation der Spannbacken, die in diesem Fall über stufenlos rotierende Spannbacken der neuesten Generation durchgeführt wird. Die MOR-HL-Gruppe (Hirthless Spannbacken) wird unmittelbar auf dem entsprechenden Sitz des Drehtisches geflanscht und ist Hauptbestandteil dieser Lösung. Um die Schnelligkeit der Maschine sicherzustellen, kann die Rotation der Spannbacken entweder gleichzeitig mit der Rotation des Drehtisches – das heißt, in verdeckter Zeit – oder während der Ausführung des Part-Programms ausgeführt werden.

Bürstenlose Motorisierung

Die Bewegung der Spannvorrichtung wird durch eine bürstenlose Motorisierung und einen Absolute-Encoder gewährleistet. Sobald die Drehung abgeschlossen ist, erfolgt die Verriegelung unter Verwendung einer Bremse mit sehr hohem Drehmoment. Die Positionierungsauflösung beträgt 360.000°: So können auf den vier Seiten des Werkstücks unendliche Winkel bearbeitet werden. Die Abmessungen – Länge 150 mm und maximaler Durchmesser 200 mm – garantieren eine vollständige Betriebsflexibilität. Die gesamte Steuerung und Programmierung der rotierenden Spannbacken erfolgt über die Bedieneroberfläche beziehungsweise RUI 3D der neuesten Generation. Die stufenlos rotierenden Spannbacken stellen eine Neuigkeit im Bereich mechanischer Konfiguration dar: Einerseits wird die bereits komplexe Lösung durch dieses innovative System zusätzlich bereichert, andererseits garantiert die Maschine eine besondere Benutzerfreundlichkeit, gewährleistet vom spezifischen Riello Maschinensteuerungssystem.

Benutzeroberfläche ist ihrer Zeit voraus

Die von Riello Sistemi entwickelte Bedieneroberfläche stellt das zweite Erfolgsmerkmal des TFL300 dar. Wie bei allen anderen Modellen des italienischen Unternehmens ermöglicht auch hier die Einführung der dritten Generation der Riello 3D-Benutzeroberfläche (RUI 3D) – die komplett in 3D-Technologie entwickelt wurde – eine einfache Bedienung und Wartung/Überwachung der Verschleißteile.

Foto: Riello Sistemi
Flexible Transfermaschinen von Riello Sistemi werden auch von der Automobilbranche sehr geschätzt. Bewährt hat sich die TFL-Linie aus Italien besonders, wenn große Stückzahlen bei hoher Präzision bearbeitet werden müssen.

Schnelle Diagnose von Problemen

RUI 3D ermöglichte bereits in Zeiten, in denen Industrie 4.0 noch nicht so verbreitet war, Merkmale wie: Zusammenschaltung, Multifunktionalität, Fernüberwachung oder auch das Austauschen von Informationen über die Maschinenverwendung der letzten Arbeitstage. So können die Riello-Techniker eine schnellere Diagnose des möglichen Problems durchführen und eventuelle Maschinenausfälle werden früher erkannt.

Darüber hinaus ist das System für den Anschluss an automatisierte Lade- und Entladesysteme der zu bearbeitenden Teile konzipiert sowie für Fernwartungs-/Ferndiagnosesysteme und/oder Fernbedienung, wie zum Beispiel Teleservice. Die Schnittstelle ist in der Lage, in Echtzeit mit dem Hersteller Kontakt aufzunehmen. Sie ist auch mit spezifischen Anwendungen verbunden, zu denen vor allem die innovative Riello Mobile Application (RMA) gehört, die die Maschinenüberwachung durch Smart Geräte und eine Internetverbindung erlaubt. Zu den Funktionen, die die Anlage zur Verfügung stellt, gehören unter anderem: Überwachung des aktuellen Stands oder die Vorhersagbarkeit der eventuellen zukünftigen Brüche der Verschleißteile wie Motoren, hydraulische Elemente, Lager und Antriebe.Eine weiter Neuheit in das OPC-UA-Paket. Damit ermöglicht Riello Sistemi, das Niveau der Zusammenschaltung der Plattform mit der Anlage weiter zu erhöhen. Diese Plattform basiert auf Funktionalitäten, die die Kommunikation zwischen Server und Client in der klassischen TCP-IP Struktur fördern und dabei den Riello Sistemi Maschinen erlauben, mit Management- und Produktionsplanungssoftware der Kunden zu interagieren und Daten auszutauschen.

cd