Die Software iHMI soll die Bedienung der Fanuc-Steuerungen erleichtern.
Foto: Fanuc

Steuerungen + Software

Bedienung als Komfortzone

Die praktische Arbeit mit der CNC-Steuerung und die Vernetzung von Werkzeugmaschinen stand bei Fanuc auf der AMB im Fokus.

Factory Automation und eine durchgängige Vernetzung gehören unbedingt zusammen. Für die einfache Vernetzung auf dem Shopfloor hat Fanuc die Operation Management Software „MT-LINKi“ entwickelt, die einen wichtigen Schritt in Richtung Industrie 4.0 darstellt. Dazu Uwe Warnatz, Manager European Technical Support FA: „MT-Link-i als I-oT-Produkt ist unsere Connectivity-Lösung.“ Die PC-Software dient der Erfassung und Sortierung der erfassten Ma-schinen- und Gerätedaten. Daraus lassen sich „Lebensfunktionen“ einer Maschine überwachen und Konsequenzen für die präventive Wartung ziehen.

Bis zu 100 Maschinen pro Server

Um die Praxistauglichkeit beispielhaft unter Beweis zu stellen, waren alle Maschinen, CNC und Roboter auf dem AMB-Stand von Fanuc via MT-Link-i miteinander vernetzt. Die Software ist skalierbar, so dass bis zu 100 Maschinen pro Server miteinander verbunden werden können. Außergewöhnliche Maschinenzustände werden vom System erkannt und entsprechend visualisiert, beispielsweise durch rot eingefärbte Maschinen oder Komponenten. Ziel des MT-Link-i-Einsatzes ist eine Reduzierung der Stillstandzeiten. Das Tool kann über ein webbasiertes User-Interface genutzt werden, unterstützt aber auch Netzwerke mit PC/Tablet als Interface.

Eigene Applikationen programmieren

Als Bedienoberfläche für alle Fanuc-Steuerungen hat sich inzwischen die Software iHMI bewährt. Kombiniert wird sie wahlweise mit dem Standard-Display Panel iH oder mit der leistungsfähigeren Variante Panel iH Pro, das einem In-dustrie-PC entspricht, auf dem Anwender oder Maschinenbauer eigene Applikationen programmieren können. Die Performance des Panel iH Pro ist bei bestimmten Anwendungen wie einer Kollisionsüberwachung oder dem „Interactive Programming for Complex Lathe“, also der interaktiven Programmierung komplexer Drehmaschinen, erforderlich.

Ein Messehighlight auf der Maschinenseite war laut Fanuc die Robodrill D21LiB5 5, auf der die Emuge-Gewindefertigungstechnik „Punch tap“ demonstriert wurde. Markus Möck, Technical Manager Robomachine: „Da ist richtig Musik drin.“ Ein Standardgewinde lasse sich mit dieser Technik in Bruchteilen einer Sekunde erzeugen. Den entscheidenden Fortschritt liefern Servo- und Spindeltuning der Robodrill. Die große Zeitersparnis beim Einsatz dieser Technologie macht die gemeinsam mit Emuge präsentierte Lösung nicht nur für Automobilisten und ihre Zulieferer interessant.

Bearbeitungsraum wurde erweitert

Beim derzeit größten Modell der Robocut-Baureihe wurde der Bearbeitungsraum noch einmal erweitert. Die C800iB Z500 hat in der Z-Achse nun eine Bearbeitungshöhe von 510 mm und bietet damit laut Angaben noch mehr Produktivität auf gleicher Standfläche. Ebenfalls produktivitätssteigernd würden sich zwei weitere Neuerungen bei den Drahterodiermaschinen von Fanuc auswirken. So verbessere die Software AWF3 Automatic Wire Feed das automati-sche Einfädeln des Erodierdrahtes. Selbst bei sehr kleinen Startlöchern sorge diese Funktion für einen stabilen und sicheren Prozess im Automatikbetrieb. Eine weitere Neuerung ist die verbesserte „Corner Control“, eine Softwarefunk-tion, mit der sich höhere Genauigkeiten in Innen- und Außenecken erzielen lassen ohne an Geschwindigkeit einzubüßen, heißt es weiter. Dazu gibt es für die Robocut eine weitere Technologie zur Bearbeitung konischer Bauteile in unterschiedlichen Höhen.

Neue Grenzen bei der Präzision definiert

Mit CE-Zeichen geht die neue Robonano a-NMiA, eine Maschine zum Bearbeiten mit Genauigkeiten im Nanometerbereich, an den Start. Die Maschine, so heißt es bei Fanuc, definiere die Grenzen bisher gekannter Präzision neu. Sie fräst und dreht auf 0,0002 mm genau. Ihre Antriebe können sogar auf 0,1 nm genau positionieren. Daher kann die Robonano für die Herstellung optischer Bauteile genutzt werden. Sie eignet sich zum Fräsen, Drehen und Markieren von Werkstücken bis 280 mm Länge und wird in Japan bereits in der Informations- und Medizintechnik sowie in der Produktion von Linsen für Smartphone-Kameras eingesetzt.

Wie produktiv eine Maschine ist, hängt nicht zuletzt auch von der Bedienoberfläche ab. Um hier individuellen und kundenspezifischen Vorlieben gerecht zu werden, gibt es mit „Fanuc Picture“ ein Tool, mit dem sich die Bedienoberflächen auf die jeweilige Aufgabe anpassen lassen. Die Lösung unterstützt Objekte, Animationen, Daten sowie meh-rere Sprachen und verfügt über eine Makrosprache.

rk

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