Foto: OPS Ingersoll

Erodiertechnik

Je homogener das Grafit, desto geringer der Verschleiß

EDM-Entwicklungsleiter Dr. Max Schwade erklärt, wie und warum mit der Senkerodiermaschine Eagle G5 Precision echte Highend-Anwendungen machbar sind.

von Harald Klieber
Keinesfalls sparen sollten Unternehmen beim Kauf von Grafit – „zumindest, wenn daraus hochpräzise Elektroden für die Senkerosion gefräst werden sollen“, betont OPS-Ingersoll-EDM-Entwicklungsleiter Dr. Max Schwade. Denn beim Grafit würde es große Unterschiede geben, die sich besonders im Verschleißverhalten der späteren Elektrode zeigen würden. „Es gilt die Formel: Je homogener das Material, desto weniger Verschleiß ist zu befürchten. Denn Inhomogenitäten werden zuerst abgetragen und ergeben dann eben deutlich schlechtere Oberflächen.“

Max Schwade rät, immer auf die mittlere Korngröße zu achten. Bei „gutem Grafit“ würde diese angegebene mittlere Korngröße das Material dominieren und damit nur eine kleine Streuung aufweisen. „Letztlich kann man nur raten: vorher testen – auf jeden Fall beim Umstieg auf einen neuen Lieferanten. Alternativ beraten wir natürlich als Technologiepartner in diesen Fragen. Wir selbst verwenden grundsätzlich nur zwei Grafitsorten – hochwertiges Grafit und Standard – die wir auch empfehlen.“

Oberflächen, wie sie bislang nicht realisierbar waren

Nicht minder wichtig ist dann nach Erfahrung von Max Schwade die Auswahl der richtigen Bearbeitungsmaschine: „Wer hochpräzise erodieren will, der sollte sich auch mit dem Thema Umgebungsbedingungen und Klimatisierung beschäftigen. Die Kapselung der Maschine übernehmen wir. Denn unsere Eagle G5 Precision besitzt bereits eine vollständige Kapselung.“ Nur so, erklärt Max Schwade, macht natürlich der Einsatz des neu entwickelten Eagle-Power-Spark-Generators Sinn, der für überaus feine, homogene und sogar matt glänzende Oberflächen sorgt, wie sie bislang nicht mit Grafit realisierbar waren. Zudem können sogar große Flächen und andere Stahlsorten fein-erodiert werden und Oberflächengüten von VDI 8 bis VDI 10 für Flächen bis 150 cm2 erreicht werden.

„Mit der Eagle G5 Precision können wir jetzt Dinge tun, die sonst keiner machen konnte – gerade beim Erodieren mit Grafit. Durch den von uns neu entwickelten Generator sind wir in der Lage, die Erodierimpulse völlig anders zu gestalten und auszuwerten. Mit der adaptiven, sehr verschleißarmen Stromform, so Max Schwade, würde die Eagle G5 Precision maximalen Abtrag bei minimalem Verschleiß generieren. „So können Sie problemlos Oberflächen bis Ra 0,25 µm erodieren. Denn unterm Strich ist definiert erodieren viel besser als nachträglich stundenlang zu polieren, was das Bauteil letztlich viel ungenauer macht."

Mehr zum Thema gibt's im NCF-Check "Präzisionswerkzeuge" der NCFertigung Ausgabe 8 ab Ende August.

Werkzeugmaschinen

Höchste Präzision mit Graphit

Mit der Eagle G5 Precision hat OPS-Ingersoll eine Senk-Erodiermaschine entwickelt, die bei geringstem Verschleiß der Elektrode Resultate in einer Präzision und Feinheit ermöglicht, die nie zuvor erreicht wurden.

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