Foto: Harald Klieber

Zum Thema der Woche 13/2019

Das erste CBN mit Spanformstufe

Da ist sicherlich auch ein Werkzeug für die E-Mobilität dabei. Der japanische Werkzeughersteller Tungaloy zeigte auf der Intec gleich drei bemerkenswerte CBN-Wendeschneidplatten im Rampenlicht.

Nach Angaben von Deutschland-Geschäftsführer Jochen Daumen sind die CBN-Werkzeuge bei Tungaloy nicht nur eine kleine Nische: „CBN ist bei Tungaloy einer der Hauptumsatzträger. Wir stellen in Japan die Schneidstoffe und Ronden selbst her. Weiteres, großes Standbein neben der Hartbearbeitung mit CBN sind die Sintermetalle. Entsprechend umfangreich betreiben wir natürlich unsere Forschung und Entwicklung im CBN-Segment.“ Dementsprechend große Wirkung verspricht Jochen Daumen auch einer der neuesten Entwicklungen von Tungaloy, mit WavyJoint. Mit der neuen Löttechnologie sollen die CBN-bestückten Wendeschneidplatten BXA20 der T-CBN-Series hocheffizient gehärteten Stahl bearbeiten können. Maximale Schnitttiefen bis 0,8 mm sind so möglich, wodurch bei Schnittgeschwindigkeiten bis 220 m/min Bearbeitungszeiten deutlich reduziert werden können.

WavyJoint-Technologie verhindert Überhitzen

Die deutlich vergrößerte Kontaktfläche bringt 200% verbesserte Hitzebeständigkeit und 160% erhöhte Löthaftung. Getestet wurde dazu eine Standardplatte mit kleiner Lötstelle und die WavyJoint BXA20 mit Lötzone über die ganze Plattenstärke beim Außendrehen bei 63 mm Durchmesser von 20CrMo4 (60 HRC), 150 m/min vc, 0,2 mm/U fz und 0,75 mm ap, ohne Kühlung. Ergebnis: Die WavyJoint-Technologie verhindert das Überhitzen der Lötstelle, sogar bei der besonders hitzeintensiven Trockenbearbeitung, was laut Tungaloy die Bearbeitung stabilisiert und die Standzeiten verlängert. Neun verschiedene Typen führt Tungaloy mittlerweile im Katalog: drei-, vier- bis sechseckig mit verstärkter Schutzfase oder Spanformstufe.

Größerer Freiwinkel reduziert Schnittkräfte und Verschleiß

Hocheffizientes Schlichten von gehärtetem Stahl, und Sintermetallen verspricht Tungaloy indes mit dem neuen Design der GNGA-Wendeschneidplatten. Deren neuer 70°-Eckenwinkel generiert einen größeren Freiwinkel zwischen Platte und Werkstück. Im Vergleich zur CNGA-Platte mit 80°-Eckenwinkel, reduziert der deutlich größere Freiwinkel die Schnittkräfte und den Verschleiß und unterstützt zusätzlich die Spanabfuhr. In 18CrMo4 (59 HRC) wurde so die durchschnittliche Schnittkraft bei 150 m/min, 0,15 mm/U und 0,125 mm ap von 142 N bei 80° auf 128 N bei 70° gesenkt.

HP-Spanleitstufe produziert deutlich kürzere Späne

Weiteres Highlight waren in Leipzig die neue CBN-Wendeschneidplatte mit Spanformstufe. Mit der HP-Platte lassen sich vor allem kurze Späne beim Hartdrehen erzeugen und Schnittkräfte reduzieren. Den Beweis trat Tungaloy mit Späneproben an, die beim Hartdrehen konventionell und mit der HP-Spanleitstufe produziert wurden mit jeweils 150 m/min vc, 0,15 mm ap und ebenfalls 0,15 mm f. Die HP-Späne zeigten hierbei eine maximale Länge von 1 cm auf.

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