Thema der Woche 50/2019

Neuheitenrallye: Die Schleiftechnik zwischen den Messen

Im NCF-Check berichten drei Schleifmaschinenhersteller darüber, welche Trends die Branche zwischen den Messen EMO und Grindtec bewegen.

Nach der EMO ist für die Schleifmaschinenhersteller vor der Grindtec. Der Weltleitmesse für Metallbearbeitung in Hannover folgt im März 2020 das nächste Highlight in Augsburg. Wir wollten wissen, wie die Unternehmen die beiden Messen gewichten und welche technischen Trends die Schleiftechnikbranche derzeit bewegen. Die Einschätzungen der Experten sowie ihr Ausblick auf Neuheiten und digitale Lösungen lesen Sie in den folgenden Statements.

Stephan Nell, CEO, United Grinding Group AG: Mit digitalen Systemen zu höherer Produktivität

Die EMO zieht viele internationale Besucher an, die sich für das gesamte Spektrum der Metallbearbeitung interessieren. Wir profitieren von dieser Internationalität und haben Gelegenheit uns Kunden zu präsentieren, die auf einer Messe viele Interessensgebiete abdecken wollen. Die Grindtec ist kleiner, aber spezialisierter. Die Besucher sind oft sehr gut informiert und wissen wonach sie suchen. Die Grindtec hat über die Jahre für uns an Bedeutung zugenommen, weshalb wir unseren Messestand in 2020 um 30 % vergrößern. Die Messen haben somit beide einen sehr hohen Stellenwert für uns.

Ein großer Trend ist nach wie vor die Digitalisierung beziehungsweise die Steigerung der Produktivität durch digitale Assistenzsysteme. Diesem Trend tragen wir Rechnung, indem wir unseren Kunden nicht nur Maschinenneuheiten präsentieren. Auf der EMO 2019 haben wir unsere Welt der United Grinding Digital Solutions erstmals auf einer eigenen Sonderausstellungsfläche vorgestellt. Diese wird auch auf der Grindtec zu sehen sein.

Marie-Sophie Maier-Wember, Geschäftsführerin, Haas Schleifmaschinen GmbH: Die Schleifmaschine wird smart und vernetzt

EMO und Grindtec passen sehr gut in unsere Agenda. Der breite Fokus und die internationale Ausrichtung der EMO bieten Haas Schleifmaschinen ein geeignetes Forum, Spitzentechnologien im gesamten Spektrum der Metallbearbeitung zu präsentieren. Auf die Grindtec freuen wir uns besonders, weil unsere Innovationskraft im direkten Marktbegleiterumfeld noch deutlicher wird. Haas hat in der Schleiftechnik eine einzigartige Alleinstellung: Wir vereinen die Stärken eines Hightech-Maschinenbauers mit der Kreativität und Geschwindigkeit eines Start-ups. Unsere Schleifsoftware Multigrind Horizon ist heute Treiber für viele Entwicklungssprünge im Bereich Digitalisierung.

Die Schleifmaschine von morgen ist smart, intelligent und hochvernetzt. Integrierte Prozessüberwachung, kollaborative Anwendungen und digitale Tools machen die Produktion präziser, flexibler und wirtschaftlicher – zum Beispiel bei der Produktion von Kegelrädern, Wälzschälrädern und Stechplatten oder bei der Komplettbearbeitung von Gewindebohrern. Unsere Kunden interessieren sich gerade besonders für die superschnelle Schleifsimulation Multigrind Styx. Diese neue cloudbasierte 1:1-Darstellung arbeitet mit Echtdaten und kann ausnahmslos jedes Werkstück simulieren. Es gibt sehr viel Neues, weshalb gilt: nach der Messe ist vor der Messe.

EMO und Grindtec stellen für Agathon jährlich alternierend die fachspezifischen Leitmessen dar, auf welche hin wir unsere Produktneuheiten terminieren. Auf der letzten EMO haben wir neben dem Prototyp der Evo Quinto auch die Neo – unsere Lasermaschine zum Vorbearbeiten von Superhartstoffen - mit Automation vorgestellt. Ab der kommenden Grindtec können sich unsere Kunden für Versuchsreihen auf dem 5-Achs-Schleifzentrum Evo Quinto registrieren.

Hinsichtlich technischer Trends stellen wir fest, dass in den Bereichen Industrie 4.0 und Verfügbarkeit von Maschinen innovative Lösungen gefragt sind – über welche wir verfügen. Zu ersterem zählen intelligente Schnittstellen zu kundenseitigen MES-Lösungen, sowie die App Live Status, die den aktuellen Betriebszustand der Agathon-Maschinen auf dem Smartphone oder Browser anzeigt. In punkto Verfügbarkeit fokussieren wir auf das neu lancierte Servicekonzept Care360, die Reduktion von Rüstzeiten sowie die Unterstützung bei der Prozessoptimierung.

Massimo Carboniero, Präsident des italienischen Herstellerverbands Ucimu, gab auf der Jahrespressekonferenz einen leichten Rückgang der Wirtschaftszahlen bekannt.
Foto: Ucimu

Unternehmen

Ucimu erwartet nach 2019 auch für 2020 einen Rückgang

Ucimu, der Verband der Italienischen Hersteller für Werkzeugmaschinen, Robotern und Automationssystemen erwartet für 2020 einen Rückgang auf Normalniveau.

Flexibel, schlank und mit geringem Wartungsaufwand perfekt für die digitale Produktionswelt gerüstet. Der KR Iontec punktet laut Kuka als Roboter mit mittlerer Tragkraft mit 99% technischer Verfügbarkeit.
Foto: Kuka

Robotertechnik

Roboter mit mittlerer Tragkraft? Kuka hat da einen Neuen!

Mit dem neuen KR Iontec verspricht Kuka einen Roboter für jede Aufgabe in der mittleren Traglastklasse. Jetzt bestellen und bereits im April einsetzen.

Für maximale Produktivitätssteigerung der Komplettbearbeitung kann die Millturn M30 G mit Automatisierungstechnik ausgestattet werden.
Foto: WFL

Komplettbearbeitung

Nur einmal spannen für die Komplettbearbeitung

Ein Gesamtlösungsanbieter im Bereich der Komplettbearbeitung? Für diesen Anspruch stattet WFL seine Maschinen mit zukunftsweisenden Technologien aus.

Für die prozesssichere Spankontrolle und hohe Standzeiten beim Reiben bietet Horn für das DR-Reibsystem 3D-gedruckte Kühlmittelscheiben.
Foto: Horn/Sauermann

Präzisionswerkzeuge

Wie Sie noch besser reiben und fräsen

Mit einer 3D-gedruckten Kühlmittelscheibe verspricht Horn eine echte Lösung zum Reiben von tiefen Sacklöchern oder Durchgangsbohrungen.