Foto: Mecadat

CAD + CAM

Mecadat bringt neue Visi-Version zur AMB

Mecadat hat sein CAD/CAM-Programm Visi überarbeitet. Die Version VISI 2018 R2 verbessert Simulation und Konstruktion beim Fräsen, Füllen, Editieren und Modellieren.

Die Langenbacher Mecadat AG präsentiert auf der AMB die neue Version Visi 2018R2. „Bei Visi 2018R2 lag der Entwicklungsschwerpunkt auf innovativen Funktionen für den Spritzgusswerkzeugkonstrukteur. Des Weiteren wurde das Arbeiten mit Koordinaten und Arbeitsebenen durch Regler und Symbole noch intuitiver gestaltet“, erläutert Ralph Schmitt, Vorstand der Mecadat AG. „Bei den allgemeinen Neuerungen im Benutzerinterface kann nun die Optik des Interfaces über voreingestellte Schemata schnell abgeändert werden: Vom klassischen Look über dunkel bis hin zu einer hellen Einstellung, die einen sehr guten Kontrast der Icons und Menüs gewährleistet und für 4K-Monitore bestens geeignet ist.“

Spiegeln jeder bleibigen Fräsoperation

Highlights bietet Visi 2018R2 bei der Fräsbearbeitung. So beinhaltet die neue Version nun einen komplett erneuerten Spiegelbefehl für Werkzeugwege. Die wichtigste und meist geforderte Verbesserung ist dabei die Möglichkeit der Beibehaltung der Schnittrichtung bei jeder beliebigen Fräsoperation. Die neue Funktionalität erlaubt das Erzeugen einer Kopie des aktuellen Projekts und das Spiegeln aller im Projekt beinhalteten Frässtrategien. Alle 5-, 3- und 2-Achsbedingungen werden dabei neu berechnet, bezogen auf die gespiegelte Z-Achsenausrichtung. Der größte Nutzen dieser neuen Technik ist die extreme Zeitersparnis vor allem bei gespiegelten Bauteilen und Werkzeugen, die den normalen und spiegelbildlichen Artikel beinhalten. „Als eines der markführenden CAD/CAM-Systeme im Werkzeug- und Formenbau beweist Visi mit den neuen Funktionen in der Version 2018R2 wieder einmal seine unschlagbare durchgängige Funktionalität“, fasst Ralph Schmitt zusammen.

Faceauswahl neu entwickelt

Das Wählen von identischen Faces wurde in Visi 2018R2 neu entwickelt. So kann man nun über dieses Icon mit verschiedenen geometrischen Bedingungen Wände rasch auswählen – egal in welcher Funktion. Das System erkennt auf Platten automatisch Taschen auf gleicher Z-Höhe oder sämtliche Bohrungen eines bestimmten Durchmessers. Auch das Editieren aller identischen Verrundungen ist nun mit einem Mausklick möglich.

Ebenfalls überarbeitet wurde der Schnappschussmanager. Zur Dokumentation von Schnappschüssen kann nun vollautomatisch über selbstdefinierbare Vorlagen mit Excel oder Powerpoint zum Beispiel ein automatisierter Werkzeugbericht erstellt werden.

Modelliertechniken zum Editieren der Körperfläche

In Version 2018R2 erhielten die Visi-Modelliertechniken – speziell das direkte Modellieren – zahlreiche Verbesserungen und Neuentwicklungen. Ein Highlight bei der direkten Modellierung stellt die neu entwickelte Funktion zum Editieren der Körperfläche dar. Sie ergänzt Funktionen wie ‚Körperfläche bewegen‘ und schafft komplett neue Freiheiten beim nachträglichen Ändern von Bauteilen. Dies betrifft speziell Teile mit Freiformflächen, Formschrägen und Radien.

Füllsimulation vereinfacht und in Mould-Modul integriert

Besonders die Funktionen des Formenbaumoduls wurden stark erweitert und verbessert. Hier kommt der direkte Entwicklungseinfluss der Mecadat AG und ihrer Kunden zum Tragen. So ist nun eine vereinfachte Füllsimulation in das Modul Mould integriert worden. Damit kann auch ein Werkzeugkonstrukteur das Füllverhalten für seine Konstruktion – beispielsweise das balancierte Füllen oder Lufteinschlüsse – bewerten. Und zwar ohne Softwaremehrkosten und ohne einen Rheologieingenieur bemühen zu müssen. Außerdem können komplexe Kühlungslayouts nun in der Kühlungsfunktion automatisch zur Dokumentation herausgelöst werden.

Komplett neu entwickelter Werkzeugaufbau

Visi 2018R2 bietet zudem einen komplett neu entwickelten Werkzeugaufbau. Das neue Mould Tool Design ersetzt das alte Mould Tool. Es basiert auf der schon in Progress bewährten Assembly-NG Technologie. Damit sind die Restriktionen des alten Mould Tools aufgehoben und das nachträgliche Editieren und Ändern des Werkzeugaufbaus ist stark verbessert worden. Eine weitere Neuheit sind die in sämtlichen Platten bereits vorhandenen Bohrungen, die nun nicht mehr erst durch Normalienkavitäten entstehen. Damit sind alle Bohrungsabmessungen oder die Abhebeecken absolut exakt dargestellt.

Editieren am Werkzeug möglich

Ein Highlight der neuen Version ist die neue Editiertechnik an einem in Arbeit befindlichen oder fast fertigen Werk-zeug. Die Assembly-NG Technik steuert automatisch die Größenänderung der Plattengeometrie an bereits konstruktiv bearbeiteten Platten. Im Tool Design können Abmessungen und Plattenstärken beliebig geändert werden. Mit der neu entwickelten Bewegungsdefinition bei Plattenänderung kann bestimmt werden, ob Bohrungen, Taschen, Schieberbahnen, usw. die Änderung mitmachen oder ob sie in der Ursprungsposition bleiben sollen.

Neben der AMB wird Mecadat auf weiteren Messen im Herbst 2018 wie der Fakuma und der Euro Blech seine neue Version Visi 2018R2 präsentieren.

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