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Coroplus Tool Supply: Die neue Lösung von Sandvik Coromant vereint Hardware und Werkzeuglogistiksoftware, denn sie besteht aus einem speziell angefertigten Automatenschrank mit Schubladensystem, der mit einer leistungsstarken Softwareplattform kombiniert ist.
Foto: Sandvik Coromant
Coroplus Tool Supply: Die neue Lösung von Sandvik Coromant vereint Hardware und Werkzeuglogistiksoftware, denn sie besteht aus einem speziell angefertigten Automatenschrank mit Schubladensystem, der mit einer leistungsstarken Softwareplattform kombiniert ist.

Engineering

Software für Werkzeuglogistik optimiert Werkzeugbestand

Die neue Werkzeuglogistiksoftware Coroplus Tool Supply von Sandvik Coromant hilft Werkzeugbestände zu optimieren und Gewinne zu steigern. 

Francis Richt, Global Manager für den Geschäftsbereich Digital Machining bei Sandvik Coromant, erläutert, wie die neue Werkzeuglogistiksoftware Coroplus Tool Supply helfen kann, Lager- und Werkzeugbestände zu optimieren und Gewinne zu steigern. Das Ziel einer höheren Produktivität verfolgen alle Fertigungsunternehmen. Denn oft wird beim Bestreben, den Ressourceneinsatz, die betriebliche Effizienz und das Endergebnis zu verbessern eine der Hauptursachen für Zeitverschwendung immer noch übersehen: eine schlechte Lagerverwaltung. Dabei ist es von entscheidender Bedeutung, das richtige Werkzeug zur richtigen Zeit zur Verfügung zu haben. 

20 % Zeitverlust durch Suchen 

Das Bedienpersonal in einer typischen Werkhalle verbringt 20 % seiner Zeit mit der Suche nach Werkzeugen, wobei 15 % der Aufträge verschoben werden müssen oder sich verzögern, weil das Personal die richtigen Werkzeuge nicht findet. Diese Ergebnisse, die auf Kundenbefragungen von Sandvik Coromant beruhen, zeigen, wie viel Zeit Fertigungsunternehmen durch eine schlechte Bestandsverwaltung verlieren. Die Folge: Fehlbestände oder Bestände mit hohem Wert werden angehäuft und große Mengen an Lagerbeständen veralten. Folglich sind Lagerbestände häufig genau dann aufgebraucht, wenn ein bestimmtes Werkzeug am dringendsten benötigt wird. Weitere negative Auswirkungen sind Schwierigkeiten bei der Messung der Werkzeugleistung und höhere Kosten für die Bestandsverwaltung und die Auftragsabwicklung. Doch in einem Sektor wie der Fertigung, der so sehr auf Schnelligkeit bedacht ist, sollte nicht derart viel Zeit mit der Suche nach Werkzeugen und Ersatzteilen verschwendet werden. Was also machen Fertigungsunternehmen bei ihrer Lagerverwaltung falsch? Eines der Hauptprobleme liegt darin, dass die Werkzeugverwaltung und die Werkzeugausgabesysteme in vielen Unternehmen nach wie vor isoliert sind. Außerdem verlassen sich viele Unternehmen bei der Überprüfung und Auffüllung ihrer Werkzeugschränke allein auf ihre Mitarbeiter. Sie zögern bei der Digitalisierung ihrer Lagerprozesse, weil sie sich nicht sicher sind, wie sich Industrie-4.0-Lösungen in ihre etablierten Arbeitsprozesse, etwa in Enterprise Resource Planning (ERP), Supervisory Control and Data Acquisition (SCADA) und Manufacturing Execution Systems (MES), einfügen lassen – und auch wie sie die Akzeptanz der Mitarbeiter in der Fertigung erreichen können. Sandvik Coromant hat sich zum Ziel gesetzt, dieses innerhalb der nächsten fünf Jahre zu ändern. Dazu will der Weltmarktführer für Werkzeuge und Zerspanungslösungen seinen Kunden helfen, ihr Bestandsmanagement zu automatisieren. Auf diese Weise können viele Probleme mit der Bestandsverwaltung gelöst und das Endergebnis deutlich verbessert werden.

Kürzere Produktionszeiten durch optimierten Bestand

In seinem Bericht „Digitale Fabriken 2020: Shaping the future of manufacturing“ stellt Pricewaterhouse Coopers (PwC) fest, dass die Digitalisierung nur dann ihre positiven Effekte voll entfalten kann, wenn Unternehmen mit ihren wichtigsten Lieferanten und Kunden in Echtzeit verbunden sind. Das erreichen sie insbesondere durch den Einsatz von Industrie-4.0-Tools wie Sensoren an Fertigungsstraßen, welche die Daten in Echtzeit erfassen und so bessere Analysefähigkeiten und fundierte Entscheidungen ermöglichen. Und wie schon beim Supply Chain Management lässt sich diese Art der optimierten Datenerfassung auch auf die Verwaltung von Lagerbeständen anwenden. Angesichts der vielfältigen Facetten der Bestandsverwaltung birgt die Digitalisierung hier allerdings einige Herausforderungen. Dazu gehören die Überwachung der Lagerbestände sowie der optimale Zeitpunkt für die Werkzeugbestellung, um sicherzustellen, dass die Produktion nicht stillsteht. Ein im PwC-Bericht genanntes Beispiel ist das Fujitsu-Werk in Augsburg, das eine automatische Überwachung der Lagerfähigkeit einsetzt, um seine Lagerbestände zu optimieren und Fehlbestände zu vermeiden. Das Werk verfügt über ein Zwischenlager (dem sogenannten „Supermarkt“) und selbstfahrende Elektrofahrzeuge, die in sein Manufacturing Execution System (MES) integriert sind, um eine „just in sequence“-Lieferung der benötigten Komponenten zu gewährleisten. In diesem Fall spart die digitalisierte Bestandsverwaltung dem Unternehmen nicht nur Zeit, sondern beschleunigt auch die Produktion. Ein solchermaßen verbessertes Bestandsmanagement ist aber nicht nur großen multinationalen Unternehmen wie Fujitsu vorbehalten. Mittels spezieller Software können auch kleinere oder mittelgroße Fertigungsunternehmen ihre vielfältigen Bestandsverwaltungsprozesse automatisieren.

Mehrwert für Prozesse durch Werkzeuglogistiksoftware

Genau dafür hat Sandvik Coromant Coroplus Tool Supply entwickelt: Die Werkzeuglogistiklösung schafft einen Mehrwert, indem sie dazu beiträgt, die Automatisierung mit höherer Effizienz und Nachhaltigkeit voranzutreiben. Coroplus Tool Supply vereint Hard- und Software, denn der Kunde erhält einen speziell angefertigten Automatenschrank mit Schubladensystem, der mit einer leistungsstarken Softwareplattform kombiniert ist, welche wiederum über einen PC oder ein Tablet zugänglich ist. Die Automatisierungssoftware bietet Fertigungsunternehmen somit eine Alternative zum manuellen Handling, mit der die Zeitaufwände deutlich reduziert werden können. Hierzu unterstützt Coroplus Tool Supply das Bestandsmanagement in allen seinen Facetten: von der Überwachung des Lagerbestands bis hin zur Automatisierung des Werkzeugeinkaufs. Auf diese Weise können sich Mitarbeitende, die den Inhalt eines Werkzeugschranks manuell erfassen, darauf verlassen, dass Coroplus Tool Supply dank seiner Werkzeugbestellfunktion automatisch nachbestellt und den Lagerbestand auffüllt. Die Software ermöglicht zudem die automatisierte Entnahme und Rückgabe von Werkzeugen und unterstützt die Mitarbeitenden bei der Verwaltung, der Wiederauffüllung und der laufenden Bestandspflege – und das alles in Echtzeit. Mit anderen Worten: Coroplus Tool Supply fördert eine nahtlose Kooperation von Mensch und Software. Ein weiterer Vorteil von Coroplus Tool Supply sind die rollenbasierten Benutzerschnittstellen (RBUI). RBUIs sind der neueste Trend in der Enterprise-Resource-Planning-(ERP)-Software, denn sie ermöglichen einen einfacheren Zugriff auf häufig genutzte Anwendungen – ein entscheidender Faktor für die Akzeptanz seitens der Beschäftigten. Außerdem bietet die Coroplus Tool Supply Plattform über das Coroplus Angebot digitalen Zugang zu Werkzeugdaten. So sind die Anwendenden mit den Produktdatenbanken mehrerer Lieferanten verbunden, was den Import der korrekten Werkzeugdaten einschließlich ISO-Parameter, Stücklisten und Ersatzteile ermöglicht. Neben der Coroplus Tool Supply Software liefert Sandvik Coromant auch die passenden Automatenschränke.

Effizienter durch automatisiertes Bestandsmanagement 

Sandvik Coromant betrachtet die Automatisierung als integralen Bestandteil zur Verbesserung von Effizienz und Nachhaltigkeit. Denn ein Kernaspekt der Nachhaltigkeit, insbesondere der Energieeffizienz, ist die Möglichkeit, die Ressourcennutzung einschließlich des Werkzeugbestands, zu analysieren und vorherzusagen. Während Industrie 4.0 die Nachhaltigkeit in der Produktion mit Sensorik und Konnektivität fördert, befördert Coroplus Tool Supply eine nachhaltige Bestandsverwaltung und stellt sicher, dass Werkzeuge zeit-, kosten- und energieeffizient genutzt werden. Vor diesem Hintergrund geht Sandvik Coromant davon aus, dass Lösungen wie Coroplus Tool Supply in den kommenden Jahren immer stärker in die Entscheidungsfindung im gesamten Fertigungsprozess einbezogen werden – etwa bei der der Entscheidung, welches Werkzeug bei der Bearbeitung eines neuen Bauteils zum Einsatz kommen soll. Aber auch bei der Planung einer Bearbeitung von 50 oder 100 Bauteilen, denn hier kann die Lösung wichtige Fragen wie „Hat man bereits genügend Werkzeuge?“ oder „Werden diese bereits vor dem Bearbeitungsende verschlissen sein?“ oder „Kann der Zerspanungsprozess mit dem vorhandenen Werkzeugbestand erledigt werden?“ schnell und präzise beantworten.

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Ein optimierter Lagerbestand spart Zeit. 
Foto: Sandvik Coromant
Ein optimierter Lagerbestand spart Zeit. 
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Foto: Sandvik Coromant

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