Während herkömmliche Nullpunktspannbolzen erst ab einer Einschraubtiefe von 20 mm bis 25 mm eingesetzt werden können, genügt bei den Schwalbenschwanzbolzen eine Einspanntiefe von nur 3,5 mm.
Foto: Schunk

Spanntechnik

Der Schwalbenschwanz spannt störungsfrei

Schunk Schwalbenschwanzbolzen ermöglicht Direktspannung flacher Werkstücke bei Einspanntiefe von nur 3,5 mm.

Erstmals überhaupt sei es mithilfe des Schunk Vero-S Schwalbenschwanzbolzens möglich, flache Werkstücke direkt, sprich störkonturfrei, im Schunk Vero-S Nullpunktspannsystem zu spannen, wie das Unternehmen erklärte. Damit ergeben sich neue Möglichkeiten bei der Bearbeitung von dünnen Werkstücken, Formhälften oder Freiformteilen in der zerspanenden Metallbearbeitung sowie im Werkzeug- und Formenbau, aber auch von Struktur- und Fahrwerksbauteilen in der Luftfahrtindustrie. Während herkömmliche Nullpunktspannbolzen erst ab einer Einschraubtiefe von 20 mm bis 25 mm eingesetzt werden können, genügt bei den Schwalbenschwanzbolzen eine Einspanntiefe von nur 3,5 mm. Die erforderliche Schnittstelle (60° Winkel) lässt sich mit einem Freiformfräser bei minimalem Materialabtrag fertigen. Anschließend wird der Spannbolzen eingesteckt und mithilfe eines Sechskantschlüssels über zwei gehärtete Spannschieber verriegelt. Nach der Bearbeitung kann der Spannbolzen wieder entfernt und anderweitig genutzt werden.

Umfangreicher Baukasten

Die Schwalbenschwanzbolzen gibt es in drei Ausführungen als Zentrier-, Positionier- oder Haltebolzen mit Zentrierspiel in Baugröße 40. Sie eignen sich für den Einsatz in Schunk Vero-S NSE plus 138 oder 176 Nullpunktspannmodulen und können auch in Verbindung mit dem Baukasten für die Werkstückdirektspannung eingesetzt werden. Aufgrund der speziellen Geometrie der Schunk Vero-S Spannbolzen sei laut Schunk auch eine außermittige und damit besonders einfache Beladung der Module möglich, ohne dass die Spannbolzen verkanten. Die störkonturfreie Direktspannung mit den Schwalbenschwanzbolzen ermöglicht eine freie Zugänglichkeit der Werkstücke von fünf Seiten, eine definierte Spannsituation, hohe Wiederhol- und Positioniergenauigkeiten sowie hohe Einzugskräfte für eine anspruchsvolle Zerspanung.

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