Bei den Optionen für die automatisierte Version der Laserbearbeitungs-maschine Neo ist unter anderem besonders der weiter verbesserte 3D-Messtaster mit erweiterter Agathon-Syntax hervorzuheben.
Foto: Agathon

Automatisierungstechnik

Automation und vieles mehr

Agathon auf der EMO: Automation für die Laserbearbeitung, 360°-Service, verbesserte Optionen, Industrie-4.0-Lösungen und eine Überraschung.

Wir sind überzeugt, dass die Welt Spitzenprodukte verdient, verdeutlicht Agathon-Verkaufs- und Servicechef Daniel Felber. Spitzenprodukte wie die Laserbearbeitungsmaschine Neo, die anläßlich der EMO 2017 im Markt eingeführt und nun mit einer Lösung für Automation optimiert wurde – als Anwendung für die Vorbearbeitung von Wendeschneidplatten mit Superhartstofftipps. Auch zur diesjährigen EMO in Hannover wird die Neo eines der Highlights am Agathon-Messestand sein. Denn: Besucher werden erstmals die automatisierte Version der Neo live im Einsatz erleben können.Betriebe, die auf eine Neo mit Automation setzen, sind in der Lage, in die bedienerarmen Schichten hineinzuarbeiten und außerdem ihre personellen Ressourcen während der voll bedienten Schichten optimal zu nutzen. Auf diese Weise senken sie ihre Teilekosten und erhöhen die Produktivität der Maschine deutlich. Und hier gleich zwei gute Nachrichten: Die Investitionskosten steigen gegenüber der manuellen Lösung zwar um rund ein Drittel, der finanzielle Nutzen jedoch um einen höheren Faktor. Zudem hat die Automationseinheit genauso wie die Maschine eine geringe Grundfläche, nämlich rund einen Quadratmeter. Gemeinsam mit der Maschine bildet die Automationseinheit der Neo somit ein Produktivitätspaket auf insgesamt rund zwei Quadratmetern Grundfläche.

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Eines der EMO-Highlights von Agathon: die automatisierte Version der Laserbearbeitungsmaschine Neo. Trotz ihrer kompakten Bauart bietet die Automationseinheit Platz für zwei Paletten.

Automation aus einem Guss

Trotz ihrer kompakten Bauart bietet die Automationseinheit Platz für zwei Paletten. Der Anwender kann nun wählen, ob er den Auftrag über einen langen Zeitraum wenig oder unbeaufsichtigt bearbeiten oder aber Roh- und Fertigteile in jeweils separaten Paletten voneinander trennen möchte, um die Prozesssicherheit weiter zu erhöhen. Apropos Bauart: Die Automation der Neo und die der Agathon-Schleifmaschinen sind aus einem Guss. Das heißt, dass die gleichen Werkzeuge und Anbauteile sowie dieselben gängigen Paletten verwendet werden und von bestehenden Agathon-Anwendern nicht notwendigerweise neu beschafft werden müssen. Zudem ist dadurch eine rasche Übergabe der vorbearbeiteten Teile an die Schleifmaschine und somit eine nahtlose Prozesskette für Vor-/Endbearbeitung sichergestellt. Auch das HMI der Automationseinheit hat das gleiche Erscheinungsbild wie das der Agathon-Schleifmaschinen. Für den Bediener mit Erfahrung auf den entsprechenden Maschinen reduziert sich der Schulungs- und Trainingsaufwand somit auf ein Minimum.

Thema Ergonomie

Über das neu konzipierte Handbediengerät lassen sich sämtliche Funktionen steuern, die für das Einrichten benötigt werden. Dazu zählen auch Funktionen wie Feed-Potenziometer und Quick-Stopp. Dadurch wird die Arbeit des Maschinenbedieners weiter erleichtert, weil er von unterschiedlichen Positionen das Gesamtsystem einrichten und steuern kann. Be- und entladen wird die Automationseinheit nicht von vorn, sondern von der Seite. Das ist für den Bediener wesentlich bequemer und komfortabler. Gegenüber der manuellen Variante hat die Neo mit Automation noch einen weiteren Vorteil: Weil die Maschine nicht nach jedem Teil geöffnet werden muss, unterliegt die Temperatur im Innenraum keinen Schwankungen. Die sich daraus ergebende höhere thermische Stabilität führt zu einer noch höheren Bearbeitungsqualität. Kunden, die sich nicht sicher sind, ob sie die Neo mit oder ohne Automation betreiben möchten, können die Maschine jederzeit einfach nachrüsten. So haben sie die Möglichkeit, zunächst erste Erfahrungen mit der Laserbearbeitung im Allgemeinen und mit der Neo im Speziellen zu sammeln, beziehungsweise generell bedarfsgerecht zu investieren.

Weitere EMO-Highlights

Außerdem werden in Hannover vorgestellt: das neue Servicemodell Agathon Care 360, Optionen für das Schleifen sowie Industrie-4.0-Lösungen. Für Maschinen der aktuellen Generation sowie für Schleifmaschinen der 400er-Serie und des Modells Dom Semi wird Agathon seinen Kundendienst neu strukturieren und weiter ausbauen. Die modular gestalteten Serviceleistungen werden ab der EMO 2019 unter „Agathon Care 360“ angeboten und in den kommenden Monaten weiter ausgebaut werden. Daniel Felber betont: „Der Fokus im Bereich Service wird darauf liegen, Stillstandzeiten beim Kunden noch weiter zu senken.“ Die ersten Service-Module beinhalten Inspektionsvereinbarungen, Gewährleistungsverlängerung sowie Express- und Retourenservice.

Bei den Optionen sind insbesondere der weiter verbesserte 3D-Messtaster mit erweiterter Agathon Syntax sowie die erweiterte grafische Simulation hervorzuheben. Letztere macht die Offline-Programmierung noch sicherer und komfortabler und sorgt für eine noch wirkungsvollere Situationskontrolle.

Thema Industrie 4.0

Diesbezüglich hat Agathon unlängst eine erweiterte OPC-UA-Schnittstelle lanciert. Damit verknüpft der Kunde seine Agathon-Maschinen mit dem firmenspezifischen ERP, MES oder alternativen zentralen Systemen. Er erhält auf dieses Weise nicht nur einen Überblick über den Zustand seiner Agathon-Maschinen, sondern darüber hinaus auch belastbare Daten zur Bestimmung der Produktivität und zur statistischen Auswertung der Produktion über die Zeit.

Fundierte Informationen für die Planung

So erlangt der Kunde fundierte Informationen für seine Produktionsplanung und zur weiteren Verbesserung der Overall Equipment Effectiveness (OEE).

Firmen, die über kein eigenes Produktionsplanungssystem verfügen, bietet Agathon außerdem mit PiSolutions eine On-Premise-MES-Lösung für eine effiziente Produktionsüberwachung an.

Information in Echtzeit

Ein weiteres Element im Indus-trie-4.0-Programm von Agathon ist die LiveStatus-App. Sie wird ebenfalls in Hannover zu erleben sein. Der LiveStatus ist eine cloudbasierte IIoT-Lösung, die aktuelle Statusdaten der laufenden Schleifaufträge sowie der verwendeten Werkzeuge an die App überträgt. Anwender des LiveStatus werden in Echtzeit über Ereignisse informiert. Sie sind bei Bedarf überall und stets über den Zustand der Aufträge und Maschinen informiert.

Darüber hinaus beteiligt sich Agathon auf der EMO am breit angelegten umati Connectivity-Showcase. Im Rahmen dieses Showcases werden unterschiedliche Werkzeugmaschinen, die mit Steuerungen verschiedener Hersteller ausgestattet sind, mit einem übergeordneten IT-Ökosystem verbunden. Dazu werden die einzelnen Maschinen jeweils mit einer umati-Schnittstelle ausgestattet. Dies gilt auch für die von Agathon ausgestellten Schleifmaschinen.

Ziel: weltweit einheitliche Schnittstelle

umati ist eine Initiative des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW), die sich zum Ziel gesetzt hat, auf Grundlage des OPC-UA-Protokolls eine weltweit einheitliche Schnittstelle zu schaffen, über die sich unterschiedliche Werkzeugmaschinen und Anlagen sicher, nahtlos und mühelos in kunden- und anwenderspezifische IT-Ökosysteme (MES, ERP, Cloud etc.) integrieren lassen. „Ein insgesamt überzeugendes Gesamtpaket“, findet Daniel Felber, „und wir freuen uns auf die Gespräche mit den Gästen auf unserem Messestand.“ Außerdem sei die EMO in der Vergangenheit auch immer wieder für die eine oder andere unangekündigte Überraschung gut gewesen. Dazu Daniel Felber: „Mein Appell an alle bestehenden und potenziellen Kunden: Kommen Sie vorbei und finden Sie heraus, welche Lösungen wir Ihnen für Ihre speziellen Bedürfnisse anbieten können.“

cd

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