Die Rollomatic-Schleifmaschinen-Abteilung bei Inovatools: Insgesamt verrichten 24 Rund- und Werkzeugschleifmaschinen dort ihre Arbeit.
Foto: Rollomatic

Schleifmaschinen

Schleifmaschinen: Darum vertraut Innovatools Rollomatic

6-achsige Schleifmaschinen mit Linearmotoren sorgen für hohe Maßhaltigkeit und Oberflächengüten bei Mikrowerkzeugen. Was die Partnerschaft noch ausmacht.

Der Schweizer Schleifmaschinenhersteller Rollomatic und die Werkzeugexperten von Inovatools aus dem bayerischen Kinding-Haunstetten arbeiten schon seit 2002 erfolgreich zusammen – das belegen die 24 Rollomatic-Schleifmaschinen in der Produktion von Inovatools. 1990 von Georg Eckerle und Ditmar Ertel gegründet, gehört das Unternehmen heute zu den Top 20 der Werkzeughersteller in Deutschland. Um sich auf dieser Höhe zu behaupten, dafür sorgen seit jeher ein moderner Maschinenpark, ein Technologiecenter zum Entwickeln und Testen von Sonderwerkzeugen, ein eigenes Beschichtungszentrum sowie das kompetente Fachpersonal.

Technologisch auf dem neuesten Stand

Durch regelmäßige Investitionen bleibt Inovatools auch technologisch stets auf dem neusten Stand. Dazu gehören auch drei neue Schleifmaschinen des Typs Grind-Smart 630XS von Rollomatic. „Gedacht sind diese 6-achsigen Maschinen für unsere Sonderwerkzeugsparte, die mit 40 % am Gesamtvolumen sehr stark ist – nicht zuletzt dank unseres Express-Service“, betont Produktionsleiter Jochen Eckerle. „Damit versichern wir den Kunden, eine Spezialanfertigung in den Abmessungen 0,1 bis 32 mm mit speziellem Hartmetallsubstrat, maßgeschneiderter Beschichtung und Geometrie sowie optimalen Spannuten innerhalb einer Woche liefern zu können.“ Das gelingt unter anderem durch die sehr hohe Fertigungstiefe.

Kundenwünsche werden erfüllt

So lassen sich sämtliche Wünsche der Kunden erfüllen. „So wie wir aufgestellt sind, können wir schnell auf Marktänderungen reagieren und den Ball wieder zurück ins Spiel bringen“, ergänzt Martin Schulze, Abteilungsleiter Standardfertigung bei Inovatools.

Start mit zwei Schleifmaschinen

In einer Branche, in der hohe Präzision immer öfter zum entscheidenden Kaufkriterium wird, sind Kompromisse fehl am Platz. Daher startete Inovatools 2002 die Zusammenarbeit mit Rollomatic mit einer Rundschleif- und einer Werkzeugschleifmaschine. „Wir waren von Anfang an von den Maschinen überzeugt. Gerade im Mikrowerkzeugsegment gab es für uns keinen anderen Hersteller“, urteilt Eckerle. Schulze erläutert: „Wir haben uns auch die Marktbegleiter angeschaut. Aber für uns wäre es unsinnig gewesen, aus einem tollen Konzept wie es Rollomatic bietet, herauszugehen und in ein anderes einzusteigen.“

Fräser ab 0,07 mm Durchmesser

Und so konnten beide Unternehmen aneinander wachsen: Wenn Inovatools eine Anforderung hatte, wurde bei Rollomatic alles daran gesetzt, diese auch zu erfüllen. „Das geht über eine reine Lieferantenbeziehung hinaus und hat sich zu einer guten Partnerschaft entwickelt“, lobt Eckerle. „Rollomatic kennt uns und weiß, dass wir oftmals flexibel reagieren müssen. Wenn wir ein Problem haben oder auch im Nachhinein noch Optionen zu der Anlage hinzufügen müssen, macht Rollomatic das möglich. Es ist eine tolle Zusammenarbeit.“ Was Inovatools an den Rollomatic-Maschinen schätzt, sind ihre Prozesssicherheit in der Automation, ihre Präzision und Wartungsfreundlichkeit.

Ehrlich und verlässlich

Für Schulze zählt darüber hinaus die Ehrlichkeit des Herstellers: „Wenn Rollomatic sagt, sie können es, dann können sie es auch, sowohl was Präzision als auch beispielsweise kurze Umrüstzeiten angeht.“ Zum Standardportfolio gehören bei Inovatools Fräser mit gerader Stirn ab 0,1 mm und ab 0,2 mm mit Eckradius. „Als Sonderwerkzeuge stellen wir Fräser mit 0,07 mm Durchmesser beziehungsweise 0,15 mm mit Eckradius her“, so Schulze. „Bohrer laufen bei uns ab 0,5 mm. Was uns früher immer vor große Herausforderungen gestellt hat, sind Stufenwerkzeuge. Wir hatten beispielsweise oft Probleme mit Eckradiusübergängen. Mit der neuen Version der Schleifsoftware Virtual-Grind Pro von Rollomatic ist das alles deutlich einfacher geworden, weil das Programm viel selber berechnet. Für den Bediener ist das eine enorme Zeitersparnis.“

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Komplexe Stufenwerkzeuge sind eine Spezialität von Inovatools.

Heute laufen 24 Schleifmaschinen an einem Standort

Insgesamt 24 Werkzeugschleif- und Rundschleifmaschinen von Rollomatic werden am Standort Kinding-Haunstetten eingesetzt. Neu sind zwei Grind-Smart 630XS, dabei handelt es sich um 6-achsige Präzisions-Werkzeugschleifmaschine mit Linearmotoren. „Oberflächentechnisch gesehen hat die 630XS dank Linearantrieb wesentliche Vorteile“, urteilt Daniel Seitz, Teamleiter Mikrowerkzeugfertigung bei Inovatools. „Sie ist wesentlich maßhaltiger und prozesssicherer als bisherige Maschinengenerationen. Auch ist die Maschine nach einem Kaltstart deutlich schneller warmgelaufen. Das liegt unter anderem daran, dass die Kühl- und Schmiermittel für die Linearmotoren das gleiche Öl sind, das auch zur Kühlung während des Schleifens verwendet wird. Dies gewährleistet eine konstante thermische Stabilität.“

Langlebige Linearantriebe

Doch das ist nicht der einzige Vorteil des Linearantriebs. Dazu Uwe Hirschenberger, technischer Vertrieb und Kundenbetreuung bei Rollomatic: „Bedenkt man, dass bei Kugelrollspindeln vom ersten Tag an der mechanische Verschleiß einsetzt, ist die Langlebigkeit des Linearantriebs ein nicht zu unterschätzender Faktor. Ohne Reibung und Reibkräfte, die gegeneinander arbeiten, gibt es keinen Verschleiß und die Maßhaltigkeit bleibt kontinuierlich gut. Und so ist es kein Geheimnis, dass wir bei den kommenden Schleifmaschinengenerationen vermehrt auf diesen Antrieb setzen.“

Hervorragende Maßhaltigkeit

Bei Inovatools werden die Grind-Smart 630XS vornehmlich für Profil- und Konturwerkzeuge sowie Stufenfräser im Sonderwerkzeugsegment eingesetzt. „Gerade dort haben sich die hervorragende Maßhaltigkeit und die Oberflächengüten schon bewährt“, ergänzt Schulze. Autonomes Fertigen ist die Zukunft – auch bei Inovatools. Unterstützend wirkt dabei die hohe Verlässlichkeit und Prozesssicherheit der Rollomatic-Maschinen. „Wir können unsere Werkzeuge mit viel engeren Toleranzen auslegen, weil wir die Grind-Smarts voll ausreizen. So können wir ohne Sorge 300 Mikrowerkzeuge schleifen und halten dabei auf 3 µm den Durchmesser konstant. Die Maschine gibt das problemlos her.“

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Arbeiten rund um Schleifmaschinen und Präzisionswerkzeuge gut zusammen (v. li.): Daniel Seitz, Teamleiter Mikrowerkzeugfertigung bei Inovatools, Uwe Hirschenberger, technischer Vertrieb und Kundenbetreuung bei Rollomatic, Martin Schulze, Abteilungsleiter Standardfertigung bei Inovatools, Jochen Eckerle, Produktionsleitung bei Inovatools, und Damien Wunderlin, Leiter Verkauf bei Rollomatic.

Schleifmaschinen und Service

Doch für Rollomatic reicht es nicht aus, präzise Schleifmaschinen zu liefern. Auch in Sachen Kundenunterstützung möchten die Schweizer vorne dabei sein. Wie gut das gelingt, fasst Inovatools-Abteilungsleiter Schulze zusammen: „Sowohl beim technischen Support wie auch bei der Software sind wir genau da, wo wir uns das vorgestellt haben. Sollte doch mal ein Problem auftauchen, ist das schnell gelöst. Besonders kundenfreundlich: Die Software-Updates sind kostenlos.“

Wie eine Partnerschaft mit Rollomatic funktionieren kann, veröffentlichte das Unternehmen kürzlich im Testimonial mit dem Partner Fraisa. Video: Rollomatic.

Fernwartung und Planung

Eine Fernwartung der Systeme ist mittlerweile Standard. „Die nächste Ausbaustufe für uns wird sein, die zahlreichen Maschinendaten zu erfassen und auszuwerten“, verrät Schulze. „Davon versprechen wir uns unter anderem eine noch bessere Planung und Maschinenauslastung. An dieser Stelle unterstützt uns Rollomatic ebenfalls und rundet seinen Support ab.“ Produktionsleiter Eckerle ergänzt: „Die Ziele der kommenden Jahre werden sein, die Produktion zu digitalisieren und zu automatisieren. Obendrein möchten wir unseren Qualitätsstandard noch weiter ausbauen und somit weitere Märkte erschließen. In der Medizintechnik und der Aerospacebranche sehen wir noch einiges an Potenzial für uns.“

cd

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