Frank Ilg (li.) Geschäftsführer der Ilg + Sulzberger GmbH und Dr. Ing. Thomas Manth, Geschäftsführer Steimel.
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Unternehmen

Stark in Baden Württemberg

Warum Steimel und Ilg + Sulzberger sehr gut zusammen passen.

von Gerhard Maier

Ilg + Sulzberger vertreibt seit vielen Jahren für renommierte Hersteller aus der Schweiz, Österreich und Deutschland Werkzeugmaschinen in Baden-Württemberg. Seit April 2017 besteht nun auch eine Kooperation mit der Gebrüder Steimel GmbH aus Hennef. Was das für beide Seiten bringt, erklären Frank Ilg (li.), Geschäftsführer der Ilg + Sulzberger GmbH und Steimel-Geschäftsführer Dr. Ing. Thomas Manth.

Herr Ilg, bekannt ist Ilg + Sulzberger ja eher für den Vertrieb von Werkzeugmaschinen namhafter Hersteller. Wie passen die Peripherie-Themen in Ihr Portfolio?

Frank Ilg: Wir haben schon vor längerer Zeit erkannt, dass bei immer komplexer werdenden Maschinen letztlich die Peripherie entscheidend für den Erfolg eines zerspanenden Betriebes ist. Schon vor 15 Jahren haben wir daher unsere eigene Firma IS-Zubehör gegründet. Damit decken wir auch den Peripherie-Bereich ab. Wir freuen uns, dass wir dabei jetzt mit der Gebrüder Steimel GmbH einen renommierten Hersteller von Späne-Zentrifugen und Spänebrechern im Portfolio haben. Das ist eine ideale Ergänzung für unser Portfolio.

Herr Dr. Manth, wie muss ich mir diese Kooperation vorstellen? Letztlich sind ihre Produkte doch keine, die man von der Stange verkauft, sondern zumeist an die Fertigungs-Gegebenheiten anpassen muss.

Dr. Thomas Manth: Zunächst freuen wir uns über die Kooperation, da Ilg + Sulzberger natürlich eine sehr starke Marktpräsenz in Baden-Württemberg hat. Aber Sie haben natürlich Recht. Durch seine engen Kundenbeziehungen hat Ilg + Sulzberger das Ohr nahe am Kunden. Der Kontakt mit uns wird von Ilg + Sulzberger initiiert, dann fahren wir gemeinsam zur Beratung und zur Auslegung der Anlage zum Kunden. Der Vorteil für einen Kunden ist aber auch, dass - wenn es um schnelle Unterstützung geht - hier in Baden-Württemberg Ilg + Sulzberger die ideale Kundennähe hat,während wir selbst dann doch etwa fünf Stunden entfernt sind. So ist auch ein schneller Service für unsere Produkte hier in Baden-Württemberg garantiert, den Ilg + Sulzberger hier mit übernimmt. Das ist für uns ein sehr wichtiger Punkt, denn kein Zerspaner kann sich heute lange Ausfallzeiten leisten.

Frank Ilg: Man muss auch wissen, dass Späne-Aufbereitung eine sehr beratungsintensive Angelegenheit ist, da viele Kunden das Einsparpotenzial einer vernünftigen Späne-Aufbereitung noch unterschätzen. Da können wir unsere Kunden natürlich mit den Experten von Steimel intensiv und kompetent beraten. Gerade vor dem Hintergrund einer sich für die Zerspaner möglicherweise verändernden Gesetzeslage hinsichtlich des Spänetransports – einem Thema, mit dem viele Kunden noch nicht so recht umgehen können, gehen wir auch von einem wachsenden Beratungsbedarf aus.

Und wie ist Ilg + Sulzberger dann im Servicebereich aufgestellt?

Frank Ilg: Wir haben in Baden-Württemberg neun Außendienstmitarbeiter, auf verschiedene Gebiete verteilt. Zudem kommen dann noch einzelne Spezialisten für verschiedene technologische Teilgebiete. Es ist ganz wichtig, dass man für verschiedene Teilgebiete, wie etwa Kühlschmierstoff oder auch Automation, Spezialisten zur Verfügung hat.

Baden-Württemberg ist natürlich einer der wichtigsten Märkte innerhalb Deutschlands für die Zerspanungs-Branche. Herr Ilg, was würden sie aus Ihrer langen Erfahrung heraus sagen, ist das Wichtigste, um hier mit seinen Produkten bestehen zu können?

Frank Ilg: Unsere Kunden hier sind sehr qualitätsbewusst. Kurz gesagt, sie legen Wert auf Top-Technik. Und da ist Steimel im Bereich der Späne-Aufbereitung ein idealer Partner. Wir waren dazu mehrmals in Hennef um sicher zu sein, dass die Steimel-Produkte zu uns passen.

Top-Technik zahlt sich dann aus, wenn die verschiedenen Komponenten optimal aufeinander abgestimmt sind. Idealerweise mit nur einem Ansprechpartner. Wie wichtig ist es für Ihre Kunden, dass Sie ein breites Beratungs- und Produktspektrum anbieten können?

Frank Ilg: Es ist tatsächlich so, dass der Trend immer mehr dahin geht, dem Kunden Komplettlösungen für seine Produktion anbieten zu können. Wer Hightech einsetzt, der legt auch großen Wert auf eine reibungslose und effiziente Fertigung. Ob es nun eine Neuprojektierung ist oder aber Veränderungen nach auftretenden Problemen. Unsere Kunden verlangen zuverlässige Komplettlösungen in allen Bereichen, denn lange Ausfallzeiten kann sich kaum jemand leisten. Um das anbieten zu können, brauchen wir natürlich zuverlässige Partner mit viel Prozess-Know-how und Problemlösungskompetenz.

Dr. Thomas Manth: Im Idealfall können wir schon bei der Projektierung einer neuen Anlage zur Seite stehen. Aber in der Praxis ist das natürlich nicht immer möglich. Um signifikante Verbesserungen in einem schon bestehenden Prozess zu erreichen, ist es natürlich sehr wichtig, dass wir uns eng mit den Mitarbeitern von Ilg + Sulzberger abstimmen. Nur so können wir gemeinsam optimale Ergebnisse erzielen. Wir kooperieren nun seit April und ich denke man kann sagen, dass es bisher sehr gut funktioniert.

Wie muss ich mir denn den genauen Ablauf vorstellen, wenn ein Kunde mit einer Problemstellung an Sie herantritt?

Dr. Thomas Manth: Den Vorteil der räumlichen Nähe zum Kunden haben wir ja bereits besprochen. Der Mitarbeiter von Ilg + Sulzberger sieht sich das Problem vor Ort an, nimmt es auf, nimmt gegebenenfalls Späne für Versuche mit und lässt uns diese zukommen. Wir besprechen dann die Problematik und können von Hennef aus konkrete Lösungen erarbeiten, die entsprechenden Tests in unserem Technikum durchführen. Wir haben in den letzten beiden Jahren viel in unser Technikum investiert, um basierend auf Versuchen für unsere Kunden optimale Konzepte erarbeiten können.

Herr Dr. Manth, Sie hatten ja vor der Kooperation auch schon Kunden in Süddeutschland. Jetzt können Sie natürlich früher und schneller reagieren. Was ist in Ihren Augen für Steimel dabei der Hauptvorteil?

Dr. Thomas Manth: Natürlich ganz klar die Kundenzufriedenheit. Nur wenn wir zufriedene Kunden haben, können wir langfristig bestehen. Gerade in einem aus Sicht der Zerspanungsbranche so dicht besiedelten Gebiet wie Baden Württemberg ist das für uns wichtig. Natürlich sind zufriedene Kunden auch gut für unser Image. Durch die Kooperation mit Ilg + Sulzberger können wir noch mehr zeigen, was wir können.

Dicht besiedelt ist ein gutes Stichwort. Nicht überall herrschen ja besonders großzügige Platzverhältnisse. Und das stellt Unternehmen die große Menge an Spänen produzieren schnell vor Probleme. Daher die Frage: Bieten Sie auch Brikettier-Systeme mit an?

Dr. Thomas Manth: Selbst stellen wir keine Brikettier-Systeme her. Allerdings - wenn der Kunde das wünscht - integrieren wir eine Brikettierung natürlich ins System. Da arbeiten wir mit unterschiedlichen Partnern zusammen, je nach Volumen der zu verpressenden Späne.

www.steimel.com ,
www.ilg-sulzberger.de

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