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Vom Einzelteil bis zur Serie: Wenn es um die spanende NC-Fertigung geht, gehört Instawerk zur den führenden deutschen Manufacturing-on-Demand-Plattformen. 
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Vom Einzelteil bis zur Serie: Wenn es um die spanende NC-Fertigung geht, gehört Instawerk zur den führenden deutschen Manufacturing-on-Demand-Plattformen. 

Bearbeitungszentren

CNC ist unsere Plattform-DNA

Mit Konzentration auf die spanende Fertigung zum Erfolg: Die Manufacturing-on-Demand-Plattform Instawerk setzt seit nunmehr drei Jahren voll auf CNC-Teile.

Die Kräfte der Plattformökonomie reichen inzwischen auch in den B2B-Markt. Und auch die Industrie kann der Faszination der digitalen Netzwerkeffekte offenkundig nicht widerstehen. Ein typisches Beispiel aus der Fertigungsbranche sind die Manufacturing-on-Demand-Plattformen. Ganz konkret handelt es sich dabei um zweiseitige Plattformen, auf denen zwei Gruppen von Nutzern interagieren und voneinander profitieren − in dem Fall also einerseits die Einkäufer von CNC-Teilen und andererseits die Fertigungsdienstleister als Hersteller der benötigten Werkstücke.

Das beste Beispiel, dass in diesem Wechselspiel zwischen Angebot und Nachfrage die bloße Größe zwar verlockend sein mag, aber keineswegs der bestimmende Faktor in der Erfolgsgleichung einer On-Demand-Plattform sein muss, liefert die Instawerk GmbH aus Stuttgart. Wo andere Protagonisten auf „Skalierung um jeden Preis“ setzen, etablieren sich die Stuttgarter mit ihrer auf Kompetenz, Qualität und Vertrauen aufbauenden Manufacturing-on-Demand-Plattform.

Schnellstart in der Coronapandemie

Aber eins nach dem anderen: An den Start gegangen ist Instawerk zum Jahreswechsel 2019/2020. Das Team war rekrutiert, die mehrsprachige Webseite lief reibungslos, die Fertigungspartner waren in ausreichender Anzahl auditiert, das Instant Pricing funktionierte, die Automatismen der Bestell- und Lieferprozesse taten ihren Dienst und die Algorithmen zur Kuratierung (Bundling) der Anfragen und die Auswahl der Fertigungspartner (Matching) hatte ihre Intelligenz unter Beweis gestellt. Lediglich eine allerletzte Reifezeit wollten sich die Instawerk-Gründer noch gönnen.

Aber daraus wurde nichts. Plötzlich musste alles ganz schnell gehen. Die Coronapandemie hatte die Welt in den Griff genommen, etliche Lieferketten waren quasi über Nacht in sich zusammengefallen und hatten unzählige Unternehmen von ihren Versorgungswegen abgeschnitten. Davon betroffen war auch der Dienstleistungsmarkt der Präzisionsteilefertigung − mit kaum kalkulierbaren Auswirkungen auf unzählige Produktionsunternehmen. Mal fehlte es an Material und Werkzeugen, mal an erkrankten Mitarbeitenden. Teils mussten Metallverarbeitungsbetriebe sogar temporär vollends schließen.

Mehr als drei Jahre sind vergangen seit die Reifezeit von Instawerk endete, noch bevor sie begonnen hatte. Drei Jahre, seit sich die Manufacturing-on-Demand-Plattform von einem Tag auf den anderen beweisen musste − und bewiesen hat: Mit zunehmendem Erfolg, mit steigenden Auftragszahlen und mit einer wachsenden Anzahl auditierter Fertigungspartner. Eine vierstellige Anzahl an Unternehmenskunden vertrauen bereits auf Instawerk, die auf das Leistungsvermögen von rund 3.000 Hightech-Maschinen innerhalb des Partnernetzwerks zugreifen können.

Im Zweifel wird der direkte Kontakt gesucht

Derweil haben sich die Kompetenzpartnerschaften mit dem Kreis der Einkäufer aus den Produktionsunternehmen als wichtiges Differenzierungsmerkmal im hart umkämpften Markt der On-Demand-Plattformen etabliert. „Jeder Automatismus und jeder generalisierte Algorithmus hat seine funktionalen Grenzen“, weiß der promovierte Maschinenbauer und Instawerk-Gründer Dr.-Ing. Farbod Nosrat Nezami. Das gelte im Besonderen, wenn es an komplexere Aufgabenstellungen gehe und ganz speziell für große Losgrößen, die allein schon aus wirtschaftlicher Perspektive keinen Fehler in der Prozesskette erlauben würden.

„Beim kleinsten Zweifel an der Machbarkeit suchen wir den Kontakt zu den potenziellen Auftraggebern, um offene Fragen gemeinsam zu beantworten und zeitnah eine gleichermaßen funktionierende wie wirtschaftliche Lösung anbieten zu können“, unterstreicht Dr.-Ing. Nezami. Und Marcel Erich, Geschäftsführer der Instawerk GmbH, sekundiert: „Fertigungstechnische Exzellenz, hohe Flexibilität und Zuverlässigkeit sowie die kompromisslose Qualität der von uns gelieferten Teile sind für uns die Werte, auf die es uns ankommt und die wir jetzt bereits seit mehr als drei Jahren leben.“ Aus diesem Anspruch heraus erklärt Erich auch die, für ein Geschäftsmodell der Plattform-Ökonomie eher ungewöhnliche, Selbstbeschränkung des On-Demand-Leistungsangebotes auf die ausschließlich spanende Fertigung: „CNC ist die DNA unseres Geschäftsmodells“, so der Geschäftsführer.

Das Sparpotenzial liegt bei rund 20 %

Ansonsten gelten die gewohnten Spielregeln der Manufacturing-on-Demand-Wirtschaft. Das heißt: Einkäufer von Fertigungsteilen erhalten über die Plattform einen konstanten Zugriff auf die Kapazitäten des dezentralen Dienstleisternetzwerks. Die „Kraft der Vielen“ reduziert dabei per se das Risiko von Lieferengpässen, steigert zugleich planbare Verlässlichkeit sowie Flexibilität und sorgt gleichermaßen für wettbewerbsfähige Konditionen im Einkauf wie für auskömmliche Erträge der Fertigungspartner. „Im Schnitt spart der Beschaffer durch unsere intelligente Auftragsbündelung und die automatisierten Prozesse rund 20 % der Kosten gegenüber dem traditionellen Einkauf“, wirbt Dr.-Ing. Nezami.

Die Plattform-Ökonomie hat zweifellos eine transformative Wirkung auf die Art und Weise, wie Unternehmen agieren und wie Produkte und Dienstleistungen angeboten werden. Plattformen bieten die Möglichkeit zur Skalierung, Effizienzsteigerung, Innovation und Kundenorientierung. Gleichzeitig müssen Plattformen mit den Herausforderungen der Sicherheit, des Vertrauens und der Kontrolle umgehen. In der Fertigungsbranche hat Instawerk als On-Demand Plattform gezeigt, wie die Beschaffung von Fertigungsteilen vereinfacht und die Produktionsprozesse optimiert werden können. Die Plattform-Ökonomie wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen und die Art und Weise, wie wir produzieren und konsumieren, weiter verändern. 

Ralph Schiffler/rk