Als Reaktion auf dei Corona-Kriese bietet Vollmer nun ein Praktikum  To-Go an.
Foto: Vollmer

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Das Vollmer-Praktikum in Corona-Zeiten

In Corona-Zeiten hat Vollmer das Praktikum-To-Go entwickelt. Mit einer Box mit Werkzeugen, Aufgaben und Anleitungen wird das Praktikum zuhause absolviert.

Ein Praktikum in einem Unternehmen ist für Jugendliche meist der erste große Schritt, wenn es darum geht, die Arbeitswelt kennenzulernen. Leider mussten aufgrund der Corona-Regelungen nicht nur Ausbildungsmessen und Ausbildungstage abgesagt werden, sondern auch viele geplante Schülerpraktika konnten nicht stattfinden. Der Biberacher Maschinenbauer Vollmer hat aus der Not eine Tugend gemacht und das Praktikum-To-Go entwickelt. Schülerinnen und Schüler erhalten von Vollmer eine Box mit Werkzeugen, Aufgaben, Anleitungen und Informationen, um ihr Praktikum zuhause absolvieren zu können.

Stärken und Interessen im Praktikum entdecken

„Es ist sehr schade, dass aufgrund von Corona derzeit keine Praktika bei Vollmer stattfinden können, denn der persönliche Kontakt zu Schülerinnen und Schülern liegt uns sehr am Herzen“, sagt Elmar Walter, Leiter des Ausbildungszentrums bei Vollmer in Biberach. „Ein Praktikum bei uns ist die perfekte Möglichkeit, sich gegenseitig kennenzulernen und oft ein wichtiger Schritt zum Ausbildungsplatz. Junge Menschen können so ihre eigenen Interessen und Stärken entdecken und live erleben, ob sie sich im Arbeitsumfeld eines Maschinenbauers wohlfühlen.“ Damit Schüler in Zeiten von „Homeschooling“ und „Abstandsregelungen“ trotzdem die Möglichkeit haben, etwas Praxisluft zu schnuppern, Kontakt zum Unternehmen aufzubauen und zu zeigen, dass sie sich aktiv mit ihrer Berufswahl auseinandersetzen, hat sich das Ausbildungsteam von Vollmer etwas Besonderes einfallen lassen: das „Vollmer Praktikum-To-Go“.

Das Praktikum nach Hause holen

Beim Praktikum-To-Go können sich interessierte Jugendliche ihr Praktikum in Form einer Box einfach nach Hause holen. Entwickelt wurde die Idee gemeinsam mit den Auszubildenden von Vollmer. Entstanden sind zwei unterschiedliche Boxen: Eine Box mit Aufgaben, die sich auf Tätigkeiten der gewerblichen Ausbildungsberufe Industriemechaniker, Elektroniker oder Mechatroniker beziehen. Die andere Box ist eine digitale Variante für diejenigen, die sich für den kaufmännischen Bereich interessieren. Die Praktikum-To-Go-Box enthält Informationen, Materialien und Werkzeuge wie Lötkolben oder Zange – eine technische Ausstattung zuhause ist nicht notwendig. Alles was die Jugendlichen für ihre Projekte benötigen, ist in der Regel in jedem Haushalt vorhanden oder wird in der Box bereitgestellt.

Broschüre leitet durch das Programm

In einer beiliegenden Broschüre werden die Praktikanten durch die verschiedenen Praxis-Projekte aus den Bereichen Mechanik und Elektronik geleitet und erhalten eine genaue Beschreibung der Aufgaben. Das Ausbildungsteam steht bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite. Zudem enthält die Borschüre hilfreiche Tipps für das eigene Bewerbungsschreiben oder auch das Vorstellungsgespräch.

Interessierte können die Box bei Vollmer abholen und sich daheim mit den erhaltenen Utensilien ans Werk machen.

Teilnahmebescheinigung zum Abschluss

Zum Abschluss sollen die Heim-Praktikanten ihre Fotos und Videos zum Projekt an Vollmer schicken. Anschließend bringen die Teilnehmer ihre Praktikum-To-Go-Box mit dem ausgeliehenen Werkzeug wieder zurück. Jeder, der dies erfolgreich erledig, erhält – wie bei einem normalen Praktikum üblich – eine Teilnahmebescheinigung für seine Bewerbungsunterlagen. „Wir wollen Jugendliche auch in Corona-Zeiten bei der Berufsfindung aktiv unterstützen und ihnen die Möglichkeit geben, sich außerhalb der Schule zu engagieren“, sagt Dr. Stefan Brand, Geschäftsführer der Vollmer Gruppe. „Und wir sehen bereits, dass unser Praktikum-To-Go gut ankommt, schon kurz nach der Ankündigung in den sozialen Medien haben wir erste Anmeldungen erhalten und die ersten Boxen sind auch schon ausgegeben.“

Über die Vollmer Gruppe

Die Vollmer Gruppe – mit eigenen Standorten in Deutschland, Österreich, Großbritannien, Frankreich, Italien, Polen, Spanien, Schweden, den USA, Brasilien, Japan, China, Südkorea, Indien sowie Russland – ist mit einem umfangreichen Maschinenprogramm als Spezialist für die Werkzeugbearbeitung in der Produktion und im Service weltweit erfolgreich. Das Produktprogramm des Technologieführers umfasst modernste Schleif-, Erodier-, Laser- und Bearbeitungsmaschinen für Rotationswerkzeuge und Kreissägen in der Holz und Metall verarbeitenden Industrie sowie für die metallschneidende Bandsäge. Vollmer setzt konsequent auf die Tradition und die Vorteile des Unternehmens: kurze Wege, schnelle Entscheidungen und rasches Handeln einer familiengeprägten Gesellschaft. Die Vollmer Gruppe beschäftigt heute weltweit rund 800 Mitarbeiter und alleine am Hauptsitz in Biberach gut 580 Mitarbeiter, davon mehr als 75 Auszubildende. Rund acht bis zehn Prozent des Umsatzes investiert das Unternehmen in die Forschung und Entwicklung neuer Technologien und Produkte. Als Technologie- und Dienstleistungsunternehmen ist die Vollmer Gruppe ein verlässlicher Partner ihrer Kunden.