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Foto: Marktspiegel Werkzeugbau
Melanie Fritsch, MW, übergibt an Michael Misslbeck (l.), Geschäftsführer und Marcus Bernecker (r.), Leiter Formenbau und Produktion des Automobilzulieferers MT Technologies das Mitgliedszertifikat für die Marktspiegel Werkzeugbau Genossenschaft.

Unternehmen

Automobilzulieferer wird neues Mitglied

Der Automobilzulieferer MT Technologies konnte als neues Mitglied in der Marktspiegel Werkzeugbau Genossenschaft gewonnen werden. 

Rund 11,2 Mio. EUR investieren die Verantwortlichen beim Automobilzulieferer MT Technologies aktuell in die ganzheitliche Umstrukturierung ihrer Fertigung und für genauso essenziell wie die Digitalisierungsstrategie ihres Modell- und Formenbaus halten die Ingolstädter Experten auch den Erhalt von branchenechten Kennzahlen, die sie als neues Mitglied fortan über den Marktspiegel beziehen. 

Automobilzulieferer richtet Modell- und Formenbau neu aus

Die Zeichen stehen auf Veränderung. Wo viele Unternehmer der Modell- und Formenbaubranche aktuell noch brainstormen, wie die Wettbewerbsfähigkeit des eigenen Betriebs dauerhaft gesichert werden kann, arbeitet der Automobilzulieferer MT Technologies aus Ingolstadt bereits an der Umsetzung. Mit 18 Monaten Vorlaufzeit konnte im Juli dieses Jahres nun der Startschuss für das größte Projekt in der Firmengeschichte fallen. Insgesamt 11,2 Mio. EUR fließen in die Neuausrichtung des Modell- und Formenbaus am Standort Ingolstadt. Neben 13 neuen Fertigungsanlagen, halten im Zuge der Neuausrichtung unter anderem auch ein neues ERP-System und Nullpunktspannsystem Einzug. „Mit dem Invest wird die gesamte Fertigung bei uns technisch auf ein neues Niveau gehoben“, erklärt Marcus Bernecker, Leiter Formenbau und Produktion, dazu.

Kompetenzzentrum bleibt am deutschen Standort

Unter dem Slogan „Make Misslbeck great again“ möchten die Verantwortlichen ihrem Namen am Markt technologisch wieder gerecht werden und öffentlich Flagge zeigen: „Sowohl unsere Spritzgussteilefertigung als auch der Modell- und Formenbau werden sehr stark digitalisiert“, berichtet Bernecker. „Mit den Umbaumaßnahmen möchten wir bewusst ein Zeichen setzen, dass wir nach wie vor zum Standort Deutschland und insbesondere Ingolstadt als Kompetenzzentrum stehen und uns dem Markt und den Marktpreisen stellen. Unser Millionenprojekt ist eine Investition in die Zukunft. Denn nur mit entsprechenden Technologien und deren Vernetzung sind wir in der Lage, eine Fertigung gemäß Industrie 4.0 sicherzustellen. Diese erachten wir wiederum als Basis, damit wir langfristig wettbewerbsfähig agieren können.“ Die Modell- und Formenbauer sind auf 2K-Werkzeuge spezialisiert sowie GID, TSG, WIT und Hinterspritzwerkzeuge bis zu einem Gewicht von 32 t.

Wirtschaftskrise verlangt nach konkreten Zahlen

Auch wenn das mit einem derartigen Millionenprojekt auf den ersten Blick nicht so scheinen mag, kämpft auch MT Technologies mit den Auswirkungen der Wirtschaftskrise. Daraus entstand unter anderem auch die Motivation sich als Mitglied der Marktspiegel Werkzeugbau Genossenschaft mit Gleichgesinnten zu benchmarken. Ziel ist es, anhand konkreter Vergleichszahlen eine Standortbestimmung des Unternehmens zu erhalten. „Wir sehen mit dem Marktspiegel eine hervorragende Möglichkeit, den Inhabern und Shareholdern aufzuzeigen, dass der Weg, den wir einschlagen, auch der richtige ist“, erläutert Bernecker. „Die Kennzahlenreports des MW repräsentieren die Branche und führen zu einer Reflexion des eigenen Handelns. Das war für mich hochspannend und ausschlaggebend, mich in diesem Netzwerk zu integrieren.“

Neues Mitglied sieht setzt Fokus auf Netzwerkgedanken

Der Netzwerkgedanke genießt für die Modell- und Formenbauer zunehmend Priorität. „Bislang hat man sich unter den Mitbewerbern in der Branche mehr bekriegt als man miteinander gearbeitet hat“, beschreibt Bernecker. „Ich halte das für falsch. Viel wichtiger ist es doch, dass man miteinander spricht und sich austauscht. Und das erhoffe ich mir als Teil der Genossenschaft.“ MT Technologies wird in diesem Jahr zum ersten Mal an der Datenerhebung des Marktspiegel Werkzeugbau teilnehmen. Um ein ganzheitliches Stimmungsbild des Unternehmens zu erhalten, stellen die Experten jedoch nicht nur ihren Modell- und Formenbau der anonymen Unternehmensanalyse. Auch die Kunststoffteileproduktion soll im MW-Benchmarking bewertet werden.

ak

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