Erwarten beruhigte Konjunktur: Mitglieder des Verbands der Deutschen Drehteile-Industrie bei ihrer Herbsttagung 2018.
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Unternehmen

Durchwachsene Stimmung bei Drehteileherstellern

Abgeschwächte Auftragseingänge und höhere Kosten beim Materialkauf: Zulieferbetriebe melden verringerte Kapazitätsauslastung und niedrigere Wertschöpfung.

Eine Erhebung unter den 140 Mitgliedern des Verbands der Deutschen Drehteile-Industrie bestätigt die sich langsam abschwächende wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland.

Verbandsmitglieder berichten über etwas schwächere Zahlen

Dazu lieferten die Verbandsmitglieder ausführliche Informationen zur aktuellen Situation. So berichten nur noch 1,4 % über einen gestiegenen Umsatz (Netto, ohne Kosten für Materialeinkauf) gegenüber 7,4 % im Jahr 2017. Auch beim Auftragseingang vermeldeten nur noch 3,2 % eine Zunahme gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Jahr 2017 waren es noch 12,4 %. Einhergehend arbeiten nur noch 68 % (gegenüber 97 %) der Betriebe mit Überstunden und nur etwas mehr als die Hälfte (verglichen mit 82 % im Jahr 2017) sieht Bedarf für zusätzliches Personal.

Wertschöpfung nimmt ab

Als schwierig bezeichnen die Lohnfertiger die auf nur noch 2,5 % gesunkene Wertschöpfung (Verhältnis von Gesamtumsatz zu Aufwendungen für Materialeinkauf). Nach wie vor beabsichtigen allerdings knapp 40 % der Zulieferbetriebe zu investieren. Dabei fokussieren, wie schon im Vorjahr 2017, etwa die Hälfte der Unternehmen darauf, die Produktionskapazität auszuweiten. Allerdings rechnen nur noch 8 % (gegenüber 26 % in 2017) mit einer besseren Situation in den kommenden Monaten. Dagegen sehen inzwischen 23 % (gegenüber nur 7 % in 2017) in naher Zukunft eine sich abschwächende Geschäftsentwicklung.

Wer ist der Verband der Deutschen Drehteile-Industrie im Fachverband Metallwaren- und verwandte Industrien (FMI) e.V.?

Im bereits im Jahr 1948 gegründeten Verband der Deutschen Drehteile-Industrie im Fachverband Metallwaren- und verwandte Industrien (FMI) e.V. haben sich Zulieferbetriebe organisiert, die im Lohnauftrag Drehteile aus Metallen und Kunststoffen herstellen. Sie arbeiten für eine Vielzahl an Branchen, zum Beispiel für die Automobil-, die Nutzfahrzeug-, die Baumaschinen-, die Hausgeräte-, die Möbel- und Beschlägeindustrie. Aktuell gehören 140 Unternehmen mit über 15.000 Beschäftigten und zusammen über zwei Mrd. Euro jährlichem Umsatz dem Verband an.

Gemeinsame inhaltliche Verbandsarbeit

Inhalte der gemeinsamen Verbandsarbeit betreffen beispielsweise die Arbeitssicherheit, den Umweltschutz und die Qualitätssicherung. Darüber hinaus wirbt der Verband stellvertretend für seine Mitgliedsunternehmen intensiv für Berufe in der Metall- und Kunststoffbearbeitung. Damit will man dem aufkommenden Fachkräftemangel entgegenwirken. Diese und weitere Themen werden in halbjährlich ausgerichteten Fachtagungen erörtert. Die Integration in den übergeordneten Fachverband Metallwaren- und verwandte Industrien (FMI) e.V. und den Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) e.V. ermöglicht ein weiterreichendes Spektrum an Verbandstätigkeiten. Beispielsweise beteiligt sich der Verband der Deutschen Drehteile-Industrie an der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie, die über 6.500 Zulieferunternehmen mit über 860.000 Beschäftigten repräsentiert.

cd

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