Dr. Stefan Brand, Geschäftsführer der Vollmer-Gruppe: „Mit der Lasertechnologie werden wir nun zum Fullliner, in dem wir alle Technologien für die Bearbeitung von Rotationswerkzeugen anbieten.“
Foto: Vollmer

Lasertechnik

Mit der Lasermaschine ist Vollmer jetzt Komplettanbieter

Dr.-Ing. Stefan Brand, Geschäftsführer der Vollmer-Gruppe, informiert über die Details und Ziele der neuen Lasermaschine V-Laser 270.

Herr Dr. Brand, was sind die technischen Highlights der neuen Lasermaschine V-Laser 270?

Herzstück der V-Laser 270 ist eine feste Laserstrahlführung mit innovativer Maschinenkinematik. Die fünf Achsen sind dabei so zueinander angeordnet, dass die Bearbeitung des Werkzeugs stets optimal im Drehpunkt erfolgt. Dadurch ist es möglich, Werkzeuge mit minimaler Achsbewegung zu bearbeiten und eine stabile Prozessführung zu gewährleisten. Gleichzeitig ermöglicht die kinematische Kette eine hohe Bahngenauigkeit, was sich positiv auf die Bearbeitungsgenauigkeit und Qualität der Werkzeuge auswirkt. Optional kann die Lasermaschine mit einer Gegenspitze ausgestattet werden, um eine hohe Rundlauftoleranz zu erzielen. Dies ist aktuell einzigartig und eine Weltneuheit. Entstanden ist eine kompakte Maschine mit übersichtlichen Abmessungen. Die V-Laser 270 lässt sich mit der Automatisierung HC 4 kombinieren, die auch bei anderen Vollmer-Maschinen zum Einsatz kommt. Dabei handelt es sich um ein kompaktes Kettenmagazin, das bis zu 158 Schaftwerkstücke aufnehmen kann.

Welche neuen Anwendungen und Kundensegmente will Vollmer mit der Lasermaschine erschließen?

Mit der Lasertechnologie werden wir nun zum Fullliner, in dem wir alle Technologien für die Bearbeitung von Rotationswerk-zeugen anbieten. Die V-Laser 270 vervollständigt sinnvoll unser Angebot an Schleif- und Erodiermaschinen. Ziel ist es, unsere Kunden wie Schärfdienste oder Werkzeughersteller unabhängig von einer Technologie zu beraten und das Verfahren anzubieten, dass zu ihren individuellen Anforderungen passt.

Welches Marktpotenzial sehen Sie für die neue Lasermaschine und wie viele Maschinen wollen Sie jährlich verkaufen?

Vollmer geht es darum, ein verlässlicher Anbieter zu sein. Wir legen Wert auf langlebige und qualitativ hochwertige Maschinen. Daher würden wir nie in eine Technologie investieren, von der wir nicht überzeugt sind und bei der wir nicht auch einen neuen Impuls setzen können. Viele unserer Kunden fragen seit geraumer Zeit nach einer Lasermaschine aus dem Hause Vollmer. Wir hoffen, dass wir diese mit unserem Maschinenkonzept überzeugen können.

Ist in naher Zukunft geplant, auch eine Laser-Hybridmaschine auf den Markt zu bringen?

Aktuell sieht Vollmer in den klassischen Anwendungsbereichen der zerspanenden Werkzeuge kein Potenzial für eine laserbasierte Hybridmaschine. Das Zusammenspiel des optisch basierten Laserverfahrens mit unseren verschiedenen Technologien ist für uns noch kein potenzieller Anwendungsfall. Jedoch in den anderen Bereichen kann die Integration zweier Technologien in einer Maschine eine effiziente Lösung sein: Zum Beispiel können mit unserer V-Hybrid 360 Werkzeughersteller Hartmetall- und PKD-Werkzeuge in einer Aufspannung sowohl schleifen als auch erodieren.

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