Eppinger eröffnet mit den Rundtischen ein neues Geschäftsfeld.
Foto: Eppinger GmbH

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Eppinger steigt bei Rundtischen ein

Neues Geschäftsfeld bei Eppinger: Warum das Unternehmen neue Rundtische in Eigenregie entwickelt hat und was sie von anderen Rundtischen unterscheidet.

"Seit vielen Jahren nutzen wir an unseren Fertigungsstandorten mehr als 30 Rundtische verschiedener Fabrikate", sagt Geschäftsführer Uwe Eppinger. Daher sind uns auch die Vor- und Nachteile bezüglich Installation, flexiblen Einsatz, Wartungsaufwand und nachlassende Genauigkeit bestens bekannt."

Eppinger ersetzt Fremdfabrikate durch eigene Rundtische

,,Unsere Rundtische unterscheiden sich maßgeblich von bestehenden Lösungen. Und werden bereits seit geraumer Zeit in der eigenen Fertigung eingesetzt, wo sie nach und nach die Fremdfabrikate ersetzen", erklärt der Geschäftsführer. ,,Mit den bisherigen Produkten auf dem Markt waren wir nicht immer zufrieden." Der Grund: Für die eigene Werkzeug-, Verzahnungs- und Getriebefertigung werden Rundtische benötigt, die schnell und präzise positionieren können, überaus kompakt gebaut sind und sowohl für feine Schleifbearbeitungen als auch für Schrupp-Fräsbearbeitungen geeignet sind. Außerdem sollten sie sich leicht in bestehende vertikale und horizontale Bearbeitungszentren integrieren lassen und dort flexibel zum Einsatz kommen. ,,Da wir für unsere spezifischen Anforderungen in dieser spezifischen Kombination keine geeigneten Rundtische auf dem Markt finden konnten, haben wir diese dann in Eigenregie entwickelt."

Unterschied zu bestehenden Rundtisch-Lösungen

Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zu anderen Rundtischen ist der vorgespannte, spielfreie zweimotorige Antrieb, welcher ein schnelles Indexieren auch ohne Klemmung ermöglicht. Zudem sorgt ein integrierter Winkelsensor am Drehteller für höchste Positioniergenauigkeiten auch bei wechselnder Last. Dieses Prinzip wird zwar bereits bei größeren Rundtischen angewendet, Eppinger fand aber erstmals eine praktikablere Lösung, dies auch für Rundtische mit Drehtellergrößen von 160 mm bis 320 mm umzusetzen. Während das ins Gehäuse integrierte Winkelmesssystem, das den Winkel direkt am Drehteller misst, mechanische Störgrößen ausgleicht, sorgt der verspannte Antrieb dafür, dass eine hohe Regelkreisverstärkung eingestellt werden kann. Nur so ist es möglich, dass im Winkelsekundenbereich bidirektional äußerst präzise positioniert werden kann.

Integration durch Plug-and-Play

Zur Integration in bereits bestehende Maschinen setzen die Denkendorfer auf ein Plug-and-Play-Konzept. Dies gilt sowohl für den Anschluss der Rundtische innerhalb des Bearbeitungsraums der Maschine (über spritzwassergeschützte Steckverbinder), als auch für den elektrischen Anschluss an die Maschinensteuerung - über eine dafür eigens entwickelte Maschinen-Interface-Einheit. Damit eignen sich die Rundtische sowohl für die Erstausstattung als auch für die Nachrüstung von vertikalen und horizontalen Fräsmaschinen. Bei der Lagerung der Drehspindel stehen Präzisionsklassen von 3 bis hinunter zu 1.5 Mikrometer in geläppter oder geschliffener Ausführung zur Verfügung, und zwar für jeweils Rund- und Planlauf.

Multi-Disc-Klemmung greift unmittelbar am Drehteller an

Die Multi-Disc-Klemmung, die standardmäßig verbaut ist, sorgt bei hohen Bearbeitungskräften für eine starke Klemmung, da sie unmittelbar am Drehteller angreift. Neben einem hohen Klemmmoment wird eine hohe Verdrehsteifigkeit erreicht, was wiederrum bei wechselnden Schnittkräften für hohe Oberflächengüten sorgt. ,,Oft wird dieser Aspekt außer Acht gelassen: Denn hohes Klemmmoment bedeutet nicht gleichzeitig eine hohe Klemmsteifigkeit", weiß Uwe Eppinger aus der Praxis. Der Drehteller kann über eine Kegel-Plan-Auflage mit Rund- und Planlaufwechselgenauigkeiten von 3 µm und mehr präzise gewechselt werden. Dadurch lassen sich Werkstücke bekannter Hersteller wie zum Beispiel Hainbuch, Lang oder von Erowa über T-Nuten, Kurzkegelaufnahmen oder Werkstückspannsysteme präzise aufspannen. ,,Hier setzen wir auf ein ähnliches System wie bei unseren bewährten Werkzeughaltern mit Prexi-Flex-Spindel-Schnittstelle." Bei den Rundtischen ist jedoch im Gegensatz zur Prexi-Flex-Schnittstelle die Plananlage steif und nicht der Kegel, der aufgrund einer bearbeiteten Nut flexibel ist. Dies garantiere eine stabile Kegel-Plananlage, wodurch eine sehr hohe Wechselgenauigkeit erreicht wird.

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