Das von Gehring industrialisierte Verfahren zur Vorbearbeitung von Zylinderlaufbahnen mittels Laser vor dem Beschichten und Honen trägt zur Optimierung des Wirkungsgrads von Verbrennungsmotoren bei.
Foto: Gehring

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Lieferfähigkeit bleibt – trotz Insolvenzverfahren

Die fortgeschrittene Diversifizierung stärkt die Aussichten der deutschen Gehring Gesellschaften im vorläufigen Insolvenzverfahren.

Die deutschen Gehring Gesellschaften haben beim Amtsgericht Stuttgart Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Davon betroffen sind die Standorte in Ostfildern, Naumburg und Wernigerode mit insgesamt 624 Mitarbeitern. Die Löhne und Gehälter sind im Verlauf des vorläufigen Insolvenzverfahrens abgesichert. Der Geschäftsbetrieb wird uneingeschränkt fortgeführt, die Lieferfähigkeit ist weiterhin in vollem Umfang für bestehende und neue Aufträge gegeben. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde mit dem heutigen Tag Dr. Tibor Braun bestellt.

Neuaufstellung im Rahmen des vorläufigen Insolvenzverfahrens

Die Situation der Gehring Gruppe war in den letzten Jahren geprägt von der Transformation in der Automobilindustrie. Die rückläufige Entwicklung im Geschäft mit der Produktionstechnik für Verbrennungsmotoren sowie die drastischen wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19 Pandemie wurden frühzeitig und konsequent durch Strukturanpassungen adressiert. Durch die Entwicklung und Einführung neuer Produkte und Leistungen, vor allem in den Bereichen E-Mobilität, Lasertechnologie und Digitalisierung konnten neue Geschäftsfelder erschlossen werden. Vor diesem Hintergrund wird die Geschäftsleitung nun mit dem Insolvenzverwalter im Rahmen des vorläufigen Insolvenzverfahrens eine positive Neuaufstellung für die Zukunft entwickeln.

ak