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Das schwäbischste Exponat auf der AMB: Der Tübinger Werkzeughersteller Horn fräste aus einem CK45-Block die drei entscheidenden Bauteile für eine voll funktionsfähige ‚Spätzle-Presse‘ – in 2:45 h auf einer DMU 75 monoblock.
Foto: NCFertigung
Das schwäbischste Exponat auf der AMB: Der Tübinger Werkzeughersteller Horn fräste aus einem CK45-Block die drei entscheidenden Bauteile für eine voll funktionsfähige ‚Spätzle-Presse‘ – in 2:45 h auf einer DMU 75 monoblock.

THEMA DER WOCHE 38/2022

Nachhaltige AMB 2022

Digitale Maschinen-, Bauteil- und Werkzeugüberwachung, optimierter Energieverbrauch, Werkzeug- und Kühlschmierstoffrecycling – die AMB hatte viele nachhaltige Facetten – und spannende Neuheiten.

Auch drohende Corona-Szenarien konnten die 20. AMB nicht bremsen. Genau 1.238 Aussteller begrüßten 64.298 Besucher und präsentierten teils spektakuläre Exponate oder auch sehr nutzwertige Innovationen: vom XXL-Hexapoden und der aus einem Ck45-Block gefrästen ‘Spätzle-Presse’ bis zum Mould Chuck, dem ersten Flächenspannfutter, das die Genauigkeit von Hydrodehnspannfuttern erreicht, oder der Spannbacke mit Sensorik. Aber entdecken Sie selbst. Hier der Überblick der NCFertigung.

Neue Dimension im Werkzeugspannen: Big Kaiser verspricht mit dem neuen Flächenspannfutter Mould Chuck (Premiere: Bimu Mailand ab 12.10.) eine Rundlaufgenauigkeit von 5 µm (bei 4xD). Weldonfutter liegen bei 15 bis 20 µm.  
Das neue HSKi-Interface für Werkzeugmaschinen? „Diese Schnittstelle könnte die Zukunft sein“, betonte Ceratizit-Entwicklungsleiter Dr. Uwe Schleinkofer. Daten (10 Mbit/s) und Energie (600 W) könnten über vier Kabel zur Hauptspindel übertragen werden.
Spektakulärer Hexapode in Halle 10: Elha hatte das Parallel-Kinematik-Modul PKM ausgestellt. Mit bis zu 25 m/s2 und Axialkräften von bis zu 15 kN empfiehlt Elha das PKM als perfekt für große Bauteile und schließt damit die Lücke zwischen Werkzeugmaschine und seriellem Armroboter.
Alberto Gotti, F&E-Leiter beim Schweizer Werkzeughersteller Mikron Tool, erklärte die konkreten Vorteile der neuen Titanbohrer CrazyDrill Cool Titanium ATC und PTC, die in Titanlegierungen oder Reintitan ohne nachschleifen über 8.600 Bohrungen schaffen.
Additive Demonstration: Der amerikanische Werkzeughersteller Kennametal präsentierte auf der AMB neue, große Gehäusebohrer, deren Körper additiv gefertigt und mit etlichen Wendeschneidplatten bestückt waren. Der Bohrer läuft mit bis zu 1.000 Umdrehungen pro Minute.
Die ganze Fertigung im Überblick: Mitsubishi Electric liefert mit dem neu entwickelten NC-Machine-Tool-Optimizer die Plattform, um sämtliche Werkzeugmaschinen – auch mit CNC-Steuerungen, die nicht von Mitsubishi sind – online überwachen zu können.  
Große Erleichterung in der Messtechnik: Renishaw hat eine App für seine Spindel-Messtaster entwickelt, die so sehr schnell eingestellt werden können. Nur ein paar Merkmale per App definieren und in paar Sekunden via Handy auf den Messtaster übertragen.
Nachhaltige Spindeln präsentiert: Der Kugelgewindetrieb-Hersteller Steinmeyer empfiehlt für Werkzeugmaschinen seine Eta+-Variante, die mit zwei Drittel weniger Reibung sehr effizient ist und sämtliche Bewegungen datentechnisch dokumentiert.
Spanntechnik der Zukunft stellte der Allgäuer Hersteller Allmatic vor: neben dem neuen Telesense-125-Schraubstock auch den smarten Autoclamp 5G. Zusammen mit der TU Wien wird eine Kombination von automatisiertem Klemmen mit intelligenter Spannkraftregelung angestrebt.
Neue, sehr kompakte Automationslösung für Einzelmaschinen: Fastems ließ in Halle 10 den Flexible-Pallet-Tower laufen. Der Speicher kann nach Bedarf schnell auf 12 bis 24 Paletten umgerüstet werden und maximiert so die Spindelauslastung gerade für die unbemannte Schicht.
Flexible Spanntechnik auch in Halle 3: Der italienische Spanntechnikhersteller Gerardi präsentierte seine neuen Maxi-Grip-Schraubstöcke, die schnell umgerüstet mit passenden Spannbacken-Einsätzen Einzel- und Mehrteilespannung für unterschiedliche Materialien erlauben.
Die Hoffmann Group setzt verstärkt auf Automation: Auf der AMB präsentierten die Münchner die neuen Garant-Basic-plus-Bauteilmagazine, die mittels Roboter problemlos in eine oder mehrere Werkzeugmaschinen platziert werden können.
Zwei verschiedene Rastermaße in einer Nullpunkteinheit: Lang Technik hat auf der AMB seine Kombiausführung vorgestellt: kombiniert werden die beiden Nullpunktraster 52 und 96 mm. So können die Schraubstöcke in einer Nullpunkteinheit aufgenommen werden.
Das Rollieren nochmal verbessert hat LMT Tools: Der Tangential-Rollkopf T3.18 Evo liefert noch kürzere Bearbeitungszeiten, hohe Gewindefestigkeit und erlaubt schnelle Rollenwechsel. Vorteil für den Einsatz auf Mehrspindel-Drehautomaten ist die reduzierte Spitzenhöhe.
Volle Hallen bei der AMB in Stuttgart. Nach den fünf Messetagen zählte der Veranstalter über 64.000 Besucherinnen und Besucher. 
Gerhard Glanz, Geschäftsführer der Röhm GmbH, stellte auf der Pressekonferenz eine „Revolution für die Werkzeugmaschinenbranche“ vor und meinte damit…
…ijaw, die erste Spannbacke , die mit Sensorik und kabelloser Datenübertragung ausgestattet ist. 
Produktmanager Dennis Wimmer präsentierte am Messestand von Röhm live die Möglichkeiten der intelligenten Spannbacke Ijaw. Mit ihr lässt sich direkt während der spanenden Bearbeitung die Spannkraft in Echtzeit messen. 
Den Besuchern der AMB wurden, wie hier bei WFL, imposante Exponate und Maschinen gezeigt. 
Zur Europapremiere des Dreh-Fräszentrums JX-200 am Hommel-Stand war Shogo Nakamura, CEO und President der Nakamura-Tome Precision Industry Co. Ltd. angereist. Er präsentierte die technischen Highlights der Maschine. 
Die Vielseitigkeit der Fräsmaschine Robodrill α-DiB5 ADV Plus zeigte Fanuc auf der AMB.
Die Power-Skiving-Funktion, die mit einer Drehzahl am Werkzeug bis 2.670 min-1arbeitet, ist laut Fanuc üblicherweise nur auf deutlich größeren Maschinen realisierbar.
Der komplexe Bearbeitungsprozess beim Power Skiving erfordert eine hohe Synchronität die einzelnen Achsen. 
Gezeigt wird auf der AMB die Fertigung einer Innenverzahnung mit einem Modul von 0,56. 
Der Messeauftritt von Heller stand unter dem Motto 360°-Performance. CEO Reinhold  Groß (li.) und Marketingleiter Marcus Kurringer stellten die Lösungen vor, die der Werkzeugmaschinenhersteller seinen Kunden anbieten will, um zu wettbewerbsfähigen Stückkosten produzieren zu können. 
Bei DMG Mori lautete das Motto „We love Automation“. Die Automatisierung war eines der Trendthemen auf der AMB.  
Blickfang am Stand von Hurco: Ein Mitarbeiter hat zahlreiche Teile des Motorrads, mit dem er Rennen fährt, auf Hurco-Maschinen gefertigt. 
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