Die Vorsitzenden des VDMA Fachverbands Präzisionswerkzeuge (v.l.) Hans-Joachim Molka, Lothar Horn, Marco Schülken und Markus Heseding (Geschäftsführer).
Foto: Harald Klieber

Zahlen

"Die Wettbewerbsfähigkeit nicht aus dem Auge verlieren"

VDMA-Fachverband Präzisionswerkzeuge vermeldet Rekordbilanz von 2018 und hat positive Erwartungen an 2019. Warum Lothar Horn an die Politik appelliert.

„Die Produktion der deutschen Präzisionswerkzeuge-Hersteller hat 2018 ein neues Rekordniveau von 11,5 Milliarden Euro erreicht“, freute sich Lothar Horn, Vorsitzender des Fachverbands Präzisionswerkzeuge im VDMA bei der Jahrespressekonferenz des VDMA-Fachverbades Präzisionswerkzeuge in Frankfurt und ergänzte: „Für dieses Jahr erwarten wir ein Wachstum von 1 Prozent“.

Nach wie vor fehlen Fachkräfte

Bei den Zerspanwerkzeugen und den Spannzeugen lief das Geschäft im In- und Ausland sehr gut. Der Werkzeugbau konnte hingegen nur im Inland zulegen. Alle drei Teilbranchen konnten im vergangenen Jahr ihren Fachkräftebedarf nur unzureichend decken und mussten mit Überstunden operieren. Insgesamt wuchs die Anzahl an Beschäftigten in der Präzisionswerkzeuge-Industrie auf rund 69.500 Mitarbeiter.

Während die Hersteller von Zerspanwerkzeugen bei ihrer Prognose für 2019 überwiegend auf den US-amerikanischen Markt als Wachstumstreiber setzen, geht man bei den Spannzeugen davon aus, dass die Kundenbranchen Maschinenbau, Medizintechnik und Luftfahrttechnik den Absatz ankurbeln. Der Werkzeugbau hingegen erwartet insgesamt ein etwas schwächeres Geschäft bei stabilen Umsätzen in Deutschland und den USA sowie einem kleinen Nachfrageplus aus Europa und China.

Die Wettbewerbsfähigkeit im Auge behalten

Horn: „Unsere Unternehmen benötigen dringend eine Entlastung von bürokratischen Tätigkeiten, wie sie uns die EU-Entsenderichtlinie und andere Bürokratiemonster aufbürden. Deshalb appellieren wir an die Politik, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie nicht aus dem Auge zu verlieren.“

Um die Wettbewerbsfähigkeit der Deutschen Industrie geht es auch bei der Fairness-Initiative, die der VDMA Werkzeugbau im Rahmen der Moulding Expo (21. bis 24. Mai 2019) startet. Zudem wird der Fachverband in Stuttgart mit einer Sonderschau den Lieferantenbeitrag zum Entstehungsprozess eines Stanz-Umformwerkzeugs darstellen. Auf der Intec vom 5. bis 8. Februar in Leipzig ist der VDMA Präzisionswerkzeuge mit einem Gemeinschaftsstand und 6 Mitgliedsunternehmen vertreten. Als ideeller Träger der Weltleitmesse der Metallbearbeitung EMO ist der Fachverband für die Zerspanwerkzeuge- und Spanntechnikhallen verantwortlich und mit einem Infostand sowie Technologieforum vor Ort.

Was wichtige Entscheidungsträger im Rahmen der Jahrespressekonferenz verlauten ließen, erfahren Sie in der kommenden Woche auf NCFertigung.

cd

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