Ein echtes Highlight auf der Control war die selbststeuernde Fertigungszelle von Hexagon. Mit der Software Q-DAS werden die Messergebnisse analysiert, Abweichungen rückgemeldet und automatisch Korrekturen eingeleitet
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Messtechnik

Automatisiertes Feedback

Langsam wird Industrie 4.0 aus Sicht von Hexagon Manufacturing wahr. Wie das genau aussehen kann, zeigte ein Besuch auf deren Messestand auf der Control. Zahlreiche Neuheiten wurden den Besuchern dort präsentiert. Mit im Gepäck: eine selbststeuernde Fertigungszelle, die nach Abweichungen selbstständige Korrekturen durchführen kann.

Marcel Brand, verantwortlich für Marketing und Kommunikation bei Hexagon Manufacturing Intelligence, kündigte es schon vor der Control an: „Dieses Jahr zeigen wir auf der Messe ein System, bei dem sich Interessierte mit eigenen Augen davon überzeugen können, wie intelligente Technologien die Produktivität erhöhen. Moderne Fertigungsprozesse zeichnen sich durch die clevere Nutzung von Daten als Grundlage für fundierte Entscheidungen und kontinuierliche Effizienzsteigerungen aus.“

Gemeint war damit auch eines der Hexagon-Highlights auf der Messe – eine datenbasierte selbststeuernde Fertigungszelle. Diese kombiniert Lösungen aus den Bereichen CAD/CAM, Messtechnik und statistische Prozesskontrolle zu einer automatisierten Feedbackschleife. Mit diesem System können Bauteile direkt in der Fertigungszelle vermessen werden, die Daten werden mit der Software Q-DAS ausgewertet. Und nun das Besondere: Q-DAS meldet Abweichungen zurück, worauf hin das System eine automatische Werkzeugkorrektur vornehmen kann. Das war aber bei weitem noch nicht alles, was es auf dem Hexagon-Stand zu sehen gab. Mit dem neuen Koordinatenmessgerät Aicon MoveInspect XR8 ist sich Aicon sicher, eines der stabilsten, portablen kamerabasierten Koordinatenmessgeräte auf den Markt zu bringen. „Mit diesem System werden Rekalibrierungen während der Nutzung auf ein Minimum reduziert, was unnötige Verzögerungen im Messprozess verhindert“, erklärt Thomas Schneider, Geschäftsführer bei Aicon 3D Systems. Das KMG besteht aus zwei hochauflösenden 8 -Megapixel Digitalkameras in einem geschlossenen Kamerabalken. Die kalibrierten Kameras sind mit integrierten Blitzen ausgestattet und somit unabhängig von jeglichem Umgebungslicht. Der neue Leica Absolute Tracker AT403 wurde für exzellente mobile Messleistungen konzipiert. Er zeichne sich durch wesentliche Verbesserungen in Bezug auf Messgeschwindigkeit und Vereinfachung des Messprozesses aus. Portabilität, Robustheit und Bedienerfreundlichkeit waren laut Hexagon dabei die Eckpfeiler des Entwicklungskonzepts. „Und dies mit der bewährten Messgenauigkeit, für die die Produkte von Hexagon geschätzt werden“, erklärt Matthias Saure, verantwortlicher Produktmanager bei Hexagon. Auch von den Leitz Reference KMGs gab es neue Versionen zu sehen. Die hochgenauen Leitz Reference HP und Leitz Reference Xi Koordinatenmessgeräte können jetzt, dank einer erweiterten Auswahl an Optionen und neuer Funktionalitäten, noch besser an individuelle Messanforderungen angepasst werden. Ausgestattet mit dem Future Ready-Konzept können nun sowohl taktile als auch optische Sensoren mit dem universellen und automatisierten Sensorwechselsystem ‚Senmation‘ in unterschiedlichste Messabläufe eingebunden werden. Die neuen KMGs sind auch mit dem Echtzeit-Überwachungssystem ‚Pulse‘ kompatibel. Dieses ermögliche die Überwachung der Umgebungsbedingungen und wurde entwickelt, um Datenintegrität sicherzustellen und gleichzeitig die Sicherheit moderner Prüfbedingungen in der industriellen Fertigung zu verbessern. Das System informiert den Bediener unmittelbar über aufgetretene Unregelmäßigkeiten und Veränderungen der Mess­umgebung. Prozesszeiten verkürzen, Bedienerfreundlichkeit und selbststeuernde Systeme – all das gab einen guten Überblick, wie die Zukunft der Qualitätssicherung in den Augen von Hexagon aussehen wird.

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