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Foto: NCFertigung/Ucimu
Ucimu organisiert die EMO 2021, plant die Messe in Mailand live bereits mit vielen Werkzeugmaschinen und den Schwerpunkten Digitalisierung und Vernetzung – und verweist auf große Steueranreize vom italienischen Staat. 

Messen

Mailand live mit einmaliger Vernetzung und großen Steueranreizen

Ucimu plant die EMO bereits als Live-Event vom 4. bis 9. Oktober in Mailand – verspricht eine einmalige Vernetzung und große Steueranreize in Italien.

Wie geplant wird die EMO dieses Jahr Anfang Oktober vom 4.-9.10. auf dem Messegelände live in Mailand stattfinden – waren sich Ucimu-Präsidentin Barbara Colombo, Pressesprecherin Claudia Mastrogiuseppe und auch Martin Kapp, Mitglied des VDW-Vorstandes, sicher – zudem versprach die Präsidentin des italienischen Werkzeugmaschinenverbandes eine einmalige Vernetzung und große Steueranreize.

Mailand live mit einmaliger Vernetzung – wenn der Aufschwung einsetzt – und großen Steueranreizen

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Viel Digitalisierung versprach Ucimu-Präsidentin Barbara Colombo während der EMO-Vorpressekonferenz. Demnach wird sich die Fieramilano Rho zur größten digitalen Fabrik verwandeln, die jemals innerhalb eines Messegeländes eingerichtet wurde.
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Martin Kapp, Mitglied des VDW-Vorstandes, verwies auf die Attraktivität des italienischen Marktes und der EMO – für deutsche Aussteller und  Einkäufer. Denn deutsche Markt ist nach wie vor der zweitgrößte Markt für italienische Hersteller.
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Pressesprecherin Claudia Mastrogiuseppe erwartet in den nächsten zwei Monaten durch die weltweit voranschreitenden Impfkampagnen noch viele weitere Zusagen zur EMO Mailand.

DMG Mori, Fanuc, Heidenhain, Index, Makino, Siemens, Soraluce bis United Grinding

Gefördert von Cecimo, dem europäischen Verband der Werkzeugmaschinenindustrie, organisiert der italienische Werkzeugmaschinenverband Ucimu auch 2021 die EMO, die weltweit führende Messe für die metallverarbeitende Industrie, vom 4. bis 9. Oktober, die nach Angaben von Barbara Colombo auf jeden Fall stattfindet, wenn der Aufschwung der Investitionen bereits eingesetzt haben sollte, schränkte die Ucimu-Präsidentin ein. Aber die Chancen für eine EMO in Mailand stehen gut. Bis dato haben bereits 103 deutsche Unternehmen die EMO gebucht. Als ‘International Participations’ der EMO 2021 präsentierte Barbara Colombo bereits viele bekannte Namen von Agathon und Autodesk über DMG Mori, Fanuc, Heidenhain, Index und Junker bis Makino, Matsuura, Okuma, Renishaw, Siemens, Soraluce und United Grinding. Im Fokus stehen demnach natürlich wieder vor allem die Werkzeugmaschinen für die Metallzerspanung und -umformung sowie Produktionssysteme, Grundlagentechnologien, Roboter und Automatisierung, aber auch Lösungen für vernetzte und digitale Fabriken sowie additive Fertigung würden im Mittelpunkt der EMO Mailand 2021 stehen.

Digitalisierung, Vernetzung und Entscheidungsträger

Ein großer Schwerpunkt wird nach Angaben von Barbara Colombo das Thema Digitalisierung und Vernetzung sein. Demnach werden in den Hallen der ‘Fieramilano Rho’ die besten internationalen Technologien des Sektors zu sehen sein, versprach die Präsidentin während ihrer Microsoft-Teams-Präsentation Ende Mai vor fast 60 Journalisten. Und Barbara Colombo versprach, dass sich die Fieramilano Rho zur größten digitalen Fabrik verwandeln wird, die jemals innerhalb eines Messegeländes eingerichtet wurde. Gerade durch die Digitalisierung und Vernetzung wird die EMO 2021 wieder in der Lage sein, besonders qualifizierte Besucher anzuziehen, gemäß ihrer Tradition, die nach Angaben von Barbara Colombo bestätigt, die Weltausstellung für Entscheidungsträger in der Produktionstechnik zu sein, da statistisch 81% der Gesamtbesucher Entscheidungsträger sind. Laut Statistik des Ucimu nehmen demnach 56% der Entscheidungsträger an der Kaufentscheidung teil, 25 % entscheiden selbständig.

Aussteller aus 32 Ländern haben bereits zugesagt

Dass trotz Corona-Krise die Anmeldung zur EMO Mailand doch gut läuft, belegt Ucimu bereits mit vielen namhaften Unternehmen, die ihre Teilnahme bereits bestätigt haben. Mitte Mai hätten schon Aussteller aus 32 Ländern zugesagt. Stark vertreten seien bereits Italien, Deutschland, Taiwan, Spanien, Japan, die Schweiz, China und Korea. Die Liste wird von Tag zu Tag länger, berichtet Claudia Mastrogiuseppe, die in den nächsten zwei Monaten durch die weltweit laufenden Impfkampagnen noch viele weitere Zusagen erwartet. Deutschland sei das erste Land nach Italien, dessen Ausstelleranzahl schon über 100 gestiegen ist. EMO-Generalkommisar Luigi Galdabini erklärte dazu, dass die Erwartungen der Branchenakteure sehr hoch seien, was von der festen Absicht der Fertigungswelt zeugt, zur Normalität zurückzukehren. “In der Tat ist bereits eine große Anzahl von Ausstellungsanmeldungen im Sekretariat eingegangen und ihre Sammlung geht zügig voran. Wir erwarten jedoch, dass sie sich in den nächsten Wochen weiter intensivieren wird, dank der immer weiter verbreiteten Verteilung von Impfstoffen an die Weltbevölkerung.”

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Die weltweit größten Werkzeugmaschinenproduzenten in 2020. Die Produktion in China blieb fast unverändert.
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Die weltweit größten Werkzeugmaschinenexporteure mussten 2020 massive Rückgänge verkraften. 
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In Deutschland wurde 2020 deutlich weniger Maschinen gekauft. Die -36 % toppte nur noch Indien mit -49 %.
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Sehr positiv ist der Ausblick: Ucimu erwartet eine deutliche Belebung des Werkzeugmaschinenabsatzes bis 2024.

Werkzeugmaschinenverbrauch soll 2021 mit bis zu +16,2 % steigen

Positiv würden sich auch die Kennzahlen der Werkzeugmaschinenbranche entwickeln, berichtete Barbara Colombo. Demnach dürfte laut den von Oxford Economics erstellten Prognosen bereits das Jahr 2021 nach dem starken Rückgang im Jahr 2020 eine Erholung des weltweiten Werkzeugmaschinenverbrauchs bringen, der wieder auf 62,7 Mrd. EUR ansteigen soll. Asien sei dabei mit 35 Mrd. EUR und +16,2 % beteiligt; Europa mit 16 Mrd. EUR (+13,3 %) und Amerika mit 11 Mrd. EUR (+14,5 %). Betrachtet man die einzelnen Länder, so dürften alle eine Nachfrageerholung erleben, die sich auch 2022 und 2023 fortsetzen dürfte, berichtete Barbara Colombo. Betrachtet man Europa, so sollten sowohl Italien (3,1 Mrd. EUR, +10,1 %) als auch Deutschland (4,9 Mrd. EUR, +8,7 %) im Jahr 2021 wieder ein Plus bei den Investitionen in Produktionstechnologien verzeichnen. Der Wachstumstrend sei für beide Länder auch im Zweijahreszeitraum 2022-2023 absehbar, so Barbara Colombo.

Steueranreize für Investitionen in Italien von bis zu 50%

Darüber hinaus hat die italienische Regierung besondere steuerliche Anreize geschaffen, die aus Steuergutschriften von bis zu 50 % für italienische Unternehmen bestehen, die in den Jahren 2021 und 2022 in neue Werkzeugmaschinen, Roboter, Automatisierungssysteme, 4.0 und digitale Technologien investieren. Dies, so Barbara Colombo, sei eine großartige Geschäftsmöglichkeit für alle Aussteller aus der ganzen Welt und insbesondere für deutsche Unternehmen, die eine starke Geschäftsbeziehung mit italienischen Unternehmen haben.

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Das ist eine Auswahl der Aussteller, die bereits zur EMO in Mailand zugesagt haben… 
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Digitalisierung und Vernetzung werden im Mittelpunkt der EMO 2021 stehen.
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Ucimu empfiehlt als weiteres Highlight auf der EMO 2021 die Speakercorner…
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Mailand ist aber nicht nur wegen des attraktiven, gut strukturierten Messegeländes eine Reise wert…
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Wie schon 1979, 1987, 1995, 2003, 2009 und 2015 wird Mailand auch abseits der Messe eine „most modern and lively city“ sein – wie es Ernest Hemingway zusammenfasste.

EMOdigital und Speakercorner

Als Highlights auf der EMO empfiehlt Barbara Colombo vor allem die Initiativen EMOdigital und Speakercorner. EMOdigital im Ausstellungs- und Demonstrationsbereich, mit dem das Potenzial digitaler Technologien für die Fertigungswelt veranschaulicht wird. Dazu noch eine Start-up-Area, die eben Start-ups und deren Innovationen hervorhebt. Mit der Speakercorner verbindet die EMO die Ausstellung mit einer thematischen, vertieften kulturellen Analyse, die durch ein Programm von Konferenzen zu spezifischen Themen und durch Side-Events entwickelt wird, die Diskussionen mit Meinungsführern und Präsentationen von Technologien im Zusammenhang mit dem Sektor beinhalten. Die Protagonisten der Veranstaltungen, die sich in erster Linie an die Besucher richten, werden auch die Aussteller sein, die auf der Bühne durch spezielle Initiativen, Einblicke in Themen, die mit der Welt der Fertigungsindustrie verbunden sind, und durch Ad-hoc-Treffen, die den Austausch von Know-how fördern, einbezogen werden können.

Die 7. EMO Mailand folgt 2027

Die nächste EMO in Mailand findet 2027 statt. Das wird die 7. EMO in Mailand sein nach 1979, 1987, 1995, 2003, 2009, 2015 und 2021. Dass sich ein Besuch in Mailand lohnt, zeigt Ucimu auf deren Website, unter anderem mit dem Vergleich der Besucherzahlen und Messeflächen zwischen den großen Messeplätzen Tokio, Peking, Chicago und Mailand.

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Foto: NCFertigung

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