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Foto: WZL
Die Gründungsmitglieder des Innovationsnetzwerks Kupferbearbeitung beim Kick-off in Aachen.

Unternehmen

Gründung des Innovationsnetzwerks Kupferbearbeitung 

Mit der Gründung des Innovationsnetzwerks sollen die Technologie und Innovationen im Bereich der Kupferbearbeitung gefördert werden.

Um im Bereich der Kupferlegierungen eine von Innovationen geprägte Zusammenarbeit von Wissenschaft und Industrie zu fördern, fand am 16. September 2021 am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen die Gründungsveranstaltung des Innovationsnetzwerks Kupferbearbeitung (IKB) statt. Kupferlegierungen gewinnen für Zukunftstechnologien zunehmend an Bedeutung – insbesondere für die Elektromobilität sowie für die Strom- und Datenübertragung. Das Netzwerk zur Generierung eines technologischen Vorsprungs in der Kupferbearbeitung zählt 21 Gründungsunternehmen aus der kupferverarbeitenden Industrie.

Kupferbearbeitung ist vielfältig

Das Einsatzspektrum von Kupfer und Kupferlegierungen ist äußerst vielfältig und reicht von der Elektro- und Batterietechnologie über die Sanitär- und Heizungstechnik bis zur Automobilindustrie und den erneuerbaren Energien. Die Digitalisierung sowie die Mobilitätswende hin zum elektrifizierten Antriebsstrang sind zwei zentrale Treiber einer steigenden Nachfrage und einer zunehmenden Produktkomplexität. Gleichzeitig wird der Einsatz kritischer Legierungselemente wie beispielsweise Blei in Cu-Legierungen durch internationale Verordnungen (REACH, RoHS) stark limitiert. In der Folge kommt eine Vielzahl von neuen Kupferlegierungen auf den Markt, deren Bearbeitung gegen-über klassischen bleihaltigen Werkstoffen stark erschwert ist. Zusätzlich steigt der Druck zur Digitalisierung der Produktion, um den gestiegenen Stückzahlen und Qualitätsansprüchen gerecht zu werden. Im industriellen Alltag ist es dabei oftmals schwierig, alle Herausforderungen gleichermaßen zu bedienen. An dieser Stelle setzt das Innovationsnetzwerk Kupferbearbeitung an. Der Fokus des Innovationsnetzwerks Kupferbearbeitung liegt auf der vorwettbewerblichen Entwicklung zentraler Fertigungsprozesse und Lösungsansätze innerhalb der Wertschöpfungskette zur Herstellung von komplexen Produkten aus Kupfer und Messing. Besondere Schwerpunkte stellen die Zerspanung, die Umformtechnik sowie die Digitalisierung von Prozessen und Prozessketten dar. Das Netzwerk in einer homogenen Zusammensetzung aus Großunternehmen sowie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gestaltet einen branchen-übergreifenden Austausch. Durch den Zusammenschluss von Expertinnen und Experten auf dem Gebiet der Werkstoffentwicklung, der Halbzeugproduktion, der Zerspantechnik, der Umformtechnik und der Digitalisierung entsteht eine exzellente Basis für eine anspruchsvolle Gemeinschaftsforschung. Das WZL der RWTH Aachen profitiert dabei von seiner jahrelangen Erfahrung in der Entwicklung von Bearbeitungsprozessen für Kupferlegierungen.

Technologischer Vorsprung durch Netzwerk-Gründung

Das Bestreben des Innovationsnetzwerks Kupferbearbeitung ist die Generierung eines technologischen Vorsprungs durch die gezielte Bearbeitung von relevanten Forschungsprojekten, um den Mitgliedern ei-nen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Aus den verschiedenen Bedürfnissen der Mitglieder entsteht das jährliche Forschungsprogramm des Innovationsnetzwerks. Die Forschungsthemen orientieren sich am praktischen Bedarf und werden durch die Mitglieder definiert. Potenzielle Themenfelder sind alternative Werkstoffe, die Optimierung von Zerspan- und Umformprozessen im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit und Bauteilqualität, die Digitalisierung der Produktion, die Auslegung und Bewertung von Prozessketten sowie die Identifikation relevanter zukünftiger Trends. Bei der Gründungsveranstaltung in Aachen wählten die Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedsunternehmen die ersten vier Technologieprojekte. Diese werden innerhalb der kommenden zwölf Monate unter Leitung des WZL der RWTH Aachen gemeinschaftlich bearbeitet. Das Innovationsnetzwerk Kupferbearbeitung ist zusätzlich eine aktive Wissensdrehscheibe für den regen Erfahrungsaustausch zwischen Anwendenden, Halbzeugproduzierenden sowie Werkzeug- und Maschinenherstellenden. Hierzu wird das WZL der RWTH Aachen künftig mehrmals pro Jahr Webinare mit externen Referentinnen und Referenten organisieren. 

Die Gründungsmitglieder des IKB sind: Aurubis Stolberg GmbH & Co. KG, Bruse GmbH & Co. KG, Deutsches Kupferinstitut Berufsverband e.V., Harting Stiftung & Co. KG, HME Brass Germany GmbH, KME SE, Kostal Kontakt Systeme GmbH, Materion Brush GmbH, Mimatic GmbH, Mitsubishi Materials Corporations, Otto Dunkel GmbH, Otto Fuchs Dülken GmbH & Co. KG, Pflitsch GmbH & Co. KG, Phoenix Contact GmbH & Co.KG, Rudolf Brokamp GmbH & Co.KG, Stäubli Electrical Connectors AG, TE Connectivity Germany GmbH, Uponor GmbH, Viega GmbH & Co. KG, Wago Kontakttechnik GmbH & Co. KG und Wieland Werke AG.

Eine Teilnahme am Innovationsnetzwerk Kupferbearbeitung ist weiterhin möglich. Interessenten können sich jederzeit gerne an das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen wenden.

ak

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Foto: WZL Prof. Thomas Bergs, Inhaber des Lehrstuhls für Technologie der Fertigungsverfahren am WZL der RWTH Aachen, leitete die Sitzung an. 
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