Foto: Starrag/Fecht

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Medizintechnik im Mittelpunkt

Das Tech Center für Medizintechnik und Feinmechanik (TCI) der Schweizer Starrag war am Nikolaus Tech Day der angesagte Treffpunkt der Medizintechnik-Branche.

Bis zu 50 Fachleute aus dem Medical Valley kamen am Nikolaus Tech Day in das Tech Center für Medizintechnik (TCI). Neben Fachgesprächen und Networking an den Ständen der Starrag-Partner Horn, CG Tech sowie Solic Cam waren auch Maschinen-Vorführungen des Produktbereichs Bumotec aus dem Schweizer Kanton Fribourg sehr gefragt.

„Ein Kundentag am TCI ist für uns mehr als nur eine reine Werbeveranstaltung“, sagte ein Stammgast aus der Region. „Wir treffen uns hier immer wieder gerne, um mit Vertretern von Starrag, deren Partnerfirmen und auch mit Kollegen aus der Medizintechnik-Branche neue Zerspanungstrends zu besprechen.“

In einer Aufspannung 80 % der Bauteile zerspanen

Im Mittelpunkt des Interesses standen die Vorführungen an dem Hochpräzisions-Bearbeitungszentrum Bumotec s191, auf dem aus Edelstahl Mikromechanik-Bauteile mit einer Präzision von Tausendstel Millimetern entstanden. Für die Demonstrationen interessierten sich nicht nur langjährige Starrag-Stammkunden sondern auch der Inhaber eines kleinen, hochspezialisierten Lohnbearbeitungsbetrieb aus dem Landkreis Tuttlingen, der vor kurzem ein vertikales 5-Achs-Bearbeitungszentrum bestellt hat.

„Ich schwärme schon lange von dieser Maschine“, freute sich der neue Kunde. „Noch darf die Konkurrenz allerdings nicht wissen, dass ich demnächst mit einer Bumotec s191 PRM in einer Aufspannung hochgenaue Medizintechnik-Bauteile herstellen werde. Für die Maschine spricht, dass ich mit ihr 80 % meiner Bauteile in einer Aufspannung komplett zerspanen kann.“

5-Achs-Simultan-Bearbeiten von Stangen

Das Bearbeitungszentrum zeichnet trotz der kompakten Bauweise von lediglich 4 m² und der verhältnismäßig geringen Masse von 4,2 t eine hohe Systemsteifigkeit aus. Auch zum 5-Achs-Simultan-Bearbeiten von Stangen mit einem Durchmesser von bis zu 65 mm ist das Bearbeitungszentrum geeignet.

Partnerfirmen wichtig für Gesamtprozess

Hohe Zerspanungsergebnisse lassen sich oft besser im Zusammenspiel mit Partnerfirmen erzielen. Eine Hauptrolle spielen dabei Hersteller von Werkzeugen. Die hohen Anforderungen der Medizintechnik veranschaulichte in seinem Vortrag Matthias Polzin, Anwendungstechniker der Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn, anhand der typischen Werkstoffe und ihrer Eigenarten. Passend zu diesen Ausgangsmaterialien haben die Tübinger eine Vielzahl von maßgeschneiderten Lösungen entwickelt: In Immendingen stellte Polzin z.B. die neuen „µ-Finish“-Werkzeuge von Horn vor, die speziell für die Bearbeitung von Kleinstteilen beispielweise aus rostfreien Stählen entwickelt wurden.

Virtuelle Optimierung durch I-Machining

Frank Zehnder, Anwendungstechniker von Solid Cam, demonstrierte wie sich mit I-Machining die Bearbeitung virtuell optimieren lässt. Hans Erkelenz von der Anwendungstechnik bei CG Tech führte das Simulationsprogramm Vericut anhand einer virtuellen Bumotec s191 vor, mit der Anwender dank einer Vielzahl von Schnittstellen „das Einfahren auf das minimal Nötige“ senken können.

Das Konzept des Nikolaus Tech Days kam an. „Es war eine sehr gelungene Veranstaltung mit rund 50 Gästen von 14 Firmen“, erklärt TCI-Verkaufsleiter Marc Lehmann. „Das Feedback war mehr als positiv: Es haben sich insgesamt neue Projekte im zweistelligen Bereich ergeben.“

db

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