Massimo Carboniero, President des italienischen Herstellerverbandes Ucimu, zeigte sich erfreut über die konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2018.
Foto: Ucimu

Unternehmen

Italienische Hersteller vermelden Rekord

Der italienische Herstellerverband für Werkzeugmaschinen Ucimu vermeldet für das abgelaufene Jahr Rekordzahlen. Stabilität für 2019 erwartet.

Das Jahr 2018 war für die italienische Herstellerindustrie von Werkzeugmaschinen, Robotern und Automationssystemen ein Rekordjahr, denn sie verzeichnete eine zweistellige Wachstumsrate für alle Wirtschaftsindikatoren. Das Jahr 2019 wird sich hingegen durch eine grundlegende Stabilität auszeichnen. Das wurde zusammengefasst von Massimo Carboniero, Präsident von Ucimu-Sistemi per produrre, Verband der italienischen Hersteller von Werkzeugmaschinen, Robotern und Automationssystemen im Laufe der Ende des Jahres üblichen Pressekonferenz erläutert.

Anstieg von 13,4% im Vergleich zum Vorjahr

Wie aus den vom Centro Studi & Cultura di Impresa von Ucimu erarbeiteten Vorabschlussdaten hervorgeht, verzeichnete die Produktion im Jahr 2018 einen Anstieg gegenüber dem vorhergehenden Jahr von 13,4% auf 6.900 Millionen Euro. Es handelt sich somit um das fünfte aufeinanderfolgende Wachstumsjahr und beim absoluten Wert um einen neuen Rekord für die italienische Fachindustrie.

Ausgezeichnete Performance im In- und Ausland

Dieses Ergebnis wurde sowohl von der ausgezeichneten Performance der Lieferungen seitens der italienischen Hersteller auf dem Inlandsmarkt bestimmt, um 21,1% auf 3.270 Millionen Euro angestiegen, als auch vom positiven Exportverlauf, um 7,2% auf 3.630 Millionen Euro angestiegen.

Deutschland, China und USA sind die wichtigsen Absatzländer

Laut der von Ucimu erarbeiteten ISTAT-Daten bezüglich der ersten acht Monate des Jahres (letzte verfügbare Erhebung) waren die wichtigsten Absatzländer des Made in Italy Sektors: Deutschland 246 Millionen Euro (+11,6%); China 237 Millionen Euro (+7,1%); die Vereinigten Staaten 223 Millionen Euro (+9,5%); Polen 143 Millionen Euro (+49,8%) und Frankreich 135 Millionen Euro (-4,6%).

Italien stärkt seine Rolle auf internationaler Ebene

Durch diese Steigerungen stärkt Italien seine Rolle auf internationaler Ebene, wo das Land heute nicht nur aufgrund der Kompetenz der italienischen Fachindustrie Anerkennung findet - gemessen an den Produktions- und Exportdaten - sondern auch aufgrund der lebhaften Nachfrage, die der Maßnahmen für die Wettbewerbsfähigkeit wie Super- und Hyperabschreibung - im Programm Industrie/Unternehmen 4.0 enthalten - zu verdanken ist.

Investitionsbereitschaft war hoch

Insbesondere stieg im Jahr 2018 der Verbrauch an Werkzeugmaschinen, Robotern und Automationssystemen in Italien um 25,9% auf 5.620 Millionen Euro. Die Bereitschaft seitens italienischer Nutzer in neue, auch digitale, Technologien zu investieren, hat die Hersteller veranlasst die Aufmerksamkeit auf den Inlandsmarkt zu lenken, wie die Reduzierung des Verhältnisses Export/Produktion von 55,6% im Jahr 2017 auf 52,6% im Jahr 2018 zeigt.

Inland verliert an Elan, Ausland macht Hoffnung

In einem allgemein nicht besonders günstigen Klima müsste die italienische Fachindustrie trotzdem im Jahr 2019 die Performance von 2018 bestätigen, indem sie sich den positiven Verlauf der Auslandslieferungen zunutze macht, deren Steigerung noch erwartet wird. Sichtlich verlangsamt der Inlandsmarkt, dessen Aufwärtstrend anscheinend den Elan verloren hat, den wir im Lauf der letzten Jahre gewohnt waren.

Plus in der Produktion erwartet

Die Produktion wird auf 7.040 Millionen (+2%) steigen, gezogen vom Export – mit einem 5%igen erwarteten Anstieg – der sich bei 3.810 Millionen Euro einpendelt. Der Verbrauch, d.h. die Nachfrage seitens der italienischen Nutzer, wird bei 5.630 Millionen Euro (+0,2%) stehenbleiben. Die Invarianz des Inlandsmarktes schlägt sich sowohl auf die Lieferungen der italienischen Hersteller, die auf 3.230 Millionen Euro (-1,2%) zurückfallen, als auch auf den Export nieder, der sich bei 2.400 Millionen Euro (+2,1%) einpendelt. Das Verhältnis Export/Produktion wird um einen Prozentpunkt auf 54,1% ansteigen. Massimo Carboniero, Präsident von Ucimu-Sistemi per produrre, kommentierte folgendermaßen: „Wir sind mit diesem Jahr 2018 vollauf zufrieden: das Jahr schließt sowohl im Inland als auch im Ausland mit ausgezeichneten Ergebnissen und mit einem Umsatz, der insgesamt betrachtet die 9 Milliarden Euro überschritten hat; d.h. wenn man zur Herstellung von Maschinen auch die Produktion von Teilen, Werkzeugen und numerischen Steuerungen zählt, die nicht in den italienischen Werkzeugmaschinen inbegriffen sind.“

Carboniero fordert Mut zur Innovation

„Trotz unserer Zuversicht das im Jahr 2018 erreichte Niveau halten zu können, sehen wir doch für 2019 eine eindeutige Abschwächung der Investitionen seitens italienischer Nutzer in neue Maschinen. Auch wenn wir verstehen können, dass das Wachstum an das wir gewohnt waren nicht mit dieser Intensität und dem Rhythmus andauern kann, dürfen wir nicht vergessen, dass eine kürzlich von Fondazione Ucimu und Eumetra durchgeführte Erhebung zeigt, dass nur die Hälfte der italienischen metallverarbeitenden Unternehmen im Zeitraum zwischen 2017 und im ersten Halbjahr 2018 Investitionen durchgeführt hat.“„Deshalb“ - fuhr Massimo Carboniero fort - „wäre es notwendig den vorgezeichneten Weg der Innovation weiterhin zu verfolgen und die bisher funktionierenden Maßnahmen auch für 2019 zu bestätigen.“

cd

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