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Ohne Medienbrüche – ohne Insellösungen, mit modularen Softwarebausteinen: Die Evo-Softwareplattform deckt die komplette Prozesskette der Zerspanung im kaufmännischen und fertigungstechnischen Bereich ab.
Foto: Evo Informationssysteme
Auch gegen Hackerangriffe geschützt: Die Evo-Softwareplattform deckt die komplette Prozesskette der Zerspanung im kaufmännischen und fertigungstechnischen Bereich ab.

THEMA DER WOCHE 16/2022

Industriesoftware hat Hacker-Schutz inklusive

Evo beherrscht nicht nur die Digitalisierung komplexer Prozesse. Kirchhof Dreh- und Frästechnik konnte so 2021 schnell einen Hackerangriff verkraften.

Im Frühjahr 2021 traf es die Kirchhof GmbH besonders hart: Ein Hackerangriff verschlüsselte alle Daten. Mit Schrecken erinnert sich Geschäftsführer Tobias Kirchhof daran: „Es war der reinste Horror. Wir dachten alle, wir stehen nun vor dem Nichts.“

Industriesoftware konnte beim Hackerangriff Schlimmes verhindern

Glücklicherweise, erzählt der Geschäftsführer der Dreh- und Frästechnik GmbH im baden-württembergischen Remseck, lief zu diesem Zeitpunkt schon die Evo-Software und konnte Schlimmes verhindern. Zwar war das Dokumentensystem Evo-jetstream verschlüsselt und alles musste neu aufgespielt, die Datenbank wieder gefüllt werden. Doch das Evo-competition konnte nicht gehackt werden, es war davon nicht betroffen. Der Evo-Support handelte sehr schnell, erinnert sich Tobias Kirchhof, unterstützte mit Leihservern bis zum Austausch aller Festplatten und neuen Netzwerkstrukturen: Vier Tage nach dem Hackerangriff lief der Betrieb bei Kirchhof wieder nahezu reibungslos. „Ein Glück, dass wir mit Evo einen agilen Softwarepartner an Bord haben, der uns auch in solchen Situationen rasch und kompetent zur Seite steht“, zeigt sich Tobias Kirchhof sehr verbunden.

Daten mussten jedes Mal neu eingegeben werden

Seit 2015 arbeitet die Kirchhof GmbH CNC-Präzisions-Dreh- & Frästechnik mit Evo zusammen und produziert vor allem technisch aufwendige und montagefertige Dreh- und Frästeile ab Losgröße 50. „Bei uns dreht sich alles um Präzision. Unsere CNC-Dreh- und Frästeile erfüllen höchste Qualitätsansprüche.“ Für seinen Betrieb suchte Tobias Kirchhof 2015 nach einer Digitalisierungslösung, um seinen Präzisionsanspruch auf perfekte digitale Prozesse ausweiten zu können, um auch in der Auftragsabwicklung noch effizienter und schneller zu werden. Sein bisheriges ERP-System war wenig informativ, unflexibel, alles musste händisch nachbearbeitet werden, kein Update lief einwandfrei. „Unsere frühere Software musste total verbogen werden, damit wir sie nutzen konnten. Meine Mitarbeiter und ich mussten praktisch jedes Mal von vorne anfangen und Daten eingeben. Die Produktionssteuerung hat nie so funktioniert, wie es eigentlich sein sollte.“

Evo-competition ist Grundlage für durchgängige Digitalisierung

Über einen Geschäftspartner wurde Tobias Kirchhof auf den Softwarehersteller Evo Informationssysteme aufmerksam. Der Hersteller von Industriesoftware bietet die Möglichkeit der durchgängigen Digitalisierung von A-Z mit einzelnen Softwarebausteinen, die sich schnittstellenfrei aneinanderfügen. Der ausgereifte Evo-Industriestandard ermöglicht dabei die nahtlose Digitalisierung und Vernetzung von Prozessen und Systemen. Die bei vergleichbaren Lösungen erforderliche teure Individualprogrammierung wird herstellerseitig durch die vielfältigen Konfigurationseinstellungen unnötig. Dabei ist der Softwarebaustein Evo-competition die Grundlage für die durchgängige Digitalisierung aller Geschäfts- und Produktionsprozesse in der verarbeitenden Industrie. Die kaufmännischen Geschäftsprozesse im Vertrieb und Einkauf, die Produktionsplanung und die Betriebsdatenerfassung werden bei der Kirchhof GmbH nun hiermit abgebildet. Mit dem weiteren Softwarebaustein Evo-jetstream wiederum werden Dokumente, die Produktdaten digital und revisionssicher verwaltet, sowie die CNC-Maschinen mit Daten versorgt.

Für bestmögliche Teile war eine Digitalisierungsstrategie unabdingbar

„Dank Evo Informationssysteme habe ich heute wesentlich mehr Ruhe. Ich arbeite ja gerne mit meinem Team zusammen, doch wenn ständig jemand ins Büro stürmt und Fragen stellt, komme ich ja selbst zu nichts. Das hat sich entscheidend verändert“, freut sich der Kirchhof-Geschäftsführer. Zwar waren zu Beginn des Digitalisierungs-Projekts längst nicht alle Mitarbeiter so begeistert. Um allerdings höchst wettbewerbsfähig zu bleiben und seinen Kunden bestmögliche Dreh- und Frästeile liefern zu können, war eine Digitalisierungsstrategie unabdingbar. Für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Kunden ist auch ein reibungsloser interner Prozessablauf ausschlaggebend.

Große Stärke: Durchgängigkeit

Tobias Kirchhof ist sehr froh, den Mut aufgebracht zu haben, Fehlentwicklungen in Software zu stoppen. Und nicht noch weiter Geld in ineffiziente Programme zu investieren. Den alten, zusammengestückelten Softwaresystemen trauert er keine Minute hinterher. Vielmehr ist er dankbar, mit Evo bereits seit 2015 einen zuverlässigen Software-Partner an seiner Seite zu haben. Regelrecht begeistert zeigt sich Tobias Kirchhof bei der größten Stärke von EVO: die Durchgängigkeit. Mithilfe des EVO-Factory-Dashboard gelingt die durchgängige Digitalisierung vom Büro bis zur Maschine in der Fertigung. Daraus resultiert eine maximale Prozessgeschwindigkeit und dies bringt einen hohen Nutzwert für das Unternehmen.

Evo-jetstream für Werkzeugmessdaten vom -voreinstellgerät

Mit Evo-competition lassen sich Prozesse nach und nach einbinden und digitalisieren. Schlanke Strukturen, klare Abläufe, aktuelle Informationen aus einem Guss und am richtigen Ort: Die Evo-Softwareplattform deckt die komplette Prozesskette der Zerspanung im kaufmännischen und fertigungstechnischen Bereich ab. Ohne Medienbrüche – ohne Insellösungen; mit modularen Softwarebausteinen. Evo-Geschäftsführer Jürgen Widmann ist es wichtig zu betonen: „Digitalisierung ist für uns sicherlich kein Selbstzweck, sondern ausschließlich zum Nutzen unserer Kunden. Wie für die Kirchhof GmbH. Wenn wir erleben, dass sich unser Softwaresystem in der betrieblichen Praxis bewährt, ist das für uns die größte Anerkennung.“ Ein weiterer Softwarebaustein, den die Kirchhof GmbH nutzt, ist Evo-jetstream. Dieser kann auch Werkzeugmessdaten vom Werkzeugvoreinstellgerät in die CNC-Maschinen übertragen.

Mittlerweile hohe Akzeptanz der Mitarbeiter

Die vertrauensvolle Partnerschaft zwischen der Kirchhof und Evo zeigt überzeugend, wie Digitalisierung erfolgreich umgesetzt wird. Vorausgesetzt, Unternehmen gehen beherzt und entschieden die nötigen Schritte an. „Herr Kirchhof hat den Mut bewiesen, mit einem komplett neuen Softwaresystem von uns durchzustarten. Das traut sich nicht jeder“, lobt Jürgen Widmann die Entscheidungsfreudigkeit von Tobias Kirchhof. Die Firma nutzt mittlerweile mit Begeisterung die Evo-Softwarelösung: punktgenaue Informationen auf Abruf, nicht mehr verstreut bei den einzelnen Mitarbeitern, klare, durchgängige Prozesse, leichte Bedienbarkeit und schnellere Produktionsabläufe. „Das Evo-System weiß ja alles; das wäre früher nicht möglich gewesen“, erklärt Tobias Kirchhof auch die mittlerweile hohe Akzeptanz bei seinen Mitarbeitern. Das metallverarbeitende Unternehmen kann sich weitere Digitalisierungsschritte vorstellen. Zukünftig denkbar sind ein modernes Personalmanagement mit Evo-workforce für die digitale Personaleinsatzplanung bei definierter Mitarbeiterqualifikation und deren Verfügbarkeit. Tobias Kirchhof meint: „Evo hat unglaublich viel im Portfolio und entwickelt es ständig weiter. Das Software-Bausteinsystem ist extrem flexibel und funktioniert prima. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Evo.“

„Herr Kirchhof hat den Mut bewiesen, mit einem komplett neuen Softwaresystem von uns durchzustarten. Das traut sich nicht jeder“, lobt Jürgen Widmann (li.) die Entscheidungsfreudigkeit von Tobias Kirchhof.
Ein weiterer Softwarebaustein, den Kirchhof nutzt, ist Evo-jetstream. Dieser kann auch Werkzeugmessdaten vom Werkzeugvoreinstellgerät in die CNC-Maschinen übertragen.
Die Kirchhof GmbH produziert technisch aufwendige und montagefertige Dreh- und Frästeile ab Losgröße 50. „Bei uns dreht sich alles um Präzision“, betont Tobias Kirchhof.
Logistik im Griff: Tobias Kirchhof verwendet den Softwarebaustein Evo-jetstream, um Dokumente und Produktdaten digital und revisionssicher zu verwalten sowie die CNC-Maschinen mit Daten zu versorgen.
Prozesse einfach und schnell einbinden und digitalisieren. Dafür empfiehlt Jürgen Widmann (li.) Evo-competition. Ergebnis sind schlanke Strukturen, klare Abläufe, aktuelle Informationen aus einem Guss und am richtigen Ort.

Die Evo Informationssysteme GmbH entwickelt seit 1997 standardisierte Industriesoftware aus einzelnen Softwarebausteinen. Die Lösungen werden international in vielen Sprachen eingesetzt. Vorrangig kommen die Evo-Lösungen in KMU und Mittelstand zum Einsatz. Dabei werden auch Lösungen für die Industrie 4.0 und Smart Factory bereitgestellt. Über die regelmäßige Softwareaktualisierung sind alle Kunden stets auf dem neuesten technischen Stand (sichergestellt). Seit der Firmengründung vor 25 Jahren steht Evo für Kontinuität, Zuverlässigkeit und Innovation.

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Foto: Evo Informationssysteme

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