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Foto: Rüdiger Kroh
Enthüllungsshow am Messestand auf der Emo. Mit der Core-Technologie hat United Grinding das Bedienkonzept für die digitale Zukunft vorgestellt. 

Thema der Woche 42/2021

Das Bedienkonzept für die digitale Zukunft

Mit der Hard- und Softwarearchitektur Core hat United Grinding auf der Emo in Mailand das Bedienkonzept für die digitale Zukunft vorgestellt.

Die digitale Revolution bei United Grinding kam laut: Eine Enthüllungsshow mit Demonstration und Tanzeinlagen läutete am Messestand auf der Emo in Mailand das Zeitalter von Core, dem Bedienkonzept für die digitale Zukunft, ein. Um der zunehmenden Vernetzung und der dazu erforderlichen Maschinenkonnektivität in der industriellen Produktion gerecht zu werden, hat die Schweizer Unternehmensgruppe mit Core (Customer Oriented Revolution) eine Plattform entwickelt, die Möglichkeiten zur Vernetzung, zur Steuerung und zum Monitoring des Produktionsprozesses und damit auch zur Prozessoptimierung eröffnet. Die Bedienung orientiert sich dabei an der Welt der Smartphone-Generation. „Damit sind unsere Werkzeugmaschinen fit für die digitale Zukunft“, betont Stephan Nell, CEO der United Grinding Group. Core sei im Bereich der Betriebssysteme und Softwarearchitekturen von Werkzeugmaschinen ein Quantensprung.

Investition in die digitale Zukunft

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Foto: United Grinding Stephan Nell, CEO der United Grinding Group: „Die Core-Technologie ist im Bereich der Betriebssysteme und Softwarearchitekturen von Werkzeugmaschinen ein Quantensprung.“

Ausgangspunkt der mehrjährigen Entwicklung war der Entschluss, als Gruppe verstärkt in die digitale Zukunft zu investieren, mit dem Ziel die zunehmende Konnektivität, also der Datenaustausch zwischen Menschen, Maschinen und des Produktionsumfelds, zu gewährleisten und die Basis für den Betrieb von IoT-Anwendungen zu schaffen. Außerdem sollte eine intuitive Bedienung ermöglicht werden. Also haben die Software- und Prozessexperten aller Marken der United Grinding Group ihre Kompetenzen vereint und eine neue Softwarearchitektur entworfen. „Die User Experience, also das unmittelbare Erlebnis der Nutzer, war dabei stets unser oberster Maßstab“, erklärt CTO Christoph Plüss. „Mit Core haben wir jetzt eine einheitliche Bedieneroberfläche und ein Panel für alle Maschinen in der Gruppe, unabhängig von der Marke.“

Bedienkonzept wie beim Smartphone

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Foto: Rüdiger Kroh CTO Christoph Plüss erläutert am Bedienpanel die Vorteile der Core-Technologie. 

Dieses neue Bedienpanel ist das äußere Erkennungsmerkmal aller mit der Core-Technologie ausgestatteten Maschinen. Mit seinem 24 Zoll großen Full-HD-Multitouch-Display erinnert es an ein überdimensionales Smartphone. Damit wird laut Angaben nicht nur eine Navigation wie am Smartphone über „touch“ und „swipe“ möglich. Die Kunden können die Benutzeroberfläche auch nach ihren individuellen Anforderungen konfigurieren und die wichtigsten Funktionen und Bedienanzeigen nach persönlichen Vorlieben sortieren. Dank des neuen Zugangssystems, das über einen personalisierten RFID-Chip funktioniert, wird das individuelle Benutzerprofil automatisch geladen. Das An- und Abmelden an der Maschine wird dadurch nicht nur einfacher, sondern auch deutlich sicherer, heißt es weiter. Durch das für alle Nutzer hinterlegte Rollenprofil ist es möglich, nur die für sie relevanten Informationen anzuzeigen. Das reduziere die Komplexität und damit auch die Fehleranfälligkeit. Zudem wird bei dem Core-Panel weitestgehend auf Tasten verzichtet. Markant ist jedoch der Feedrate-Override-Drehschalter, mit dem sich die Vorschubgeschwindigkeit der Achsen regulieren lässt.

Kompatibel mit allen eingesetzten Steuerungen

Hinter der Core-Technologie steckt das durchgängige Betriebssystem Core OS, das auf einem leistungsfähigen Industrie-PC installiert ist. Dieser Core-IPC fungiert als IoT-Gateway und beheimatet alle Software-Applikationen. Das Betriebssystem ist zudem kompatibel mit allen bei United Grinding eingesetzten CNC-Steuerungen, betont das Unternehmen. Vernetzt werden können nicht nur alle Maschinen mit Core-Technologie von United Grinding, sondern über implementierte Schnittstellen wie umati auch Drittsysteme. Dies erschließt den direkten Zugang zu den Angeboten von United Grinding Digital Solutions an der Maschine – vom Remote-Service über den Service-Monitor bis zum Production-Monitor. So kann beispielsweise Unterstützung durch das Customer Care Team der Gruppe direkt am Core-Panel angefordert werden. Über Chatfunktionen ist eine schnelle und einfache Unterstützung gewährleistet und die integrierte Frontkamera ermöglicht sogar Video-Calls.

Die Core-Technologie wird jetzt sukzessive auf alle Maschinen von United Grinding ausgerollt. „Dieser Prozess soll bis Ende 2022/Anfang 2023 abgeschlossen sein“, sagt CTO Plüss. „Allerdings wird es Core nur bei Neumaschinen und nicht zum Nachrüsten geben.“ Die jetzt vorgestellte Basis der Core-Technologie werde dann kontinuierlich weiterentwickelt. „Dank der flexiblen, modularen Struktur der Softwarearchitektur werden wir fortlaufend neue Features und Applikationen ergänzen.“

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Foto: United Grinding Christoph Plüss, CTO der United Grinding Group: „Es wird die Core-Technologie nur bei Neumaschinen und nicht zum Nachrüsten geben.“
Foto: Kern Microtechnik GmbH

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Foto: Mitsubishi Electric

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Foto: Evo Informationssysteme

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