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Foto: Rüdiger Kroh
Für das Herstellen von Wälzfräsern zum Power Skiving wurde die Schleifmaschine GCX Linear konzipiert. 

Thema der Woche 38/2021

Höhere Produktivität beim Werkzeugschleifen 

Eine höhere Produktivität beim Werkzeugschleifen steht im Fokus der Anca-Neuheiten. Das erweiterte Produktspektrum soll die gesamte Prozesskette abdecken.

Die Neuheiten, die Anca auf der Emo in Mailand vorstellen wird, sorgen für eine höhere Produktivität und machen deutlich wie das australische Unternehmen am Markt weiter erfolgreich sein will. Das neue Lasermarkiersystem Auto-Mark X erweitert das Maschinenspektrum, die Schleifmaschine GCX Linear ist eine Antwort auf den Trend zum Wälzschälen von Innenverzahnungen für die Elektromobilität und die 4-achsige Schleifmaschine CPX Linear für die Bearbeitung von Werkzeugrohlingen zeigt, dass man die komplette Prozesskette der Werkzeugproduktion im Blick hat. „Wir werden unsere Produktpalette weiter ausweiten und dabei auch einen Fokus auf Automatisierung und Digitalisierung legen“, sagt Edmund Boland, Geschäftsführer der Anca Europe GmbH. „Und mit Neuentwicklungen wollen wir unseren erfolgreichen Weg fortsetzen.“

In Europa jährlich 5 bis 10 % wachsen

In den vergangenen Monaten war für Anca der Auftragseingang weltweit auf dem Niveau von 2018, dem bislang besten Jahr in der Firmengeschichte. Und da Boland auch in den kommenden Monaten mit weiterem Wachstum rechnet, erwartet er weitere Rekordergebnisse für das laufende Jahr und 2022. Der größte Markt für Anca ist China, gefolgt von den USA. Entsprechend hat Asien einen Anteil von rund 50 % am Geschäft. Jeweils etwa 25 % der Verkäufe entfallen auf Amerika und Europa. „Dabei ist Europa für Anca ein Wachstumsmarkt und bietet uns noch viel Potenzial, weil unser Marktanteil hier niedriger ist als in Asien und Amerika“, erklärt Boland. „Wir streben daher ein jährliches Wachstum von 5 bis 10 % in Europa an.“

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Foto: Anca „Wir werden unsere Produktpalette weiter ausweiten und dabei auch einen Fokus auf Automatisierung und Digitalisierung legen“, sagt Edmund Boland, Geschäftsführer der Anca Europe GmbH.

Traditionell stark vertreten ist der australische Werkzeugschleifmaschinenhersteller in der Automobilindustrie, die rund 30 % der Umsätze ausmacht. Ein wachsender Bereich ist die Medizintechnik mit etwa 20 % und auf die Holzindustrie entfallen rund 15 %. Boland betont: „Diversifizierung ist wichtig für uns und daher konzentrieren wir uns auch auf das Segment Verzahnen.“ Hier will man mit der Schleifmaschine GCX Linear den Markt für Wälzschälwerkzeuge erschließen. Dahinter steckt der hohe Bedarf an hochwertigen Innenrädern für die Elektromobilität. „Die Hersteller von Wälzfräsern sind auf Anca zugekommen mit dem Wunsch nach einer Maschine mit entsprechender Genauigkeit und Inprozess-Messung“, berichtet Martin Winterstein, Leiter Vertrieb bei Anca Europe.

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Foto: Rüdiger Kroh Martin Winterstein, Leiter Vertrieb bei Anca Europe: „Mit der CPX Linear decken wir die gesamte Prozesskette der Werkzeugproduktion ab.“ 

Lösungen für höhere Produktivität beim Werkzeugschleifen 

Etwa 45 Prozent der gesamten Zahnradproduktion ist für Fahrzeuggetriebe bestimmt. Mit den Elektro-Fahrzeugen haben sich auch die Anforderungen an die Zahnradfertigung verändert. Zudem sind die komplexen Planetengetriebesysteme in den neuen elektrischen Getrieben stärker vertreten. Die dort verwendeten Innenverzahnungen werden mit dem Wälzschälverfahren hergestellt, wozu neuartige Vollhartmetall-Schälfräser erforderlich sind. „Und für das Herstellen und Nachschärfen solcher Werkzeuge ist die GCX die passende Komplettlösung“, betont Winterstein. Die Schleifmaschine für Werkzeugdurchmesser bis 260 mm verfügt über maßgeschneiderte Funktionen, um alle Operationen für Schälfräser und Stoßmeißel in einer einzigen Aufspannung zu erledigen. Dazu gehört auch ein Doppelscheibenpaketwechsler. Mit der prozessbegleitenden Profilmessung und der direkten Bahnkompensation bietet Anca eine Produktionslösung im geschlossenen Regelkreis. Die Motortemperaturregelung minimiert die Aufwärmzeit der Maschine und sorgt für eine optimale Wärmestabilität.

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Foto: Rüdiger Kroh Die GCX Linear ist die Antwort auf den Trend zum Wälzschälfräsen von Zahnrädern. 

Werkzeugrohlinge in hoher Qualität

Mit der 4-achsigen Schleifmaschine CPX Linear zum Herstellen von Werkzeugrohlingen ergänzt Anca sein Programm. „Wir decken damit die gesamte Prozesskette der Werkzeugproduktion ab und stellen die Eingangsqualität für die weitere Profil- und Nutenbearbeitung sicher“, erklärt der Vertriebsleiter. Die Maschine erreicht eine Oberflächengüte von besser als 0,2 Ra mit einer Rundlaufgenauigkeit von weniger als 2 µm. Der Arbeitsraum bietet Platz für Werkzeugrohlinge bis 380 mm Länge und 25 mm Durchmesser. Bei einer Spitzenleistung von 43 kW verwendet die Schleifspindel für das Schruppen eine 250-mm-Scheibe. Die Schlichtspindel leistet bei einer 150-mm-Scheibe maximal 9,7 kW.

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Foto: Rüdiger Kroh Blick in den Arbeitsraum der Schleifmaschine CPX Linear für Werkzeugrohlinge. 

Als neuen Baustein im Produktportfolio präsentiert Anca auf der Emo das Lasermarkiersystem Auto-Mark X. Die automatische Stand-Alone-Laserbeschriftungsstation soll manuelle und zeitintensive Markierungsarbeiten ersetzen, mit dem Ziel, den Werkzeugherstellungsprozess zu vereinfachen und die Produktivität zu steigern. Auto-Mark X ist für die Integration in die Plattform AIMS (Anca Integrated Manufacturing System) konzipiert und kompatibel mit der übergeordneten Management Software Suite. Daher werden die Werkzeuge automatisch direkt von den Paletten der Schleifmaschine geladen, um sie dann mit dem Laser zu markieren. Die Verbindung zum AIMS-Server liefert die auf den Werkzeugen zu markierenden Daten.

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Foto: Anca Weiterer Baustein in der Prozesskette zum produktiven Werkzeugschleifen: Das neue Lasermarkiersystem Auto-Mark X ersetzt die manuelle und zeitintensive Beschriftung von Werkzeugen durch einen automatisierten Prozess und sorgt damit für eine höhere Produktivität.
Foto: DMG Mori

Thema der Woche 5/19

Maximale Produktivität auf kleinstem Raum

Die kompakte Produktionsmaschine DMP 70 mit einer Aufstellfläche von 4,2 m² wurde von DMG Mori erstmals zur Hausausstellung in Pfronten präsentiert.

Foto: Hommel

Werkzeugmaschinen

Mit doppelter Produktivität fertigen

Zusammenarbeit von Gersfelder Metallwaren und Hommel CNC-Technik im Bereich der Teilefertigung für Automobile. Okuma-Anlagen sorgen für Produktivitätssprung.

Foto: Anca

Schleifmaschinen

"Chaotisches" Nachschleifen für höhere Produktivität

Statt auftragsbezogen arbeitet Schunk produktionsrelevant, also chaotisch. So ist man flexibler und erhöht die Produktivität - gerade beim Nachschleifen.

Foto: Zorn

Fräswerkzeuge

Hohe Produktivität beim Bearbeiten von Keramik

So lassen sich auf dem Mikrobearbeitungszentrum Microone bei harten Werkstoffen, wie Hartmetall oder Keramik, hohe Oberflächengüten erreichen.