Heute genießen Beschäftigte und Besucher bei Emil Arnold klare Luft in der hohen, hellen Halle mit den komplett eingehausten Schleifmaschinen.
Foto: Keller

Luftfiltration

Saubere Luft ohne Ölnebel in der Werkzeugproduktion

Auf Ölnebel spezialisierte Absauganlagen von Keller entfernen in der Werkzeugproduktion die Aerosole aus den Bearbeitungsräumen der Schleifmaschinen.

Erstklassige Absaugtechnik für reine Atemluft in der Produktionshalle ist für den Werkzeughersteller Emil Arnold selbstverständlich. „Gesunde und motivierte Beschäftigte sind Grundlage für unseren Erfolg“, sagt Thomas Zeiträg, Leiter Hartmetallbe-arbeitung bei der Emil Arnold GmbH & Co. KG in Ostfildern bei Stuttgart. Keller Lufttechnik ist seit über zehn Jahren der verlässliche Partner dafür.

Im Auftrag der Karl-Heinz Arnold GmbH werden in Ostfildern die bekannten Arno-Werkzeuge für die metallbearbeitende Industrie produziert. Aus zugelieferten Hartmetallrohlingen entstehen an insgesamt 18 Schleifmaschinen jährlich 3 Mio. Wendeschneid-platten sowie zahlreiche weitere zumeist nur wenige Millimeter große Werkzeuge, die von ihren Käufern später beim Fräsen, Drehen, Bohren und Stechen eingesetzt werden.

Saubere Luft am Arbeitsplatz

„Unser Markt ist unter Druck. Nur wer extrem zuverlässig arbeitet und termingerecht qualitativ hochwertige Produkte liefert, kann sich behaupten“, sagt Zeiträg. Damit das gelingt, müssen Menschen und Maschinen verlässlich hohe Leistungen erbringen. Den CNC-Schleifmaschinen sowie den Verrundungsmaschinen, die den gefertigten Teilen den abschließenden Schliff verleihen, gelänge dies auch in einer von Kühlschmierstoffaerosolen geschwängerten Atmosphäre. Bei den Menschen, die in der Halle arbeiten, sieht das schon anders aus. „Sie benötigen saubere Luft am Arbeitsplatz, um gesund zu bleiben und motiviert zu arbeiten. Darauf haben sie auch ein gesetzliches Anrecht“, betont Zeiträg entschieden.

Früher sah das anders aus: Zeiträg erinnert sich an die 1990er Jahre, als nur ein großer Ventilator die Aerosolschwaden aus den niedrigen Kellerräumen, in denen damals viele offene Schleifmaschinen standen, notdürftig ins Freie beförderte. „Öle und Dämpfe schlugen sich auf Haut und Haaren nieder“, sagt er. „Was wir alles einatmeten, darüber machte sich niemand Gedanken.“ Inzwischen ist erwiesen: Die mit Schwermetallen belasteten Aerosole sind krebserregend, ihre Abscheidung verpflichtend.

Absauganlagen für den Ölnebel in der Werkzeugproduktion

Heute bietet sich bei Emil Arnold daher ein komplett anderes Bild: Beschäftigte und Besucher genießen klare Luft in der hohen, hellen Halle. In komplett eingehausten Schleifmaschinen verrichten Roboter die meiste Arbeit. Auf Ölnebel spezialisierte Absauganlagen entfernen die Aerosole fortlaufend aus den Bearbeitungsräumen, sodass die Atemluft auch dann rein bleibt, wenn Beschäftigte die Maschinen öffnen.

„Zuverlässig liefern können wir jedoch nur, wenn wir uns auf unsere Maschinen verlassen können. Das gilt auch für die Absauganlagen“, erklärt Zeiträg. Seit 2006 ist Emil Arnold daher Kunde bei Keller Lufttechnik. Ein persönlicher Kontakt und die räumliche Nähe der Luftreinhaltungsexperten seien damals ausschlaggebende Faktoren gewesen. „Eine gute Wahl“, urteilt Zeiträg. „Die Anlagen laufen zuverlässig und machen uns kaum Arbeit. Einmal im Jahr stehen Inspektion, Wartung, Filterwechsel und die Reinigung der Rohre an. Dafür haben wir einen Wartungsvertrag mit Keller Lufttechnik abgeschlossen.“

Tubusförmige Filterpatronen

Drei Keller-Absauganlagen versorgen den Maschinenpark bei Emil Arnold. Eines der Geräte, einen Emulsionsnebelabscheider Ena, ließ das Unternehmen kürzlich durch den Ölnebelabscheider Aero ersetzen, nachdem die letzten mit Emulsion arbeitenden Maschinen auf den Kühlschmierstoff Öl umgestellt worden waren. „Der Aero, der auch kleinste Aerosole zu 99 % aus der Luft filtert, setzt neue Abscheide-Maßstäbe“, erklärt Keller-Außendienstmitarbeiter Thomas Schneider. „Das Gerät nutzt die Feinfaser-Filterelemente Micos-P. Diese tubusförmigen Filterpatronen besitzen eine besonders große Oberfläche. Das macht sie effektiver. Als Vorabscheider für größere Partikel fungiert ein Metallgestrick. Es richtet gleichzeitig den Luftstrom so aus, dass er in die Patronenfilter der Hauptfilterstufe gleichmäßig von unten einströmt.“ Im Hauptfilter verflüssigen sich die Aerosole und laufen nach unten ab. Diese Reste führt das Unternehmen dem Ölkreislauf zu. Ein Ölfilter entfernt unter Zuhilfenahme von Zel-lulosepulver die vielen winzigen Hartmetallreste aus dem benutzten Prozessöl. Anschließend lässt es sich erneut in den Schleifmaschinen einsetzen.

Umbau ging schneller als erwartet

Durch die räumliche Enge in der Halle und den gleichzeitigen Zeitdruck sei der Abbau des alten und der Einzug des neuen Abscheiders im Januar 2019 eine besondere Herausforderung gewesen, berichten Zeiträg und Schneider. „Die Produktion sollte so schnell wie möglich wieder anfahren“, so Zeiträg. „Drei Tage, Donnerstag bis Samstag, hatten wir für den Umbau einkalkuliert. Da alles tadellos klappte, waren wir aber schon Freitagabend fertig.“

rk

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