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Live-Challenge während der Tebis-Hausmesse: Anwendungstechniker Stefan Neukam demonstrierte im Challenge-Raum, wie sich Fertigungsunternehmen mit dem Einsatz von Tebis 4.1 vom Datenimport bis zum fertigen Bauteil viel Zeit sparen können.
Foto: NCFertigung
Live-Challenge während der Tebis-Hausmesse: Anwendungstechniker Stefan Neukam demonstrierte im Challenge-Raum, wie sich Fertigungsunternehmen mit dem Einsatz von Tebis 4.1 vom Datenimport bis zum fertigen Bauteil viel Zeit sparen können.

Steuerungen + Software

Hausmesse mit Live-Challenge 

Echter CAD/CAM-Hotspot. Der war am 1. und 2. Juni wieder in Martinsried. Viele Experten kamen zur Tebis Hausmesse 2022 und sahen eine Live-Challenge. 

Live-Challenge und tolles Vortragsprogramm: Die CAD/CAM-Experten von Tebis hatten zur ersten Hausmesse nach der Pandemie hochkarätige Referenten eingeladen und gefühlt über 1.000 PC-Bildschirme in der vierstöckigen Firmenzentrale in Martinsried bei München im Einsatz. „Die Bildschirme und vor allem unser neues Release 4.1 stehen natürlich im Mittelpunkt. Selbst im Testcenter verzichten wir mittlerweile auf Maschinen, weil A nicht viel Platz für viele und große Maschinen wäre, B unsere Software fast jede Werkzeugmaschine quasi als digitalen Zwilling nahezu perfekt simuliert und C wir sowieso die Leistungsfähigkeit unserer Software zeigen und mit unseren Kunden diskutieren wollen“, erklärte Marketingleiter und Moderator Michael Klocke das Hausmessekonzept.

Tebis-Gründer Bernhard Rindfleisch (Mitte) und Moderator Michael Klocke begrüßten am ersten Tag der Hausmesse fast 200 Fachbesucher in der Tebis-Zentrale in Martinsried.
Wer wollte, konnte sich aber auch im gesamten Haus auf vier Etagen über die neuesten Trends und das neue Software-Release 4.1 informieren.
Ein Highlight war im Erdgeschoss der Challenge-Raum, in dem Stefan Neukam die Leistungsfähigkeit und Automationsmöglichkeiten der neuen Tebis-Software demonstrierte.
Auch gut besucht: Im Untergeschoss im Showroom demonstrierten viele Partnerfirmen, welche Ergebnisse mit der neuen Tebis-Software möglich sind… 
Viele Bildschirme und viele Exponate: Aussteller waren im Showroom DMG Mori, Starrag, Röders, Okuma, Grob, F.Zimmermann und Waldrich Coburg stellten auch die Werkzeughersteller Moldino, Pokolm, FCS und Ingersoll aus sowie Fooke, Moldmak und Kolb. 

CAD/CAM-Wissen von Stolz&Seng, Schweikert, Bosch und Riemann

Publikums- und Expertenmagnet waren die hochkarätigen Vorträge während der zwei Hausmessetage. Die Highlights am ersten Tag zeigten die Erfahrungen der Tebis-Nutzer Stolz & Seng, Schweikert, Bosch Bamberg und Riemann, bevor nachmittags mehrere Tebis-Anwendungstechniker die Leistungsfähigkeit der neuen Version 4.1 vorstellen und abschließend Software-Entwicklungsleiter Dr. Wolfgang Schinke einen Ausblick auf mögliche CAD/CAM-Features von morgen gab.

Erste Live-Schaltung zur Challenge mit Template-Methode

Nach der Begrüßung von Tebis-Gründer Bernhard Rindfleisch im Vortragsraum des dritten Stocks folgte von Moderator Michael Klocke die erste Live-Schaltung in den Challenge-Raum im Erdgeschoss, wo begonnen wurde, in 10 Minuten die Variante eines ersten Kundenbauteils mit der neuen Template-Methode von Tebis 4.1 vorzubereiten und einschließlich der Werkzeugwege für die Produktion auf der Maschine zu rechnen.

„Beratung von Tebis Consulting war erste Sahne“

Digital zurück im Vortragsraum erklärte als erster Referent Geschäftsführer Christian Seng, warum seine Kunststoffspritzguss und Formenbau GmbH in Donaueschingen vor allem mit Tebis Consulting viel wettbewerbsfähiger wurde in punkto Geschäftsmodell, Maschinenpark und sogar Mitarbeitermotivation. Demnach sei Stolz & Seng vor allem durch einen Workshop final zur passenden Werkzeugmaschinenanschaffung geleitet worden und die Mitarbeiter hätten sich zu einem echten Team formiert. „Die Ergebnisse des Workshops waren echt exzellent. Und die Beratung von Tebis Consulting war erste Sahne. So muss man es sagen“, betonte Christian Seng.

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Christian Seng, Geschäftsführer von Stolz & Seng, war mit den Ergebnissen des Workshops von Tebis Consulting sehr zufrieden: „Die Beratung von war erste Sahne.“
Foto: NCFertigung
Christian Seng, Geschäftsführer von Stolz & Seng, war mit den Ergebnissen des Workshops von Tebis Consulting sehr zufrieden: „Die Beratung war erste Sahne.“

Mit Fertigungsplanungssoftware viel schneller zum Ziel kommen

Ähnlich positiv äußerte sich auch der zweite Referent: Geschäftsführer Timo Schweikert berichtete über seine 1949 gegründete Schweikert GmbH, die in Heilbronn in drei Werken mit eigenem Werkzeugbau und Presswerk Press- und Stanzteile produziert, aber auch ganze Baugruppen fertigt und prüft. Als echte Kernkompetenz definiert Timo Schweikert vor allem die Baugruppenfertigung als Systemanbieter für automobile Karosserien und Landmaschinenbauer, hat durchgängige, effiziente Prozesse, was unter anderem auch an Tebis liegt. Denn nach Angaben von Timo Schweikert würde man vor allem mit der Tebis-Software, wie etwa der digitalen Fertigungsplanungssoftware Proleis, viel schneller zum Ziel kommen und den Gesamtprozess ständig weiteroptimieren und verbessern.

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Geschäftsführer Timo Schweikert berichtete über seine Erfahrungen mit der Tebis-Software, wie etwa der digitalen Fertigungsplanungssoftware Proleis, mit der Schweikert viel schneller zum Ziel kommt und den Gesamtprozess ständig verbessert.
Foto: NCFertigung
Geschäftsführer Timo Schweikert berichtete über seine Erfahrungen mit der Tebis-Software, wie etwa der digitalen Fertigungsplanungssoftware Proleis, mit der Schweikert viel schneller zum Ziel kommt und den Gesamtprozess ständig verbessert.

Zweite Live-Schaltung und schnell definierte Aufspannsituation

Kaum ausgesprochen, schaltete Moderator Michael Klocke wieder in den Challenge-Raum im Erdgeschoss, in dem nun bereits ein zweites Kundenbauteil in 10 min optimiert, in 20 min im CAD aufbereitet und im CAM nach definierter Aufspannsituation, automatisch übernommenen CAD-Objekten und individuell erzeugten Werkzeugwegen nun nur noch final die Berechnung der Werkzeugwege anstand.

Bosch erklärt Konzept zur richtigen Software-Auswahl

Dass es ganz entscheidend auf die richtige Auswahl der Software ankommt, erklärte unterdessen der Leiter von Konstruktion und Werkzeugbau in der Robert Bosch GmbH in Bamberg. Günter Schlemmer betonte, dass Bosch in Bamberg die Tebis-Software erst seit circa 1,5 Jahren für die Herstellung von Produkten für Powertrain-Solutions, den Automotive Aftermarket und für Bosch Thermotechnik einsetzt – heißt, für die Produktion von Sensor und Zündkerze bis Einspritzsystem und Abgasnachbehandlung sowie mobilen und stationären Brennstoffzellen. Günter Schlemmer erklärte, wie man letztlich die richtige Software für komplexe Bauteile und vielfältige Maschinen ausgewählt hatte – wie die Systemauswahl und -einführung gelang. Demnach sei für das CAM-System eine technische Betrachtung mittels Anforderungsliste vom Werkzeugbau gemacht worden.

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Viele verschiedene Werkzeugmaschinen hat Bosch in Bamberg im Einsatz. Werkzeugbauleiter Günter Schlemmer erklärte, wie sich dafür die richtige CAD/CAM-Software ausgewählt wurde.
Foto: NCFertigung
Viele verschiedene Werkzeugmaschinen hat Bosch in Bamberg im Einsatz. Werkzeugbauleiter Günter Schlemmer erklärte, wie sich dafür die richtige CAD/CAM-Software ausgewählt wurde.

Programmierzeit statt 10:23 nur 2:59 h

Ergebnis: Die theoretische Bewertung aller Kriterien ergab für den Arbeitsgang Fräsen und Drehen für Tebis den höchsten Erfüllungsgrad, was Günter Schlemmer auch anhand eines durchgeführten Leistungs- und Performancetests dokumentierte, bei dem das Programmmieren eine Performancebauteils mit Tebis nach 2:59 h abgeschlossen war. Mit anderen Systemen dauerte das Programmieren dagegen 3:50 und 10:23 h. Eindeutige Ergebnisse brachte auch der Kostenvergleich, den Günter Schlemmer inklusive Anschaffungskosten und laufende Kosten über die gesamte Amortisationszeit visualisierte.

Tebis deckt alles ab: von der Wirkflächenkonstruktion bis zum Simulieren

Ebenfalls softwaretechnisch verglichen hatte Geschäftsführer Michael Riemann, der für seine Riemann GmbH in Georgsmarienhütte bei Osnabrück die richtige Software für eine zukunftsfähige Programmierung suchte. Mittlerweile deckt Riemann mit Tebis nicht nur die Basis von CAD und CAM ab, sondern noch 12 weitere, entscheidende digitale Punkte: von der Wirkflächenkonstruktion, Fräsen mit Vollschnittvermeidung, 3- und 5-Achs-Ausweichfräsen, Simultan-, Schrupp- und Hinterschnittfräsen bis zum Messen im Fertigungsprozess sowie Prüfen und Simulieren mit 1:1 vor Ort aufgenommenen virtuellen Maschinen.

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Geschäftsführer Michael Riemann berichtete, wie er für seine Riemann GmbH in Georgsmarienhütte die richtige Software für eine zukunftsfähige Programmierung gefunden hat. 
Foto: NCFertigung
Geschäftsführer Michael Riemann berichtete, wie er für seine Riemann GmbH in Georgsmarienhütte die richtige Software für eine zukunftsfähige Programmierung gefunden hat. 

Dritte Live-Schaltung auf große Werkzeugform – 85 % Zeitersparnis

Nach der Mittagspause checkte Moderator Michael Klocke übrigens wieder die Live-Challenge im Erdgeschoss, die mittlerweile schon vier Bauteile zum Fräsen digital vorbereitet hatte – darunter auch eine rund 450x450 mm große Werkzeugform, die in nur 50 min mit neuen Features versehen, spanntechnisch definiert und bis zur Berechnung der Werkzeugwege komplett fertigungsbereit gemacht wurde.

Produktmanagerin Janine Brodbeck und CAM-Experte Markus Stroh erklärten, dass neue Tebis 4.1 für den ganzen Prozess von der Konstruktion bis in die Maschinenhalle große Einsparungen bringt.
Anwendungstechniker Torsten Fiedler (r.) demonstrierte, wie leicht und schnell sich die Spanntechnik rund um das zu fertigende Bauteil platzieren und einplanen lässt.
Nachdem die Werkzeugwege zum Fräsen und Bohren des Bauteils gerechnet sind, kann das Bauteil auf in der Maschinensimulation für die reale Fertigung vorbereitet werden.
CAM-Experte Oliver Illgen demonstrierte die finale Prüfung und Simulation des Bauteils.

Was mit Tebis 4.1 alles automatisiert werden kann, erklärte Anwendungstechniker Torsten Fiedler dann den Besuchern: „Mit Tebis 4.1 sparen Fertigungsunternehmen vom Datenimport bis zum fertigen Bauteil sehr viel Zeit. Vor dem Hintergrund der konsequent durchgezogenen Automatisierung sind bis zu 85 Prozent Zeitersparnis drin.“ Die Datenaufbereitung – die Grundlage für die automatisierte CAM-Programmierung – lässt sich demnach auf Basis parametrischer CAD-Schablonen schnell und einfach erledigen. Quasi per Mausklick werden Bohrungen für Spannsysteme gesetzt, Anstellungen definiert, Füllflächen konstruiert oder Rohteile erstellt. Änderungen lassen sich mit Release 3 direkt und komfortabel über Benutzerparameter und Formeln steuern. Die CAD-Elemente werden automatisch in passende CAM-Schablonen übernommen. Zudem wurde die Tebis-eigene NC-Job-Technologie optimiert und vereinfacht. Darüber hinaus lässt sich die Maschine bereits im CAD/CAM-System virtuell rüsten und die Qualität der Ergebnisse prüfen. Auf diese Weise wird auch der Maschinenbediener enorm entlastet, was gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ein sehr großer Vorteil ist. Tebis gibt an, dass sich mit dieser Vorgehensweise – je nach Bauteilkategorie – bis zu 85 % Zeit sparen lässt. Selbst bei der Fertigung komplexer Bauteile seien Zeiteinsparungen von über 40 % möglich.

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Wie schnell die neue Tebis-Software die Prozesse macht, erklärten Moderator Michael Klocke und Matthias Rehn anhand der Ergebnisse aus dem Challenge-Raum, bei dem eine große Werkzeugform in nur 50 min fertigungsbereit gemacht wurde.
Foto: NCFertigung
Wie schnell die neue Tebis-Software die Prozesse macht, erklärten Moderator Michael Klocke und Markus Stroh anhand der Ergebnisse aus dem Challenge-Raum, bei dem eine große Werkzeugform in nur 50 min fertigungsbereit gemacht wurde.

Zweiter Tag mit Toyota Gazoo Racing und Porsche Werkzeugbau

Am zweiten Tag der Hausmesse eröffnete übrigens die Toyota Gazoo Racing Europe GmbH aus Köln die Vortragsreihe und berichtete über eine ‚Dreh-Fräs-Kombi, digitale Zwillinge und Prozess-Implementierung‘. Anschließend berichtete der Porsche Werkzeugbau aus Schwarzenberg über ‚Digitalisierung im Werkzeugbau durch eine konfigurierbare MES-Lösung’ sowie die Röchling Industrial Lahnstein SE über ‚Kurze Durchlaufzeiten durch Standards für prozesssichere Komplettprogramme‘.

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Und Software-Entwicklungsleiter Dr. Wolfgang Schinke erklärte das Template-Konzept von Tebis 4.1 und gab abschließend noch einen Ausblick auf mögliche nächste CAD/CAM-Features und Zukunftsszenarien.
Foto: Harald Klieber
Und Software-Entwicklungsleiter Dr. Wolfgang Schinke erklärte das Template-Konzept von Tebis 4.1 und gab abschließend noch einen Ausblick auf mögliche nächste CAD/CAM-Features und Zukunftsszenarien.
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Folke Carstens, Vertriebsmitarbeiter bei Knuth an einer X.mill T 1000 Si, einer der zahlreichen Maschinen, die auf der Hausausstellung zu sehen sein werden. Starke Partnerunternehmen ergänzen das Programm. 
Foto: Knuth

Unternehmen

Hausmesse mit starken Partnern

Knuth lädt ein zur Hausmesse 2022 und präsentiert gemeinsam mit starken Partnern die Hallen der größten Werkzeugmaschinenausstellung  in Norddeutschland. 

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Behind the Scenes: Endlich wieder live und vor Ort zeigt Grob auf der Hausmesse vom 3. bis 6. Mai 2022 seine Highlights aus Zerspanung und Elektromobilität. Gezeigt werden u. a. alle Universalmaschinen aus dem 4-Achs- und 5-Achs-Bereich. 
Foto: Grob

Unternehmen

Hausmesse: Zerspanung und Elektromobilität live 

Grob zeigt auf der Hausmesse vom 3. bis 6. Mai 2022 live Highlights aus Zerspanung und Elektromobilität und gewährt einen Blick hinter die Kulissen. 

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Foto: FPS

Messen

Premiere für Fräsmaschinen-Baureihe auf Hausmesse

Premiere auf der Hausmesse im Oktober: FPS Werkzeugmaschinen präsentiert seine neue Fräsmaschinen-Baureihe Dualmaster. 

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Foto: Renishaw

Engineering

Qualitätskontrolle durch Messen im Fertigungsprozess

Prozesssicherheit und Qualität in der Automation. Tebis bietet mit „Messen im Fertigungsprozess“ die integrierte Qualitätskontrolle.